HSV-Blog: Hat der HSV Interesse an diesem Champions-League-Star?
Hamburg – Am Samstag sicherte sich der Hamburger SV mit einem 1:0-Erfolg gegen den VfB Stuttgart seinen dritten Sieg in Folge und kletterte damit auf Rang neun der Tabelle.
Besonders ein Spieler stach dabei hervor. Hinter den Kulissen laufen derweil die Planungen für die Wintertransferzeit auf Hochtouren.
In unserem HSV-Blog halten wir euch stets über Neuigkeiten zum Team, potenzielle Transfers und alle weiteren Ereignisse rund um den Volkspark auf dem Laufenden.
Frischer Wind aus dem Norden? Laut einem Bericht von „ontheminute“ zeigt der Hamburger SV offenbar Interesse an Gianni Stensness (27) vom norwegischen Klub Viking Stavanger.
Der Australier steht seit 2025 beim norwegischen Meister unter Vertrag und hinterließ zuletzt beim spektakulären 3:3 gegen Bayern München einen starken Eindruck, als er bereits in der zweiten Minute den Torreigen eröffnete.
Neben dem HSV soll auch der englische Zweitligist Hull City den Mittelfeldspieler im Blick haben. Beide Klubs beobachten Stensness vorerst weiter.
Wegen des Ausfalls von Kapitän Nicolai Remberg, der verletzungsbedingt fehlte, musste Trainer Merlin Polzin im letzten Spiel gegen Stuttgart (1:0) schnell reagieren. Da auch Albert Sambi Lokonga wegen muskulärer Probleme nicht mitwirken konnte, rückte Bilal Nadir in die Startelf – und nutzte seine Chance eindrucksvoll.
Polzin zeigte sich zufrieden mit der Leistung des 22-jährigen Franzosen: „Er hat eindrucksvoll bewiesen, warum der HSV intensiv an ihm interessiert ist. Er kann das Spiel lenken, besitzt eine herausragende technische Qualität und bringt zudem die nötige Balleroberungsmentalität mit, die auf der Mittelfeldposition sehr wertvoll für die Mannschaft ist“, lobte der 35-Jährige.
Auch die Teamkollegen zeigten sich begeistert von Nadir. Yussuf Poulsen etwa sprach in höchsten Tönen von dem Mittelfeldspieler: „Er ist ein hervorragender Fußballer, der am liebsten ständig am Ball ist. Man sieht, wie er in die Zweikämpfe geht und bis zur letzten Minute alles gibt – genau das, was wir brauchen!“
Ein besonderer Erfolg für den Nachwuchs: Die U19 des HSV gewann am Sonntag das Stadtderby gegen den FC St. Pauli mit 3:2. Den entscheidenden Treffer erzielte Paul Johansons (17) kurz vor Spielende.
Einen Tag nach dem Heimsieg gegen Stuttgart ließ es sich Profi-Trainer Merlin Polzin (35) nicht nehmen, das Spiel der U19 live vor Ort zu verfolgen.
Beim Spiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag erlitt Hamburgs Nachwuchsspieler Louis Lemke nach einem Grätscheinsatz unglücklich einen Tritt von Bilal El Khannouss (22). Dabei verlor der 17-Jährige einen Zahn.
Das trübte jedoch nicht seine gute Laune. Schließlich hatte er gemeinsam mit seiner Mannschaft einen Last-Minute-Erfolg gefeiert.
„Ich habe morgen gleich einen Zahnarzttermin, dann ist das wieder erledigt“, grinste Lemke mit seinem halb fehlenden Schneidezahn nach Abpfiff. „Schmerzen habe ich keine, also alles halb so wild.“
Seinen Sieg wollte der Youngster am Samstagabend zu Hause feiern: „Ich will noch eine Runde Fifa spielen“, lachte er. „Ansonsten steht nichts Besonderes mehr an.“
Der Schiedsrichter der Partie zwischen dem HSV und dem VfB Stuttgart war Robert Hartmann (47). Der erfahrende Unparteiische leitete bereits 15 Spiele mit HSV-Beteiligung, davon seit der Rückkehr der Rothosen in die Bundesliga allerdings erst eines.
An diese Begegnung hat der HSV gute Erinnerungen: Im Oktober 2025 feierten die Hamburger einen souveränen 4:0-Heimsieg gegen Mainz 05.
Insgesamt kann sich die Bilanz unter Hartmann sehen lassen: Von 15 Begegnungen in der ersten und zweiten Bundesliga gewann der HSV sieben, fünf endeten remis, und nur vier Mal musste man eine Niederlage hinnehmen. Die Partie gegen Stuttgart wird seine 183. Bundesliga-Begegnung sein.
Positive Nachrichten von Nicolai Remberg (26): Der HSV-Kapitän wurde nach seinem Kreuzbandriss erfolgreich operiert, teilte der Klub am Samstag mit.
Auf der Plattform X veröffentlichte der Verein ein Foto von „Rambo“ aus dem Krankenhausbett. Mit einem Lächeln zeigt der Abräumer im Mittelfeld einen Daumen nach oben. Nun startet die mehrmonatige Reha für den 26-Jährigen.
Ein echtes Highlight steht bevor: Am 15. November (15 Uhr) bestreitet der Hamburger SV ein Testspiel gegen den kroatischen Erstligisten Hajduk Split. Für Mario Vuskovic (24) bedeutet dies ein besonderes Comeback gegen seinen ehemaligen Club. Nach einer vierjährigen Dopingsperre ist Vuskovic wieder spielberechtigt.
Das Match wird nicht nur für ihn, sondern auch für seine Familie ein besonderes Ereignis sein, denn neben Mario haben auch sein Bruder Luka (19), sein Urgroßvater, Großvater und sein Vater Daniel bereits für Hajduk gespielt.
Für Daniel Elfadli (29) wird dieser Tag unvergesslich bleiben: Die HSV-Leihgabe feierte am Mittwochabend ihr Champions-League-Debüt. Mit dem Linzer ASK trat er gegen den FC Liverpool an, verlor jedoch in einem intensiven Spiel mit 3:6 (0:3).
„Ich kann es kaum fassen. Es fühlt sich besonders und surreal an“, gestand Elfadli auf hsv.de. „Es ist pure Freude. Davon träumt man als kleiner Junge, wenn man mit dem Fußball beginnt. Ich habe es mir oft erhofft, und jetzt ist es Wirklichkeit geworden. Das ist unglaublich.“
Diese besonderen Momente teilte der 29-Jährige mit seiner Mutter, Tante und Freunden. „Es war großartig, dass sie da waren. Dieses Spiel widme ich vor allem meiner Mutter und meinem Bruder, die mich auf meinem langen Weg immer unterstützt haben.“ Noch vor viereinhalb Jahren hatte Elfadli in der Regionalliga gespielt.
Ein Comeback steht auch Mario Vuskovic (24) bevor: Ab dem 16. November darf er wieder Pflichtspiele für den HSV bestreiten – das Derby gegen Werder Bremen wäre sein erstes. Allerdings fehlt ihm bislang die Spielpraxis, was sich nun ändern soll.
Nach Angaben der kroatischen Zeitung „24 sata“ sind Verhandlungen zwischen dem HSV und Hajduk Split im Gange. Ein Testspiel ist für Mitte November während der Länderspielpause geplant, der genaue Ort steht noch nicht fest.
Der Abwehrspieler war 2021 zunächst auf Leihbasis von Hajduk nach Hamburg gewechselt, ein Jahr später zogen die Rothosen den Transfer für 4,2 Millionen Euro fest.
Der HSV begann am Dienstag mit der Vorbereitung auf das Spiel gegen den VfB Stuttgart, musste dabei jedoch auf zahlreiche Spieler verzichten.
Neben Kapitän Nicolai Remberg (26), der wegen eines Kreuzbandrisses ausfällt, fehlten Albert Sambi Lokonga (26) und Mario Vuskovic (24) aus Gründen des Belastungsmanagements. Auch Bakery Jatta (28) konnte wegen Adduktorenproblemen nicht mitwirken.
Die verletzten Spieler Albert Grönbaek (25) und Patson Daka (28) absolvierten ihr individuelles Programm vor dem Training.
Erfreuliche Nachrichten gab es von Bilal Nadir (22, Adduktorenbeschwerden) und Zakaria El Ouahdi (24, Erkältung), die zunächst mit der Mannschaft trainierten, nach etwa 30 Minuten aber separat mit Reha-Trainer Sebastian Capel (41) weiterarbeiteten.
Neuzugang Kofi Amoako (21), der vom Dynamo Dresden kam, spielte bislang kaum eine Rolle beim HSV. Bis zum letzten Spieltag stand er noch ohne Einsatz da. Im Testspiel während der Länderspielpause konnte er sich jedoch empfehlen und erzielte einen Treffer gegen den FC Kopenhagen.
Aufgrund seiner sportlichen Leistungen zeigten einige Vereine Interesse, darunter laut „Bild“ auch Hannover 96, wo Amoako zwischen 2016 und 2019 in der Jugend aktiv war und sich bestens auskennt.
Der vergangene Samstag veränderte jedoch seine Perspektive: Amoako gab nicht nur sein Debüt für den HSV, sondern wird nun auch mehr benötigt, da Kapitän Nicolai Remberg (26) mit Kreuzbandriss ausfällt. Ein Wechsel im Winter scheint damit vom Tisch zu sein, vielleicht nutzt der 21-Jährige nun seine Chance, um beim HSV durchzustarten.
Ein großer Schock für den HSV: Kapitän Nicolai Remberg (26) zog sich am Samstag einen Kreuzbandriss zu und wird mehrere Monate ausfallen. Nun meldete sich der 26-Jährige erstmals persönlich zu Wort.
„Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Es fällt schwer, die passenden Worte zu finden“, schrieb er emotional auf Instagram. „Manchmal entscheidet ein falscher Schritt oder eine falsche Bewegung über ein gutes oder schlechtes Ende. Leider war es diesmal nicht positiv.“
Bisher war Remberg während seiner Karriere verletzungsfrei geblieben. „Das werde ich niemals als selbstverständlich ansehen“, gestand er. Vor allem, weil er stets bis an seine Grenzen gegangen sei und genau deshalb dort stehe, wo er jetzt ist.
„Die kommende Zeit wird eine Herausforderung, eine echte Aufgabe. Aber keine Sorge, ich werde stärker zurückkommen“, versprach der Mittelfeldspieler und gab eine Ansage: „Unsere Athletik- und Reha-Trainer können sich jetzt schon warm anziehen.“
Neben seinem Dank für die Unterstützung versicherte Remberg, man müsse sich keine Sorgen um ihn machen. „Ich habe schon andere Hürden gemeistert und kann euch versichern, dass dieses Comeback etwas ganz Persönliches wird.“
Yussuf Poulsen steht im Spiel gegen die TSG Hoffenheim am Samstagnachmittag (15:30 Uhr/Sky) in der Startelf. Gemeinsam mit Fabio Vieira auf der halben Zehn soll er frischen Offensivschwung bringen.
Trainer Merlin Polzin, der in der Offensive auf einige seiner Spieler verzichten muss, bezeichnete die beiden als „gute Kombination“, von der die Mannschaft profitieren werde. Zusammen verfügen sie über eine hohe Qualität, so Polzin vor Anpfiff im Sky-Interview.
Der HSV hat am Dienstag mit der Vorbereitung auf die Partie in Hoffenheim begonnen. Trainer Polzin (35) gab anschließend ein Update zur Personalsituation. Über die Rückkehrer Warmed Omari (26), David Möller Wolfe (24) und Sander Tangvik (23) sagte er: „Sie machen einen guten Eindruck, sind voller Energie und wurden mit Applaus begrüßt.“
Zakaria El Ouahdi (24) wird hingegen erst am Mittwoch zurückerwartet, Immanuel Pherai (25) sogar erst am Donnerstag.
Die Lage im Kader bleibt weiter ungewiss. „Wir werden im Laufe der Woche sehen, für wen es reicht“, erklärte Polzin. „Für Albert und Pato kommt das Spiel in Hoffenheim noch zu früh.“ Zuversichtlich zeigte sich der 35-Jährige dagegen bei Yussuf Poulsen (32) und Terem Moffi (27).
Mit nur drei Punkten aus vier Spielen und einem Torverhältnis von 2:13 ist der HSV schlecht in die Saison gestartet. Über die Hälfte der Fußballfans in Deutschland hält die Rothosen deswegen für abstiegsgefährdet.
Eine repräsentative Umfrage von ONE8Y im Auftrag des Tipico Sportdatencenters (1.675 Befragte) ergab, dass 53 Prozent dem ehemaligen Bundesliga-Dino den Klassenerhalt nicht zutrauen.
Die Experten des Sportdatencenters bewerten die Lage jedoch entspannter und schätzen die Abstiegswahrscheinlichkeit aktuell „nur“ auf 30 Prozent.
Während der HSV am Sonntag gegen Kopenhagen testete, waren vier Spieler gleichzeitig bei ihren Nationalmannschaften im Einsatz.
Zakaria El Ouahdi (24) kam für Marokko beim 1:1 gegen Mali zehn Minuten zum Einsatz, Warmed Omari (26) spielte bei der 0:1-Niederlage der Komoren gegen Senegal durch.
Das Gleiche galt für David Möller Wolfe (24) bei Norwegens 1:2 gegen Portugal. Sein Teamkollege Sander Tangvik (23) saß 90 Minuten auf der Bank.
Gute Nachrichten gibt es von HSV-Stürmer Yussuf Poulsen (32), der nach dem Testspiel gegen Kopenhagen Entwarnung gab.
„Es war ein Schlag auf die Wade, die zugemacht hat. Es ist ärgerlich, da ich gerne mehr Spielzeit gehabt hätte. Wir wollten kein Risiko eingehen, damit nichts Schlimmeres daraus wird. Nächste Woche werde ich wieder spielen können“, erklärte der Däne.
Poulsen war bereits nach 20 Minuten ausgewechselt worden.
Schlechte Nachrichten gibt es hingegen von Patson Daka (27), der in den kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen wird. Der Stürmer verletzte sich beim Einsatz für die sambische Nationalmannschaft.
Der Verein teilte am Freitag mit, dass sich Daka einen Faserriss im linken Oberschenkel zugezogen hat.
Daka war beim 1:3 gegen Algerien am vergangenen Freitag zur Halbzeit ausgewechselt worden und anschließend nicht mehr eingesetzt.
Weiterer Rückschlag: David Möller Wolfe (24) und Sander Tangvik (23) erlitten mit Norwegen eine Niederlage in der Nations League. Am Donnerstagabend unterlagen die Norweger trotz früh erzielter Führung mit 1:2 (1:1) in Wales, spielten ab der 46. Minute sogar in Unterzahl.
Nach seinem Platzverweis im ersten Spiel gegen Dänemark kehrte Wolfe in die Startelf zurück und spielte 75 Minuten, während Tangvik auf der Bank blieb.
Am Sonntag steht die letzte Begegnung der Länderspielperiode an: Gegner ist Portugal, gegen das das Hinspiel mit 1:2 verloren ging.
Schon im Sommer wurde dem HSV Interesse an Oguz Aydin (25) von Fenerbahce Istanbul nachgesagt, welches laut dem türkischen Medium Aksam weiterhin besteht.
Dem Bericht zufolge beobachteten Verantwortliche der Rothosen den türkischen Nationalspieler beim Länderspiel gegen Italien. Sollte das weitere Scouting vielversprechend verlaufen, wäre ein Angebot möglich.
Aydin, der bislang 14 Länderspiele für die Türkei absolvierte, pendelt bei seinem Klub zwischen Startelf und Bank. In der laufenden Saison kam er sechsmal zum Einsatz und erzielte dabei ein Tor sowie zwei Vorlagen.
Ein erfolgreicher Tag für ein HSV-Trio: Zakaria El Ouahdi (24), Patson Daka (27) und Warmed Omari (26) konnten in der Qualifikation zum Afrika-Cup Siege mit ihren Nationalmannschaften feiern, auch wenn einer nur auf der Tribüne saß.
El Ouahdi und Marokko gewannen ihr zweites Spiel mit 2:0 in Lesotho, wobei der Außenverteidiger 90 Minuten auf dem Platz stand. Als nächstes steht ein Testspiel gegen Ghana (4. Oktober) an.
Omari spielte ebenfalls durch und feierte mit den Komoren einen 1:0-Erfolg über Namibia, wo Ex-HSV-Profi Collin Benjamin (48) als Trainer an der Seitenlinie steht. Am 4. Oktober wartet ein weiteres Spiel gegen Senegal.
Für Daka lief es weniger gut: Er stand nicht im Kader Sambias gegen Togo, sah aber den 2:0-Sieg von der Bank aus. Laut Verein hatte er muskuläre Probleme.
Jonas David (26) erlebte eine wechselhafte Karriere. Als Derby-Torschütze gegen den FC St. Pauli im Jahr 2023 schrieb er HSV-Geschichte, konnte sich aber nie dauerhaft durchsetzen.
Nach einer Leihe zu Hansa Rostock verließ er den Verein, wechselte nach Österreich zur WSG Tirol und später zum SSV Ulm. Dort erlitt er einen Kreuzbandriss und fiel lange aus. Seit diesem Sommer ist er ohne Verein.
Doch es gibt Hoffnung: Nachdem er sich bei der U21 des HSV fit gehalten hat, absolviert der 26-Jährige aktuell ein Probetraining beim Drittligisten MSV Duisburg, um sich dort zu empfehlen.
Der ehemalige HSV-Trainer Markus Gisdol (57), der von September 2016 bis Januar 2018 an der Seitenlinie stand, steht vor einer neuen Aufgabe.
Laut übereinstimmenden Berichten soll der 57-Jährige den bulgarischen Rekordmeister ZSKA Sofia übernehmen. Zuletzt trainierte Gisdol von Juli bis Oktober 2025 Kayserispor in der türkischen Süper Lig. Sollte er das Angebot annehmen, würde er in der Conference League unter anderem auf Trabzonspor mit dem deutschen Coach Thomas Reis (52) und Superstar Mohamed Salah (34) treffen.
Eine Hiobsbotschaft für den HSV: Albert Grønbæk (25) fällt wochenlang aus, wie der Verein am Samstag bekanntgab.
Der 25-Jährige, der zu den auffälligsten Spielern der Rothosen zählt, erlitt beim Nations-League-Spiel gegen Norwegen (2:3) am Donnerstag einen Faserriss im rechten Oberschenkel, bestätigt ein MRT des dänischen Verbandes.
Wie lange Grønbæk fehlen wird, ließ der HSV offen, machte jedoch deutlich, dass sein Ausfall schwer zu kompensieren sein wird.
Freud und Leid bei zwei HSV-Profis: Patson Daka (27) und Zakaria El Ouahdi (24) starteten am Freitagabend mit ihren Nationalteams in die Afrika-Cup-Qualifikation – mit unterschiedlichen Ergebnissen.
Daka stand in der Startelf Sambias, konnte eine 1:3-Niederlage gegen Algerien jedoch nicht verhindern und wurde zur Halbzeit ausgewechselt. El Ouahdi hingegen feierte mit Marokko einen 2:0-Erfolg gegen Gabun, kam aber nicht zum Einsatz.
Auch Otto Stange (19) war aktiv: Beim 1:0-Sieg der deutschen U20 gegen Frankreich stand der HSV-Nachwuchsspieler in der Startelf.
Trauer um eine HSV-Legende: Peter „Eiche“ Nogly, ehemaliger Kapitän und Abwehrspieler, ist am 24. September im Alter von 79 Jahren nach langer, schwerer Krankheit verstorben.
Der Verein gab die traurige Nachricht am Freitag bekannt: „Die HSV-Familie verliert eine herausragende Persönlichkeit und Leitfigur. Nogly war ein absoluter Publikumsliebling und einer der besten Verteidiger, die jemals das Trikot mit der Raute getragen haben“, würdigen die Rothosen den Verstorbenen.
Nogly war elf Jahre Profi beim HSV und absolvierte 634 Einsätze für die Liga-Mannschaft, darunter 414 Pflichtspiele, davon 320 in der Bundesliga. Mit dem Klub gewann er 1976 den DFB-Pokal, 1977 den Europapokal der Pokalsieger sowie 1979 die deutsche Meisterschaft.
Die Verantwortlichen des HSV verfolgten das Nations-League-Spiel am Donnerstagabend zwischen Norwegen und Dänemark mit gemischten Gefühlen. Stolz über den Einsatz zweier eigener Spieler auf dem Platz mischte sich Enttäuschung.
Der 3:2-Erfolg Norwegens bedeutete für David Möller Wolfe (24) und Albert Grønbæk (25) kein gutes Ende. Wolfe wurde erst in der 66. Minute eingewechselt, erhielt kurz vor Schluss wegen eines taktischen Fouls die Gelb-Rote Karte und fehlt am Sonntag gegen Portugal.
Grønbæk kam erst in der 82. Minute zum Einsatz, verletzte sich aber und wird vorzeitig nach Hamburg zurückkehren, wie Nationaltrainer Brian Riemer (48) bestätigte.
Torhüter Sander Tangvik (23) saß während der Partie 90 Minuten auf der Bank.
Trotz der Niederlage für die Komoren konnte Warmed Omari (26) ein persönliches Erfolgserlebnis verbuchen: Im 13. Länderspiel erzielte der HSV-Profi beim 1:3 gegen Kamerun sein erstes Tor.
Ein Jahr nach der Rückkehr in die Bundesliga verzeichnet der Hamburger SV finanziell einen Rekord.
Im Geschäftsjahr 2025/26 erzielte der Verein einen Umsatz von 182,1 Millionen Euro – 44 Prozent mehr als im Vorjahr und so viel wie nie zuvor. Damit wurde der bisherige Rekord aus der Saison 2008/09 (161,2 Mio. Euro) übertroffen. Auch der Gewinn stieg von 4,4 auf 8,1 Millionen Euro. Das teilte der Traditionsklub am Donnerstag mit.
„Jeder Aufstieg bringt höhere Einnahmen mit sich. Entscheidend ist, wie man damit umgeht“, erklärte HSV-Vorstand Eric Huwer. Der Verein habe die zusätzlichen Gelder nicht einfach ausgegeben, sondern gezielt in Mannschaft, Nachwuchs und Infrastruktur investiert.
„Danke an alle, die mithelfen, den HSV in der Bundesliga zu etablieren und diese Wachstumsschritte ermöglichen“, ergänzte Huwer.
Nach dem wichtigen ersten Saisonsieg gegen den 1. FC Köln folgt eine lange Länderspielpause. Der HSV muss auf insgesamt acht Profis verzichten, darunter drei, die im direkten Duell aufeinandertreffen.
Bereits am ersten Spieltag der Nations League treffen Sander Tangvik (23) und David Möller Wolfe (24) mit Norwegen auf Albert Grønbæk (25) und Dänemark. Gespielt wird am 24. September um 20:45 Uhr in Oslo. Tangvik und Möller Wolfe treten anschließend gegen Portugal (27. September, 4. Oktober) und Wales (1. Oktober) an, während Grønbæk und Dänemark auf Portugal (1. Oktober) und Wales (27. September, 4. Oktober) treffen.
Drei HSV-Spieler sind in der Afrika-Cup-Qualifikation aktiv: Zakaria El Ouahdi (24) und Marokko spielen gegen Gabun (25. September) und Lesotho (29. September) sowie in einem Test gegen Ghana (4. Oktober). Patson Daka (27) und Sambia messen sich mit Algerien (25. September) und Togo (29. September). Warmed Omari (26) und die Komoren bestreiten Spiele gegen Kamerun (24. September) und Namibia (29. September) sowie einen Test gegen Senegal (4. Oktober).
Zudem sind Otto Stange (19) und Louis Lemke (16) für den DFB-Nachwuchs nominiert: Stange trifft mit der U20 auf Frankreich (25. September), Italien (29. September) und England (3. Oktober), während Lemke mit der U19 gegen die Ukraine (27. September), Finnland (30. September) und Tschechien (3. Oktober) antritt.
Fast zu spät zum Anpfiff gegen den 1. FC Köln (2:1) kam Yussuf Poulsen. Trainer Merlin Polzin hatte den Stürmer zur zweiten Halbzeit eingewechselt, doch der Däne konnte seine Schienbeinschoner nicht finden.
„Ich bin nochmal reingesprintet, das war ein bisschen stressig“, lachte der 32-Jährige nach dem Spiel. Kurz vor Wiederanpfiff hatte er nochmal in der Kabine gesucht, aber in der Eile nichts gefunden.
Um pünktlich am Mittelkreis zu stehen, lieh er sich Schienbeinschoner von einem Mitspieler. „Am Ende waren sie aber tatsächlich in der Kabine“, gab er zu.
Bundesliga-Tabelle
Die Tabelle der Bundesliga zeigt folgendes: Wer am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) darf in der Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist dort der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.