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Schockierendes Foul führt zu Beinbruch: Diese drastische Strafe trifft Rotgefährdeten

Porto Alegre (Brasilien) – Eine schwerwiegende Szene ereignete sich im Erstliga-Match zwischen Internacional Porto Alegre und Cruzeiro Belo Horizonte: Victor Gabriel (22) von Internacional beging vor einer Woche ein so schweres Foul an seinem Gegenspieler Gabriel Pec (25), dass dieser sich dabei das Schienbein brach. Für den Verteidiger folgte daraufhin eine außergewöhnliche Sanktion.

Gabriel war erst zur Halbzeitpause bei einem 0:1-Rückstand eingewechselt worden, doch bereits nach nur 14 Minuten musste er das Spielfeld wieder verlassen. Bei einem schnellen Gegenangriff von Cruzeiro griff er Pec mit vollem Tempo an und riss ihn weg, ohne den Ball zu erreichen. Pec blieb unter Schmerzen am Boden liegen.

Der Innenverteidiger erhielt folgerichtig die Rote Karte, verbunden mit einer Spielsperre von ein bis sechs Partien gemäß den Regularien.

Diese Strafe erschien dem Sportgericht jedoch nicht ausreichend: Am Dienstag wurde Gabriel eine besondere Sanktion auferlegt. Da Pec voraussichtlich mehrere Monate ausfallen wird, koppelte das Gericht seine Sperre an die Dauer der Verletzungspause des Geschädigten.

Im brasilianischen Sportrecht ist diese Maßnahme bei schweren Vergehen im Spiel verankert. Gabriel darf demnach erst wieder aktiv werden, wenn Pec ins Training zurückkehrt oder spätestens nach 180 Tagen.

Vor Gericht erklärte Gabriel via Videoschalte, dass es keine Absicht gewesen sei, seinem Gegner Schaden zuzufügen. Er bezeichnete den Vorfall als „äußerst unglückliches Missgeschick“.

„Ich habe mich bei ihm entschuldigt und meine Unterstützung angeboten“, so der Spieler von Internacional. „Ich bat ihn um Verzeihung, da ich keine böse Absicht hatte, und das Einzige, was ich in dem Moment tun konnte, war, für ihn zu beten.“

Seine Entschuldigung wirkte sich jedoch nicht mildernd aus. Zusätzlich erschwerte die Tatsache die Situation, dass die Anwaltskanzlei seines Vereins bei der Verteidigung auf eine gefälschte Audiodatei zurückgriff, die angeblich die Kommunikation zwischen Schiedsrichter und VAR dokumentieren sollte – sich jedoch als Fälschung entpuppte.

Für Pec bringt die lange Sperre seines Gegenspielers nur wenig Trost: Er war erst drei Tage vor dem Duell zu Cruzeiro gewechselt und absolvierte gegen Internacional sein Debüt für den neuen Verein. Nun steht ihm eine lange Zeit der Rehabilitation bevor.