Annäherung erreicht: Hertha und Bobic beenden langjährigen Millionen-Streit
Von David Langenbein
Berlin – Der langwierige finanzielle Rechtsstreit zwischen Hertha BSC und dem ehemaligen Geschäftsführer Fredi Bobic (54) steht kurz vor seinem Abschluss.
Wie ein Sprecher des Landgerichts auf Anfrage der dpa mitteilte, haben beide Parteien eine gemeinsam abgestimmte Vergleichsvereinbarung eingereicht und beantragt, diese offiziell anzuerkennen.
Bereits in der vergangenen Woche berichteten die „Berliner Morgenpost“, „Bild“ und der rbb, dass sich Hertha und Bobic auf eine Einigung zubewegen.
Die gerichtliche Bestätigung des Vergleichs wird in den nächsten Wochen erwartet. Das Gericht machte keine Angaben zu den genauen Konditionen, es wird jedoch vermutet, dass der Klub seinem ehemaligen Geschäftsführer einen hohen Millionenbetrag zahlen muss.
Damit könnte ein Rechtsstreit beendet werden, der sich mittlerweile über mehr als drei Jahre erstreckt. Bobic hatte nach seiner ordentlichen und außerordentlichen Kündigung im Jahr 2023 zwei Klagen eingereicht.
Im September 2025 entschied ein Urkundenprozess, dass Hertha Bobic eine Brutto-Summe von 3,35 Millionen Euro schuldet, unter anderem aufgrund eines vertraglich zugesicherten Abfindungsanspruchs. Hinzu kämen noch Zinsen und Verfahrenskosten.
Frühere Versuche, einen Vergleich zu erzielen, blieben erfolglos. Die Berliner hatten zuvor wiederholt Befangenheitsanträge eingereicht und gegen das vorläufige Urteil Berufung eingelegt, diese jedoch nun zurückgezogen.