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Hertha BSC folgt Dynamo Dresden und trifft strikte Entscheidung gegen Influencer

Berlin – Für viele Fußballanhänger gehört ein Stadionbesuch dazu, um die Stimmung live zu erleben und ihr Lieblingsteam hautnah zu sehen. Doch es gibt Zuschauer, die ein Spiel lediglich vor der Kamera verfolgen und damit sogar Geld verdienen.

Genau gegen diese Form von Influencern hat Hertha BSC nun hart durchgegriffen und die kommerzielle Erstellung von Videos im Stadion untersagt. Damit orientiert sich der Hauptstadtverein an dem Vorgehen von Ligakonkurrent Dynamo Dresden.

Die Alte Dame kündigte an, den Umgang mit Stadion-Vlogs in Zukunft "konsequenter zu regulieren".

Verboten sind insbesondere "kommerziell erstellte und monetarisierte Vlogs, für die professionelles Kamera- und Produktionsequipment zum Einsatz kommt und die anschließend über Videoplattformen oder soziale Netzwerke kommerziell verwertet werden".

Als Basis für das Verbot dienen die geltenden Ticket- und Stadionrichtlinien sowie die bestehenden Medien- und Verwertungsrechte. Zudem gelten bei Spielen der 1. und 2. Bundesliga die Vorgaben der Bundesliga-Gruppe hinsichtlich der individuellen Nutzung und Vermarktung medialer Rechte.

„Hertha BSC als Verein unterliegt diesen Bestimmungen selbst bei der Produktion und Veröffentlichung eigener Inhalte zum Spieltag. Eine eigenständige kommerzielle Verwertung von Spieltags- und Stadionaufnahmen durch Dritte ist daher nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Vereins erlaubt“, erklärte der Klub.

Diese Regelungen seien zwar bereits vorhanden, allerdings habe man sie bislang nicht konsequent durchgesetzt. „Das wird sich in Zukunft ändern. Der Verein wird sein Hausrecht nutzen und die bestehenden Vorschriften entsprechend umsetzen“, betonten die Berliner.

Der zuständige Ordnungsdienst wurde bereits informiert. Das bedeutet konkret: Besucher, die mit deutlich professioneller Kameraausrüstung ins Olympiastadion kommen, müssen damit rechnen, dass ihnen das Filmen untersagt und die Nutzung der Geräte verboten wird.

Die professionellen Vlogger verdienen teils beträchtliche Summen mit ihren Videos auf sozialen Medien. Sie argumentieren, dass sie auf diese Weise Fans zu Hause die Stadionatmosphäre näherbringen könnten.

Ausdrücklich nicht unter das Verbot fallen private Erinnerungsaufnahmen. Entscheidend sei eine klare Trennung zwischen privaten Fan-Videos und kommerzieller Content-Produktion.

„Bei Hertha BSC sollen Stadionbesuche vor allem eines sein: ein gemeinsames Fußballerlebnis“, betont der Verein. Die Anhänger sollen die Spiele, die Stimmung und die Unterstützung der Mannschaft ungestört genießen können.