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Hertha im Trainingslager: Doppelte Rückkehr im Testspiel, aber Sorgen um Christensen

Kitzbühel – Der Endspurt in Österreich läuft! Noch bis Sonntag, den 26. Juli, bereitet sich Hertha BSC im Trainingslager in Kitzbühel auf die kommende Saison vor.

Der Auftakt-Test verlief erfolgreich: Gegen die WSG Tirol gewann Hertha mit 3:2.

Auch der Belastungstest in Mondsee wurde gemeistert. Gegen den südafrikanischen Erstligisten Mamelodi Sundowns F.C. erkämpfte sich der Hauptstadtclub ein 1:1 und bleibt somit in der Vorbereitung ungeschlagen.

Kurz vor der Abreise gab es zudem erfreuliche Neuigkeiten: Mit Oluwaseun Adewumi (21) wurde der erste Neuzugang verpflichtet.

TAG24 berichtet live vom Trainingslager und hält euch im Ticker stets auf dem Laufenden.

Deyovaisio Zeefuik kehrt nach fast drei Monaten Verletzungspause zurück – und das mit voller Power. Beim Zweikampf räumte der Niederländer Gustav Christensen nahe der Seitenlinie ab. Zwar war es kein Foul, doch hatte das Einsteigen Folgen: Christensen, der es kurz versuchte und unglücklich auf die Schulter fiel, konnte nicht weiterspielen. Eine genaue Diagnose steht noch aus, ein Ausfall droht jedoch.

„Es sah schon schlimm aus, das muss man ehrlich sagen“, erklärte Stefan Leitl. „Christensen hat starke Schmerzen und ist jetzt auf dem Weg ins Krankenhaus. Wir hoffen natürlich, dass es nichts Ernstes ist.“

Torhüter Konstantin Heide ist indes bereits abgereist. Am Vormittag trainierte er noch mit der Mannschaft, fehlte am Nachmittag jedoch beim letzten Belastungstest. Grund dafür ist sein Einsatz am Samstag im Tor der U23 in der Regionalliga gegen Chemnitz.

Im letzten Härtetest vor der Abreise trat Hertha gegen sich selbst an – ein internes Spiel. Nach 90 intensiven Minuten stand ein 4:2 (0:0) für das Heimteam zu Buche.

Luca Schuler brachte Team Heim kurz nach dem Seitenwechsel in Führung. Für Stefan Leitl sicherlich eine erfreuliche Nachricht, da der Stürmer bisher im Trainingslager nur teilweise am Mannschaftstraining teilnehmen konnte. Nun meldete sich Schuler mit einem Doppelpack zurück.

Auch Zeefuik feierte sein Comeback – mit Folgen für Christensen. Nach einem hitzigen Zweikampf in der zweiten Halbzeit räumte der Rechtsverteidiger den ebenfalls eingewechselten Dänen ab. Christensen fiel unglücklich auf die Schulter, versuchte es zwar noch einmal, musste dann jedoch ausgewechselt werden.

Zuvor hatte Thorsteinsson den Ausgleich für Team Auswärts erzielt und kurz darauf mit einem Traumtor aus etwa 25 Metern das 2:1 erzielt – ein perfekter Schuss in den Winkel.

Der Doppeltorschütze des Tages war Schuler, der nach Vorlage von Leon Jensen den Ball erst abschirmte, sich kurz drehte und dann erfolgreich verwertete.

Fast hätte Thorsteinsson mit einem weiteren Traumtor aus rund 35 Metern nachgelegt, doch sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. Das letzte Wort gehörte jedoch dem von Andrej Mijatovic betreuten Heimteam (Andreas Schumacher coachte Team Auswärts): Kevin Sessa nutzte in der Schlussphase einen Fehler von Pascal Klemens und Mayson Grothe machte mit dem 4:2 den Sieg perfekt.

Beim anschließenden Elfmeterschießen hatten die beiden Doppelpacker jedoch kein Glück: Thorsteinsson und Schuler scheiterten vom Punkt. Die Torhüter Gersbeck und Goller parierten jeweils drei Elfmeter und verwandelten ihre eigenen sicher, sodass Leitl auf eine Verlängerung verzichtete. Man einigte sich auf ein Unentschieden.

So begann Hertha (Heimtrikot): Gersbeck – Eitschberger, Gechter, Diallo, Grothe – Lum, Sessa – Winkler, Jensen, Brekalo – Hildebrandt.
So startete Hertha (Auswärtstrikot): Goller – Berner, Klemens, Dardai, Kolbe – Seguin, Telib – Todorovic, Gouram, Thorsteinsson – Grönning.

Hertha hat nun offiziell den ersten Neuzugang verpflichtet: Die Berliner leihten Oluwaseun Adewumi (21) von Burnley bis Saisonende aus. Der Österreicher wird die Rückennummer 19 tragen.

„Trotz seines jungen Alters verfügt er bereits über Erfahrung in verschiedenen Wettbewerben und ist in der Offensive flexibel einsetzbar. Mit seiner Vielseitigkeit, Schnelligkeit und Dynamik wird er unserem Spiel guttun“, zeigte sich Sportdirektor Benjamin Weber erfreut.

Der österreichische U21-Nationalspieler ist bereits im Trainingslager in Tirol dabei, absolvierte beim internen Testspiel jedoch noch keine Einsatzzeit und trainiert individuell in der Nähe.

Mehr dazu im Artikel: Erster Neuzugang ist da: Hertha BSC verpflichtet dribbelstarken Flitzer aus England.

Das nicht-öffentliche Training überstanden die Hertha-Profis gut. Am Freitag standen Stefan Leitl alle 24 Feldspieler sowie die vier Torhüter zur Verfügung.

Der Schwerpunkt lag diesmal auf Standardsituationen. Nach dem 1:1 gegen die Sundowns hatte Leitl in einer Pressekonferenz Verbesserungsbedarf erkannt. In zwei Gruppen – eine offensive und eine defensive – probten die Berliner verschiedene Varianten: Mal lang, mal kurz, flach oder überraschend, aber auch mit Nachdruck. Paul Seguin blockte dabei einmal mit dem Gesäß, was einen kurzen Aufschrei auslöste. „Hat genau den richtigen erwischt“, scherzte Leitl.

Um 15.30 Uhr ging es bereits mit einem Trainingsspiel weiter.

Josip Brekalo entpuppt sich als absoluter Glücksgriff für Hertha BSC und bleibt der Alten Dame länger erhalten: Der Vertrag des Kroaten wurde bis 2028 verlängert. „Josip hat sich seit seiner Ankunft in Berlin im Winter sofort stark mit Hertha identifiziert und war schnell ein wichtiger Baustein für unser Spiel und Team“, sagte Sportdirektor Benjamin Weber (46). „Wir freuen uns sehr, dass er sich nun eindeutig zu Hertha BSC bekannt hat und wir auch weiterhin auf seine Erfahrung und Torgefahr bauen können.“

Brekalo kam erst im Winter nach Berlin und überzeugte sofort. In elf Partien erzielte er drei Tore und bereitete zwei weitere vor. Nun dürfte der 28-Jährige eine noch bedeutendere Rolle im Berliner Spiel einnehmen. „Ich fühle mich bei Hertha direkt sehr wohl und bin hier genau richtig. Vor uns liegt eine spannende Zeit – und ich freue mich darauf, sie mitzugestalten“, sagte Brekalo in einer Vereinsmitteilung.

Nach den zahlreichen Abgängen wartet die Alte Dame zwar weiter auf den ersten Neuzugang, setzt mit der Brekalo-Verlängerung jedoch ein weiteres positives Signal. Zuvor hatte bereits der begehrte Julian Eitschberger (22) seinen Vertrag verlängert.

Tag sechs in Tirol steht an – heute wird es etwas ruhiger. Zwar trainiert Hertha, jedoch ohne Fans und Medien, denn die Einheit findet hinter verschlossenen Türen statt.

Im Vorfeld hatte Stefan Leitl nach dem Remis gegen die Sundowns in der Presse unter anderem über Transfers gesprochen. Mehr dazu im Artikel: Hertha wartet weiter auf den ersten Neuzugang, doch Leitl bleibt optimistisch: „Wir haben noch Zeit.“

Schon bald folgt die nächste Rückkehr nach Tirol: Hertha BSC hat ein weiteres Testspiel angekündigt. Am Freitag, 31. Juli, treffen die Berliner im Koasastadion St. Johann auf den 1. FC Köln. Anpfiff ist um 12 Uhr.

St. Johann liegt nur wenige Kilometer von Kitzbühel entfernt. Hertha, die noch bis Sonntag vor Ort sind, wird zu diesem Zeitpunkt allerdings schon wieder in der Hauptstadt sein. Für die Blau-Weißen dürfte dies der letzte Härtetest vor Saisonbeginn in Bochum eine Woche später sein.

Bevor die Mannschaft den Trainingsplatz erreichte, konnten sich die Fans über einen besonderen Gast freuen: Florian Niederlechner besuchte die Berliner, unterhielt sich lange mit Andrej Mijatovic sowie ehemaligen Teamkollegen wie Kevin Sessa und Luca Schuler. Auch sein ehemaliger Trainer Stefan Leitl begrüßte ihn herzlich.

Niederlechner wechselte vor einem Jahr zu 1860 München und bleibt trotz des Zwangsabstiegs den Löwen treu. Erst vor wenigen Tagen unterzeichnete der Ex-Stürmer einen Vertrag bis 2027.

Währenddessen mussten die Profis eine Fitnessrunde mit Athletiktrainer Henrik Kuchno absolvieren. Das 1:1 gegen Sundowns wurde gut weggesteckt. Alle Spieler schwitzten bei Planks, Gewichtheben und Co. – auch Linus Gechter, der gestern noch vorsichtshalber pausierte, trainierte wieder mit.

Besonders viel Spaß bereitete die Übung mit den Stangen, bei der die Spieler in Vierergruppen Memory-ähnliche Kartenkombinationen finden mussten (Bube, Dame, König, Ass/2x Karo, 2x Pik), bevor die Regeneration nach gut anderthalb Stunden endete.

Das Spiel endete 1:1 zwischen Hertha und Mamelodi Sundowns. Die Treffer erzielten Leon Jensen und Antonio Van Wyk. „Sie haben uns in allen Bereichen gefordert. Man hat gesehen, warum sie RB Leipzig geschlagen haben“, lobte Stefan Leitl nach der Partie.

„Wir haben es sehr gut gemacht, standen hoch, spielten intensiv und mutig. In der Schlussphase verteidigten wir stark und ließen wenig zu. Jetzt wollen wir etwas Frische reinbringen und mehr Selbstvertrauen im Ballbesitz entwickeln. Dann sind wir auf einem guten Weg.“

Gechter fehlte im Kader, nachdem er das Aufwärmen am Morgen aufgrund von Sehproblemen abbrechen musste.

Vor dem Anpfiff wurde eine Schweigeminute für den verstorbenen südafrikanischen WM-Teilnehmer Jayden Adams abgehalten, der im Alter von 25 Jahren tot aufgefunden wurde. Beide Teams liefen mit Trauerflor auf.

Vor dem zweiten Testspiel am Dienstag in Mondsee stand nur eine kurze Einheit auf dem Programm, da Hertha das Spiel bereits um 17 Uhr absolvieren musste. Eine lockere Übung vor dem Training hatte jedoch Folgen: Linus Gechter wurde am Kopf/ Auge getroffen und brach das weitere Training ab.

Er versuchte später noch einmal, bei einer Übung zum Verhalten bei Standards mitzumachen, brach diese jedoch ab. Sein Einsatz im Spiel gegen Mamelodi Sundowns ist offen.

Luca Schuler und Deyovaisio Zeefuik trainierten individuell und werden voraussichtlich nicht spielen.

Hertha trauert um eine Vereinslegende: Der ehemalige Kapitän Holger Brück ist am Sonntag nach langer Krankheit im Alter von 78 Jahren verstorben, teilte der Hauptstadtclub mit.

„Hertha BSC spricht der gesamten Familie in dieser schweren Zeit sein tiefes und aufrichtiges Beileid aus“, heißt es. „Wir werden sein Andenken stets bewahren. Holger Brück wird als Spieler und vor allem als Mensch für immer in unseren Herzen bleiben.“

Der frühere Verteidiger wechselte 1972 von Hessen Kassel zu Hertha, blieb neun Jahre und absolvierte insgesamt 396 Pflichtspiele, in denen ihm 39 Tore gelangen. 1981 bestritt Brück sein letztes Spiel für die Alte Dame, bevor er zu den Calgary Boomers in Kanada wechselte.

Zu den Highlights seiner Zeit in Berlin zählen die Vizemeisterschaft 1974/75, zwei DFB-Pokal-Halbfinals, das Finale im DFB-Pokal 1976/77 sowie das UEFA-Pokal-Halbfinale 1978/79.

Bewegend: Trotz seiner fortgeschrittenen Krankheit besuchte Brück den Verein im Mai 2025 anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Vizemeisterschaft 1975.

Leitl ließ seine Spieler gut über eine Stunde und zehn Minuten schwitzen: Die Mannschaft absolvierte einen Parcours, bei dem es vor allem um Abschlüsse ging. Beispielhaft: Nach zwei Zuspielen vom neuen Co-Trainer Schumacher ging es an blauen Stangen vorbei zum Torabschluss, anschließend sprinteten die Spieler zur nächsten Übung.

Auffällig war, dass Leitl bei den Kopfballübungen selbst die Flanken schlug – ebenso wie Mijatovic auf der anderen Seite.

Die WM hinterlässt auch bei Hertha Spuren: Als Schuler bei einem intensiven Trainingsspiel unglücklich landete und mit schmerzverzerrtem Gesicht liegenblieb, unterbrachen die Kollegen das Spiel. Leitl reagierte prompt mit einem klaren Statement: „Das darf nicht mehr passieren. Wenn wir liegenbleiben, sind wir in Unterzahl.“

Der Trainingsplatz wird heute nicht mehr betreten, stattdessen steht Regeneration auf dem Plan. Morgen wartet das zweite Testspiel in Österreich gegen Mamelodi Sundowns F.C. in Mondsee (17 Uhr).

Tag drei in Tirol: Stefan Leitl gestaltet den Tag etwas entspannter mit nur einer Trainingseinheit. Die gute Nachricht: Alle Spieler sind erneut an Bord.

Tag zwei in Kitzbühel ist geschafft, allerdings wurde es für Linus Gechter teuer: Nach der Nachmittagseinheit, die erneut in Gruppen stattfand, wurde beim Lattenschießen mit Deyovaisio Zeefuik heiß gekämpft – much zum Vergnügen von Niklas Kolbe und Marton Dardai.

Zeefuik zeigte sich siegessicher beim finalen Versuch aus rund 40 Metern und kündigte an, dass danach alle nach Hause könnten. Er hatte Recht: Der Ball traf die Latte, die 300 Euro waren ihm sicher.

Paul Seguin hingegen ließ sich nicht auf Spielchen ein. „Heute bin ich Messi“, scherzte der Fanliebling.

Obwohl ein Gewitter ausblieb, wurde das Training durch Regen geprägt. Die mitgereisten Fans suchten Schutz unter zwei Tribünen, während die Mannschaft 90 Minuten Vollgas gab – inklusive Sprintübungen mit Athletiktrainer Henrik Kuchno. Der Fokus lag auf Passübungen, doch Leitl zeigte sich nicht vollends zufrieden und forderte „mehr Ballbesitz und mehr Struktur.“

Positiv: Alle Spieler konnten teilnehmen, nur Zeefuik und Schuler trainierten teilweise individuell.

Auch Jelani Ndi meldete sich zurück im Training. Der Flügelspieler musste am Samstag nach einem Schlag aufs Knie pausieren und scheint das gut überwunden zu haben.

Das erste Training beginnt mit einem neuen Gesicht: Zwar steht ein Neuzugang noch aus, dafür verstärkt Andreas Schumacher als neuer Co-Trainer das Team. Der 45-Jährige war zuletzt von 2023 bis 2025 Assistenztrainer bei Magdeburg.

Schumacher übernimmt die Position von Patrick Ebert, der Hertha als Co-Trainer der U17 erhalten bleibt. „Wir sind glücklich, Andreas Schumacher mit seiner Kompetenz, Erfahrung und Expertise in der 2. Bundesliga an Bord zu haben“, erklärte Leitl. „Wir haben schnell festgestellt, dass unsere Fußballvorstellungen übereinstimmen. Ich freue mich auf den täglichen Austausch mit ihm.“

Die zweite Trainingseinheit des Tages stand ebenfalls unter Leitls Regie, der das Verhalten bei zweiten Bällen nach Standards zum Schwerpunkt machte, selbst die Flanken schlug und später auch aktiv mitlief.

Kurios: Da Hertha nur mit einem kleinen Kader angereist ist, übernahmen die beiden Teammanager kurzfristig die Rolle der Abwehrspieler. Die Mannschaft wurde in drei Gruppen aufgeteilt: eine übte Kopfbälle, eine andere Standards, und Spieler wie Kevin Sessa und Boris Lum wurden von Leitl trainiert.

Nach der Schrecksekunde am Vormittag blieb Jelani Ndi erwartungsgemäß im Hotel. Marten Winkler kehrte aufs Training zurück, konzentrierte sich jedoch auf individuelles Training. Auch Schuler, Zeefuik und Hildebrandt konnten noch nicht vollständig mit der Mannschaft mitziehen.

Frustrierend verlief das Training für Torhüter Marius Gersbeck. Beim Extra-Torschusstraining ließ Kevin Sessa ihn eine Serie von Treffern hinnehmen.

„Vielleicht ist das zu nah für dich“, scherzte der Doppeltorschütze, machte dann einige Schritte zurück – und traf erneut.

Das Ersatztraining neigte sich dem Ende zu, als Jelani Ndi beim Fünf-gegen-fünf abbrechen musste. Mit bandagiertem Knie verließ der Youngster den Platz. Spieler und Betreuer waren besorgt. Wie lange Ndi ausfällt, ist derzeit unklar.

Ausgerechnet Ndi: Im April letzten Jahres riss er sich das Kreuzband und fiel die gesamte vergangene Saison aus. Während der Vorbereitung konnte das Talent durchaus aufzeigen, besonders beim gestrigen Test, als er den 3:2-Siegtreffer erzielte. Hoffnung macht, dass diesmal das andere Knie betroffen ist.

Positive Nachrichten gab es dennoch: Während Spieler mit den meisten Einsätzen wie Sessa laufen gingen, trainierte Boris Lum nach seiner erfolgreichen U19-EM-Rückkehr wieder mit. Auch Schuler, Zeefuik und Hildebrandt standen auf dem Platz, absolvierten jedoch individuelles Programm.

Für die Profis bleibt keine lange Pause: Um 16.30 Uhr geht es weiter.

Der erste Trainingstag verlief locker. Bis auf Marten Winkler, der individuell trainierte, waren alle Spieler fit. Das bedeutet Entwarnung für das angeschlagene Trio Gechter, Grothe und Winkler, die alle beim Test gegen WSG Tirol (3:2) ausgewechselt werden mussten.

Zum Aufwärmen brauchten sich die Hertha-Stars kaum: Bereits mit dem Fahrrad trafen sie zum Training ein, angeführt von Doppelpacker Kevin Sessa.

Hertha siegte auch im vierten Testspiel, gewann 3:2 gegen die WSG Tirol. Allerdings überschattete eine Kopfverletzung das Spiel: In der 88. Minute kam es zu einer Kollision zwischen David Jaunegg und Kian Todorovic an der Mittellinie. Sofort griffen die Mannschaftsärzte ein, Todorovic musste ausgewechselt werden.

Auch der Mannschaftsarzt half bei der Behandlung. Der Spieler wurde mit Halskrause und Trage vom Feld gebracht. Der Schiedsrichter beendete das Spiel ohne Nachspielzeit. „Das sah wirklich dramatisch aus“, sagte Leitl (48) anschließend und wünschte schnelle Genesung: „Ich hoffe, dass nichts Schlimmes passiert ist.“

Mit einem überschaubaren 26-Mann-Kader reiste Hertha nach Österreich. Überraschungen blieben aus: Auch Luca Schuler (26) und Deyovaisio Zeefuik (27), der sich im Mai am Oberschenkel verletzte, sind dabei.

Für den abgewanderten Tjark Ernst kam Burak Özkanlı (19) neu hinzu. Der Nachwuchskeeper unterschrieb erst im Mai seinen ersten Profivertrag und wird mit einem Tag Verzögerung zum Team stoßen.

Der erste Neuzugang lässt weiter auf sich warten, doch es gibt gute Nachrichten: Julian Eitschberger (22) verlängerte seinen Vertrag bis 2029. Im Winter wollte der Rechtsverteidiger wegen fehlender Spielzeit noch wechseln, galt auch in dieser Transferperiode als potenzieller Abgang. Nun ist klar: Das Eigengewächs bleibt!

„Eitschberger hat sich in den letzten Jahren durch seinen Ehrgeiz, seine Einsatzbereitschaft und seine stetige Weiterentwicklung ausgezeichnet und zeigt großes Potenzial. Wir freuen uns, dass er sich mit seiner Verlängerung klar zu uns bekennt und unsere gemeinsame Reise fortsetzt“, so Sportdirektor Benjamin Weber (46).

In der vergangenen Saison absolvierte der 22-Jährige nach zwei Leihen insgesamt 28 Einsätze. Durch den Umbruch winkt nun noch mehr Spielzeit. „Den Traum, bei Hertha Profi zu werden, habe ich mir bereits erfüllt. Jetzt möchte ich meinen Weg in diesem Trikot fortsetzen, mich einbringen und Verantwortung übernehmen. Darauf freue ich mich sehr und werde weiter Vollgas geben“, erklärte Eitschberger in einer Vereinsmitteilung.

Herzlich willkommen zum TAG24-Trainingslager-Blog von Hertha BSC. Beide Parteien befinden sich noch auf der Anreise in die Alpen – inklusive Bahnverspätung, natürlich.

Viel Zeit zum Koffer auspacken bleibt den Hertha-Profis nicht: Kaum angekommen, steht bereits das erste Testspiel an. Am Abend um 18.30 Uhr trifft die Alte Dame auf WSG Tirol. Das erste Training folgt dann am Samstag.