Hertha im Trainingslager: Entwarnung bei Christensen – Letzte Einheit absolviert
Kitzbühel – Der Endspurt in Österreich läuft! Noch bis zum Sonntag, den 26. Juli, bereitet sich Hertha BSC im Trainingslager in Kitzbühel intensiv auf die neue Saison vor.
Der erste Testlauf verlief bereits erfolgreich. Im Spiel gegen die WSG Tirol feierte Hertha einen knappen 3:2-Sieg.
Auch der anspruchsvolle Vergleich in Mondsee wurde von der „Alten Dame“ gemeistert. Gegen den südafrikanischen Erstligisten Mamelodi Sundowns F.C. erzielte der Hauptstadtklub ein 1:1 und bleibt somit in der Vorbereitung ungeschlagen.
Kurz vor der Abreise gab es zudem positive Nachrichten: Mit Oluwaseun Adewumi (21) wurde der erste Neuzugang verpflichtet.
TAG24 berichtet live vom Trainingslager und informiert Euch im Ticker fortlaufend.
Beim internen Testspiel blieb Neuzugang Oluwaseun Adewumi (21) zunächst außen vor und trainierte separat mit Athletiktrainer Hendrik Vieth. Heute jedoch konnte Stefan Leitl seinen Neuen erstmals teilweise im Mannschaftstraining beobachten, als Adewumi mit den anderen Spielern auf dem Platz arbeitete.
Während der Großteil der Mannschaft wegen der Hitze laufen ging, absolvierte der Offensivspieler gemeinsam mit den Nachwuchstalenten Kian Todorovic, Jelani Ndi, Niklas Hildebrandt, Janne Berner und Torwart Burak Özkanli spezielle Übungen auf dem Rasen. Zunächst wurden Passkombinationen trainiert, bevor es um Abschlusstechniken ging.
Nach gut einer Stunde endete die vorerst letzte Trainingseinheit in Kitzbühel, die mit einigen individuellen Läufen des Sturmtalents Hildebrandt abschloss. Morgen reist das Team zurück nach Berlin.
Der Aufenthalt in Tirol wird kurz sein. Bereits am Freitag kehrt der Zweitligist für ein Testspiel gegen den 1. FC Köln (in St. Johann) wieder zurück.
Die größten Befürchtungen haben sich zum Glück nicht bestätigt: Gustav Christensen verpasste zwar die letzte Einheit im Trainingslager, allerdings konnte Entwarnung gegeben werden. Er zog sich „nur“ eine Schulterprellung zu.
Der Däne war im gestrigen internen Testspiel unglücklich nach einem Zweikampf mit Deyovaisio Zeefuik zu Boden gegangen. „Es sah wirklich schlimm aus, das muss man ehrlich zugeben“, erklärte Stefan Leitl danach. Umso erleichterter zeigte er sich, dass keine schwerere Verletzung vorliegt.
Tag acht steht ganz im Zeichen des Jubiläums – allerdings nicht wegen des kommenden Saisonstarts oder der anstrengenden Einheit, sondern weil Hertha BSC heute Geburtstag feiert. Mit stolzen 134 Jahren gerechtfertigt die „Alte Dame“ ihren Beinamen.
Bevor jedoch die Koffer gepackt werden, ruft Stefan Leitl heute um 16:30 Uhr zum vorerst letzten Training auf dem Tiroler Rasen.
Deyovaisio Zeefuik kehrt nach fast drei Monaten Pause zurück – wie gewohnt mit vollem Einsatz. Dabei räumte der Niederländer in einem Zweikampf Gustav Christensen nahe der Seitenlinie ab. Zwar war der Einsatz keine absichtliche Grätsche, dennoch hatte dieser Zweikampf Folgen: Christensen fiel unglücklich auf die Schulter und konnte nicht mehr weitermachen. Eine genaue Diagnose steht noch aus, ein Ausfall ist jedoch möglich.
„Es sah wirklich heftig aus, das muss man ehrlich sagen“, kommentierte Leitl. „Er hat starke Schmerzen und ist inzwischen auf dem Weg ins Krankenhaus. Wir hoffen sehr, dass es nicht schlimmer ist.“
Torwart Konstantin Heide ist derweil schon abgereist. Vormittags nahm er noch am Training teil, fehlte jedoch am Nachmittag beim letzten Härtetest. Ursache dafür ist seine Einberufung für die U23-Partie am Samstag in der Regionalliga gegen Chemnitz, bei der er im Tor stehen wird.
Zum Abschluss stand ein letztes intensives Trainingsspiel an, bei dem Hertha gegen sich selbst antrat. Nach 90 Minuten intensiver Duelle lautete das Ergebnis 4:2 (0:0).
Luca Schuler brachte das Heimteam kurz nach der Pause in Führung. Für Stefan Leitl sicherlich erfreulich, denn der Angreifer konnte bislang nur teilweise am Training teilnehmen und meldet sich mit einem Doppelpack eindrucksvoll zurück.
Auch Deyovaisio Zeefuik feierte sein Comeback – mit Folgen für Gustav Christensen. Nach einem intensiven Zweikampf schickte der Rechtsverteidiger in der zweiten Halbzeit den ebenfalls eingewechselten Christensen zu Boden, der dabei unglücklich auf die Schulter fiel. Trotz eines erneuten Versuchs musste der Däne das Feld verlassen.
Vorher hatte Thorsteinsson für das Auswärtsteam ausgeglichen und später erneut zugeschlagen: Aus rund 25 Metern traf der Isländer mit einem Traumtor ins obere Eck zum 2:2.
Der Tag gehörte den Doppelpack-Schützen: Wieder war Schuler zur Stelle, als er nach Vorlage von Leon Jensen den Ball geschickt abschirmte, sich drehte und zum Torerfolg traf.
Fast hätte Thorsteinsson sogar noch einen weiteren spektakulären Treffer erzielt. Sein Schuss aus etwa 35 Metern verfehlte den Kasten nur knapp. Doch das letzte Wort hatten die von Andrej Mijatovic trainierten Heimspieler (Andreas Schumacher betreute währenddessen das Auswärtsteam).
In der Schlussphase bestrafte Kevin Sessa einen Fehler von Pascal Klemens und Mayson Grothe machte mit dem 4:2-Endstand alles klar.
Beim anschließenden Elfmeterschießen hatten die beiden Doppeltorschützen weniger Glück. Sowohl Thorsteinsson als auch Schuler scheiterten vom Punkt. Gersbeck und Goller konnten jeweils drei Elfmeter halten und verwandelten ihre eigenen sicher, weshalb Trainer Leitl auf die zweite Runde verzichtete. Das Spiel endete dementsprechend unentschieden.
Die Aufstellungen lauteten:
Hertha im Heimtrikot: Gersbeck – Eitschberger, Gechter, Diallo, Grothe – Lum, Sessa – Winkler, Jensen, Brekalo – Hildebrandt
Hertha im Auswärtstrikot: Goller – Berner, Klemens, Dardai, Kolbe – Seguin, Telib – Todorovic, Gouram, Thorsteinsson – Grönning
Nun hat auch Hertha den ersten Neuzugang offiziell vorgestellt. Von Burnley wurde Oluwaseun Adewumi (21) bis zum Saisonende ausgeliehen. Der Österreicher wird künftig die Rückennummer 19 tragen.
„Trotz seines jungen Alters bringt er bereits Erfahrungen aus verschiedenen Wettbewerben mit und ist in der Offensive flexibel einsetzbar. Seine Vielseitigkeit, Schnelligkeit und Dynamik werden unserem Spiel guttun“, zeigte sich Sportdirektor Benjamin Weber begeistert.
Der österreichische U21-Nationalspieler ist bereits mit im Trainingslager in Tirol, fehlte jedoch beim internen Testspiel und trainierte individuell in der Nähe des Spielfelds.
Weitere Informationen gibt es im Beitrag: „Erster Neuzugang da: Hertha BSC verpflichtet dribbelstarken Flitzer aus England“
Die nicht öffentliche Trainingseinheit meisterten die Hertha-Profis gut. Am Freitag standen Stefan Leitl erneut alle 24 Feldspieler sowie vier Torhüter zur Verfügung.
Der Schwerpunkt lag diesmal auf Standardsituationen – ein Bereich, in dem nach dem 1:1 gegen Sundowns noch Verbesserungsbedarf gesehen wurde. Die Mannschaft wurde in zwei Gruppen aufgeteilt (Offensiv- und Defensivtraining), in denen verschiedene Varianten wie lange oder kurze, flache oder überraschende und auch schmerzhafte Ausführungen geübt wurden. Einmal blockte Paul Seguin mit dem Gesäß ab – begleitet von einem kurzen Aufschrei. „Hat genau den richtigen erwischt“, scherzte Leitl.
Um 15:30 Uhr folgt bereits der nächste Trainingsspielgegner.
Josip Brekalo ist bislang ein echter Glücksgriff für Hertha BSC und bleibt dem Klub langfristig erhalten: Der Flügelspieler verlängerte seinen Vertrag bis 2028. „Seit seiner Ankunft im Winter hat sich Josip sofort mit Hertha identifiziert und war ein wichtiger Bestandteil unseres Spiels und der Mannschaft“, sagte Sportdirektor Benjamin Weber (46). „Wir sind sehr glücklich, dass er sich nun klar für Hertha entschieden hat und wir auch künftig auf seine Erfahrung und Torgefahr bauen können.“
Brekalo wechselte erst im Winter nach Berlin und beeindruckte sofort. In elf Spielen erzielte der Kroate drei Treffer und bereitete zwei weitere vor. Nun dürfte der 28-Jährige eine noch größere Rolle im Berliner Spiel einnehmen. „Ich fühle mich bei Hertha sehr wohl und bin hier genau am richtigen Platz. Es wartet eine spannende Zeit auf uns, und ich freue mich darauf, diese aktiv mitzugestalten“, erklärte Brekalo in der Vereinsmitteilung.
Nach zahlreichen Abgängen setzt die „Alte Dame“ mit der Vertragsverlängerung von Brekalo ein weiteres positives Zeichen. Zuvor hatte auch der umworbene Julian Eitschberger (22) seinen Vertrag verlängert.
Tag sechs in Tirol verlief etwas ruhiger. Zwar wurde trainiert, allerdings ohne Zuschauer und Medien – die Einheit fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Vorab hatte Stefan Leitl bei einer Pressekonferenz nach dem Remis gegen Sundowns unter anderem zur Transferlage Stellung genommen. Mehr dazu im Artikel: „Hertha wartet weiter auf ersten Neuzugang, bleibt aber optimistisch: ‚Wir haben noch Zeit‘“
Eine schnelle Rückkehr nach Tirol steht bevor: Hertha BSC hat das nächste Testspiel festgelegt. Am Freitag, den 31. Juli, treffen die Berliner um 12 Uhr im Koasastadion St. Johann auf den 1. FC Köln.
St. Johann liegt nur wenige Kilometer von Kitzbühel entfernt. Hertha wird zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits wieder in der Hauptstadt sein. Für die Blau-Weißen ist dies wahrscheinlich der letzte Vorbereitungstest vor dem Start der Zweitligasaison eine Woche später in Bochum.
Bevor das Team den Trainingsplatz erreichte, gab es für Hertha-Fans eine Überraschung: Florian Niederlechner schaute unerwartet vorbei, unterhielt sich ausgiebig mit Trainer Andrej Mijatovic sowie seinen ehemaligen Mannschaftskollegen Kevin Sessa, Luca Schuler und weiteren. Auch Ex-Coach Stefan Leitl begrüßte ihn herzlich.
Niederlechner war vor einem Jahr zum TSV 1860 München gewechselt und bleibt trotz des Zwangsabstiegs bei den Löwen. Erst vor wenigen Tagen unterzeichnete der ehemalige Stürmer einen Vertrag bis 2027.
Die Profis mussten unterdessen einen anspruchsvollen Fitnesszirkel von Athletiktrainer Henrik Kuchno absolvieren. Das 1:1 gegen Sundowns haben sie gut weggesteckt. Alle Spieler schwitzten bei Übungen wie Planks und Gewichtheben – auch Linus Gechter, der am Vortag vorsichtshalber pausiert hatte, war wieder mit dabei.
Großen Spaß bereitete eine weitere Übung: In Vierergruppen mussten die Spieler ähnlich wie beim Memory Spiel verschiedene Karten (Bube, Dame, König, Ass / 2x Karo, 2x Pik) finden, während sie an Stangen vorbeiliefen. Nach gut eineinhalb Stunden endete die Regenerationseinheit.
Das Spiel gegen Mamelodi Sundowns endete mit einem 1:1-Unentschieden. Die Treffer erzielten Leon Jensen für Hertha und Antonio Van Wyk für die Südafrikaner. „Sie haben uns in allen Bereichen herausgefordert. Man hat gesehen, weshalb sie RB Leipzig besiegt haben“, zog Stefan Leitl nach dem Match ein positives Fazit.
„Wir haben sehr gut gespielt, standen hoch, waren intensiv und mutig. In der Schlussphase verteidigten wir solide und ließen wenig zu. Jetzt werden wir etwas Frische reinbringen und mehr Selbstvertrauen im Ballbesitz tanken. So sind wir auf einem guten Weg.“
Linus Gechter fehlte im Kader, nachdem er das Aufwärmen am Vormittag aufgrund von Sehproblemen abbrechen musste.
Vor dem Anpfiff wurde eine Schweigeminute eingelegt, um an den verstorbenen südafrikanischen WM-Teilnehmer Jayden Adams zu gedenken, der im Alter von 25 Jahren tot aufgefunden wurde. Beide Teams traten mit Trauerflor an.
Am Dienstagvormittag gab es vor dem zweiten Test in Mondsee nur eine kurze Einheit. Zu Beginn wurde eine spaßige Übung absolviert, die jedoch Folgen hatte: Linus Gechter wurde am Kopf bzw. Auge von einem Ball getroffen und verließ die Einheit vorzeitig.
Der Abwehrspieler versuchte noch, bei einer weiteren Übung zum Verhalten bei Standards mitzuwirken, brach das Training jedoch ab. Sein Einsatz gegen Mamelodi Sundowns ist daher fraglich.
Luca Schuler und Deyovaisio Zeefuik trainierten individuell und standen für den Einsatz noch nicht zur Verfügung.
Hertha trauert um eine Vereinslegende: Der ehemalige Kapitän Holger Brück ist am Sonntag nach langer Krankheit im Alter von 78 Jahren verstorben, teilte der Hauptstadtclub mit.
„Hertha BSC spricht der gesamten Familie in dieser schweren Zeit sein tief empfundenes und aufrichtiges Beileid aus“, heißt es in der Mitteilung. „Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. Holger Brück wird als Spieler und vor allem als Mensch immer einen besonderen Platz in unseren Herzen behalten.“
Der frühere Verteidiger wechselte 1972 von Hessen Kassel zu Hertha BSC, blieb neun Jahre bei der „Alten Dame“ und absolvierte insgesamt 396 Pflichtspiele, in denen er 39 Tore erzielte. 1981 bestritt Brück sein letztes Spiel für Hertha, bevor er nach Kanada zu den Calgary Boomers wechselte.
Zu seinen Highlights zählen unter anderem die Vizemeisterschaft 1974/75, zwei Halbfinalteilnahmen im DFB-Pokal, das Finale im Pokal 1976/77 sowie das UEFA-Pokal-Halbfinale 1978/79.
Bewegt: Trotz seiner Krankheit besuchte Brück im Mai 2025 anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Vizemeisterschaft 1975 den Klub.
Eine Stunde und zehn Minuten lang ließ Stefan Leitl seine Spieler intensiv arbeiten. Die Mannschaft absolvierte zunächst einen kleinen Parcours, bei dem am Ende möglichst viele Tore erzielt werden sollten. Zum Beispiel ging es bei zwei Zuspielen von Co-Trainer Andreas Schumacher vorbei an blauen Hürden, bevor der Abschluss gesucht wurde. Danach folgte ein Sprint zur nächsten Übung.
Bemerkenswert: Beim Kopfballtraining schlug Leitl erneut selbst die Flanken – ebenso wie Mijatovic auf der gegenüberliegenden Seite.
Die WM hat auch bei Hertha ihre Spuren hinterlassen: Als Luca Schuler beim intensiven Trainingsspiel unglücklich landete und mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen blieb, unterbrachen seine Mitspieler das Spiel. Daraufhin erging vom Trainer eine klare Ansage: „Das darf nicht mehr passieren. Wenn wir liegen bleiben, sind wir in Unterzahl.“
Auf den Trainingsplatz geht es heute nicht mehr. Stattdessen steht eine Regenerationseinheit an. Morgen bestreiten die Berliner dann den zweiten Test in Österreich gegen Mamelodi Sundowns F.C. in Mondsee um 17 Uhr.
Tag drei in Tirol: Stefan Leitl plant heute eine entspanntere Einheit mit nur einer Trainingseinheit. Die gute Nachricht: Alle Spieler sind erneut an Bord.
Tag zwei in Kitzbühel ist geschafft – für Linus Gechter endete er jedoch unschön. Nach dem Training in Gruppen gab es ein spannendes Lattenschießen mit Deyovaisio Zeefuik, sehr zum Vergnügen von Niklas Kolbe und Marton Dardai.
Zeefuik kündigte beim letzten Versuch aus circa 40 Metern an, dass danach alle nach Hause gehen könnten – und behielt Recht. Der Ball klatschte an die Latte, 300 Euro waren ihm sicher.
Paul Seguin ließ sich nicht auf das Spiel ein und schmunzelte stattdessen: „Heute bin ich Messi.“
Obwohl Hertha vom Gewitter verschont blieb, war es eine nasse Einheit. Während die mitgereisten Fans Schutz unter zwei Tribünen suchten, arbeiteten die Spieler 90 Minuten lang hart – inklusive abschließender Sprintübungen mit Athletiktrainer Henrik Kuchno. Der Fokus lag vor allem auf Passübungen. Stefan Leitl wirkte jedoch nicht komplett zufrieden: „Mehr Ballbesitz, mehr Struktur“ forderte er.
Erfreulich: Alle konnten teilnehmen. Lediglich Deyovaisio Zeefuik und Luca Schuler arbeiteten teilweise individuell.
Das bedeutet auch: Jelani Ndi war wieder voll mit dabei. Der Flügelflitzer musste am Samstag wegen eines Schlag aufs Knie das Training abbrechen, hat die Verletzung offenbar gut überstanden.
Das erste Training verlief mit einem neuen Gesicht: Zwar gibt es noch keinen weiteren Neuzugang, dafür aber einen neuen Co-Trainer. Andreas Schumacher verstärkt ab sofort das Trainerteam. Der 45-Jährige war von 2023 bis 2025 Assistenzcoach bei Magdeburg.
Schumacher ersetzt Patrick Ebert, der weiterhin als Co-Trainer der U17 bei Hertha tätig bleibt. „Wir freuen uns, Andreas Schumacher mit seiner Kompetenz und Erfahrung in der 2. Bundesliga bei uns zu haben“, sagte Leitl. „Er hat auf fast allen Altersstufen und in verschiedensten Rollen gearbeitet. In unseren Gesprächen haben wir schnell festgestellt, dass unsere Vorstellungen vom Fußball übereinstimmen. Ich freue mich sehr auf den täglichen Austausch mit ihm.“
Die zweite Einheit des Tages stand ganz im Zeichen von Stefan Leitl. Der Chefcoach machte das Verhalten beim zweiten Ball nach Standards zur Chefsache, schlug selbst die Flanken und mischte als Anläufer mit.
Kurios: Da Hertha nur mit einem kleinen Kader angereist ist, übernahmen die beiden Teammanager kurzfristig die Positionen der fehlenden Abwehrspieler. Zuvor waren die Spieler in drei Gruppen aufgeteilt: Eine trainierte Kopfballspiel, eine Standardsituationen und Kevin Sessa, Boris Lum und Kollegen mussten sich mit Leitl auseinandersetzen.
Jelani Ndi blieb nach der Schrecksekunde am Vormittag erwartungsgemäß im Hotel. Marten Winkler kehrte zurück auf den Trainingsplatz, trainierte aber individuell. Auch Luca Schuler, Deyovaisio Zeefuik und Niklas Hildebrandt konnten noch nicht vollständig mit der Mannschaft trainieren.
Für Keeper Marius Gersbeck wurde das Training am Ende etwas frustrierend, denn beim Extraschießen zeigte Kevin Sessa seine Abschlussstärke und erzielte einen Treffer nach dem anderen.
„Vielleicht ist es ein bisschen zu nah für dich“, witzelte der Doppelpacker, trat einen Schritt zurück und traf erneut.
Fast am Ende des Trainings kam es beim Fünf-gegen-fünf zu einem Zwischenfall: Jelani Ndi musste mit einem bandagierten Knie die Einheit abbrechen und den Platz verlassen. Staff und Mitspieler wollten danach wissen, was passiert ist. Wie lange Ndi ausfällt, ist noch unklar.
Ausgerechnet Ndi: Im April letzten Jahres riss sich der Flügelflitzer das Kreuzband und fiel die gesamte vergangene Saison aus. In der Vorbereitung zeigte das Top-Talent wieder sein Potenzial – vor allem beim gestrigen Testspiel, als er das 3:2-Siegtor erzielte. Ein Hoffnungsschimmer: Diesmal ist das andere Knie betroffen.
Es gab aber auch positive Neuigkeiten vom Platz: Während Spieler mit viel Belastung wie Kevin Sessa laufen gingen, trainierte Boris Lum nach seiner erfolgreichen U19-EM wieder mit. Auch die zuletzt verletzten Luca Schuler, Deyovaisio Zeefuik und Niklas Hildebrandt waren auf dem Platz, allerdings noch getrennt von der Mannschaft.
Für die Profis bleibt kaum Zeit zum Durchatmen. Um 16:30 Uhr steht die nächste Einheit auf dem Programm.
Ein lockerer Start in Tag eins: Bis auf Marten Winkler, der individuell trainierte, waren alle Spieler dabei. Das bedeutete Entwarnung für das Trio Gechter, Grothe und Winkler, die beim Testspiel gegen WSG Tirol (3:2) noch ausgewechselt werden mussten.
Zum Aufwärmen mussten sich die Spieler kaum anstrengen, da sie bereits mit dem Fahrrad zum Training angereist waren – angeführt von Doppelpacker Kevin Sessa.
Hertha gewann auch den vierten Test gegen WSG Tirol mit 3:2. Der Test wurde jedoch von einer Kopfverletzung überschattet: In der 88. Minute prallten David Jaunegg und Herthas Kian Todorovic nahe der Mittellinie heftig zusammen. Sofort wurde die Behandlung durch die Mannschaftsärzte eingeleitet.
Mit Halskrause und Trage wurde Todorovic vom Spielfeld gebracht, während der Schiedsrichter das Spiel beendete und auf Nachspielzeit verzichtete. „Das sah wirklich dramatisch aus“, sagte Stefan Leitl (48) anschließend und wünschte schnelle Genesung: „Ich hoffe, dass nichts Ernstes passiert ist.“
Mit einem überschaubaren Kader von 26 Spielern reist Hertha nach Österreich. Überraschungen gab es keine, auch der zuletzt angeschlagene Luca Schuler (26) sowie Deyovaisio Zeefuik (27), der sich im Mai eine Oberschenkelverletzung zugezogen hatte, sind mit dabei.
Für den abgewanderten Tjark Ernst rückt Nachwuchskeeper Burak Özkanlı (19) nach. Der junge Torwart hatte im Mai seinen ersten Profivertrag unterschrieben und stößt mit einem Tag Verspätung zum Team.
Der erste große Neuzugang lässt noch auf sich warten, doch es gibt auch gute Nachrichten: Julian Eitschberger (22) hat seinen Vertrag bis 2029 verlängert. Im Winter hatte der Rechtsverteidiger noch einen Abgang erwogen, da seine Einsatzzeiten begrenzt waren. Auch in dieser Transferperiode wurde er als möglicher Abgang gehandelt. Jetzt steht fest: Das Eigengewächs bleibt!
„Eitschi hat sich in den vergangenen Jahren durch seinen Ehrgeiz und seine Einsatzbereitschaft kontinuierlich weiterentwickelt und gezeigt, dass er großes Potenzial besitzt. Wir freuen uns sehr, dass er sich mit der Verlängerung klar zu uns bekennt und wir unsere gemeinsame Reise fortsetzen können“, so Sportdirektor Benjamin Weber (46).
In der vergangenen Saison kam der 22-Jährige nach zwei Leihstationen auf insgesamt 28 Einsätze. Durch den großen Umbruch im Kader winkt nun mehr Spielzeit. „Den Traum, bei Hertha Profi zu werden, habe ich mir bereits erfüllt. Jetzt möchte ich meinen Weg in diesem Trikot fortsetzen, mich einbringen und Verantwortung übernehmen. Darauf freue ich mich und werde weiter Vollgas geben“, sagte Eitschberger in der Vereinsmitteilung.
Herzlich willkommen zum TAG24-Trainingslager-Blog von Hertha BSC! Beide Teams sind noch auf der Anfahrt in die Alpen – inklusive Bahnverspätung, natürlich.
Viel Zeit zum Auspacken bleibt den Spielern nicht, denn kaum in Österreich angekommen, steht das erste Testspiel an. Um 18:30 Uhr trifft die „Alte Dame“ auf die WSG Tirol. Das erste Training findet am Samstag statt.