Hertha ringt mit Saarbrücken-Fluch: Nachfolger steht fest – doch wer ersetzt Winkler?
Berlin – Das ging schnell: Am Montag verließ Marten Winkler (23) den Verein in Richtung Belgien, und bereits am Donnerstag stellte Hertha BSC seinen Nachfolger vor. Die Leihgabe aus Leverkusen, Farid Alfa-Ruprecht (20), soll die entstandene Lücke schließen.
Der flinke Außenbahnspieler könnte bereits am Samstag sein erstes Spiel für Hertha bestreiten. Alfa-Ruprecht wird im Kader gegen Saarbrücken stehen, ein Platz in der Startformation ist aufgrund der wenigen gemeinsamen Trainingseinheiten vor der ersten Pokalrunde jedoch noch unwahrscheinlich.
„Er ist ein äußerst vielversprechender, hochtalentierter junger Spieler, den wir nun weiterentwickeln wollen. Ich hoffe sehr, dass er seine Fähigkeiten zeigen kann“, so Leitl. Ein direkter Ersatz für Winkler ist der ehemalige Bochumer allerdings nicht. „Er ist ein anderer Spielertyp als Matte. Farid ist eher der klassische Außenstürmer.“
Mit dem Abgang von Winkler verliert Hertha erneut einen wichtigen Leistungsträger, dessen Ausfall es zu kompensieren gilt. Neben Alfa-Ruprecht stehen Leitl noch weitere Optionen zur Verfügung: Jon Dagur Thorsteinsson (27), Oluwaseun Adewumi (21) und das Talent Jelani Ndi (19).
Jon Dagur Thorsteinsson wäre die erfahrene und geradlinige Lösung. Er zeigte sich bereits in der Vorbereitung auffällig, wurde in den ersten zwei Ligaspielen jeweils eingewechselt, hat seit seinem Wechsel nach Berlin jedoch noch auf den endgültigen Durchbruch gewartet.
Das beste Argument für einen Einsatz lieferte jedoch Adewumi. Der Neuzugang ist mit seiner Schnelligkeit prädestiniert für den Flügel. Gegen Heidenheim erzielte die Leihgabe von Burnley prompt ihr erstes Tor: „Ich sehe ihn zwar noch nicht bei 100 Prozent, aber er kann schon 60 bis 70 Minuten spielen. Wir werden weiter mit ihm arbeiten und hoffen, dass er gesund bleibt und sein Talent sowie seine Qualität so zeigen kann wie am Samstag.“
Eventuell wird er schon in der Startelf stehen. Feststeht bereits: Es wird die einzige Änderung in der Mannschaft sein. Leitl setzt auch in Saarbrücken auf die Elf, die schon in Bochum und Heidenheim (bis auf Winkler) überzeugte. Am Samstag (15.30 Uhr/RTL/Sky) erwartet Hertha jedoch ein harter Prüfstein. Der Drittligist hat im Pokal bereits mehrfach seine Stärke demonstriert, erreichte 2024 das Halbfinale und startete wie Hertha mit zwei Siegen in die neue Saison.
„Saarbrücken ist eine enorm schwere Aufgabe, wir treffen auf einen vermeintlichen Zweitligisten“, erklärte Leitl. „Es wird ein 50:50-Spiel. Die Mannschaft, die weniger Fehler macht, wird weiterkommen.“
Ein schlechtes Omen bleibt bestehen: In Saarbrücken hat Hertha bisher noch nie gewinnen können. In neun Auswärtsspielen gab es nur drei Unentschieden, die restlichen sechs Begegnungen gingen verloren.