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Volle Kraft voraus zum Rekord: Hertha BSC strebt dritten Sieg als perfektes Geschenk an

Berlin – Der Saisonstart von Hertha BSC könnte kaum besser laufen: Nach zwei Erfolgen in der 2. Bundesliga gelang den Berlinern auch im DFB-Pokal ein dritter, wenn auch hart umkämpfter Sieg.

Am Freitagabend (18.30 Uhr/Sky) möchten die Hauptstädter diese Serie beim Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig fortsetzen und mit dem dritten Ligaerfolg in Folge ihren Platz in der Spitzengruppe festigen.

Erst zweimal in der Vereinsgeschichte – in den Spielzeiten 1970/71 und 2016/17 unter der Leitung von Hertha-Ikone Pal Dardai (50) – gelangen der „Alten Dame“ drei Siege zum Saisonstart. Ein vierter Sieg am Anfang der Spielzeit ist den Blau-Weißen bisher noch nicht gelungen.

Der dritte Erfolg hintereinander wäre zudem ein ideales Geburtstagsgeschenk für Cheftrainer Stefan Leitl (48), der am Samstag seinen Ehrentag feiert. „Wir wollen nicht vom Gas gehen, sondern weiter auf hohem Niveau spielen“, betonte der Coach bei der Pressekonferenz vor dem Duell im Eintracht-Stadion.

Die Braunschweiger Löwen starteten mit einem beeindruckenden 6:1-Auswärtssieg beim 1. FC Magdeburg in die neue Saison, mussten danach aber zwei Niederlagen zuhause gegen den VfL Bochum sowie im Pokal gegen Herthas Lokalrivalen Union Berlin hinnehmen.

Von dieser Heimschwäche will der Berliner Klub profitieren, auch wenn Leitl seinen kommenden Gegner, den er am vergangenen Sonntag live im Stadion beobachtet hat, keineswegs unterschätzt.

„Es handelt sich um ein Team, das sehr aktiv agiert, viel Tempo über die Außenbahnen entwickelt und nach Ballgewinn schnell in die Spitze spielt“, analysierte der Hertha-Trainer vor dem Spiel.

Im Pokalduell führte Braunschweig zweimal und hielt lange Zeit gut mit den Eisernen mit, die erst nach zwei Eckstößen ausgleichen konnten und am Ende mit etwas Glück die Partie für sich entschieden.

Allerdings muss Leitl in Braunschweig auf einen wichtigen Spieler verzichten: Deyovaisio Zeefuik (28) erhielt beim 4:1 gegen den 1. FC Heidenheim eine völlig vermeidbare rote Karte und wurde vom DFB für zwei Ligaspiele gesperrt.

Für ihn könnte Neuzugang Mads Pedersen (29) von Beginn an auflaufen, auch wenn der Trainer dies noch nicht offiziell bestätigt hat. Der Däne sei „grundsätzlich in guter Verfassung“, so Leitl.

„Er ist genau der Spielertyp, den wir gesucht haben: ein offensiver Außenverteidiger mit hoher Dynamik auf der Linie und einer gewissen Torgefahr“, zeigte sich der Chefcoach begeistert.

Außerdem übernimmt der erfahrene Pedersen abseits des Spielfelds eine wichtige Rolle, wie Leitl verriet: Er soll als Mentor für das Nachwuchstalent Mayson Grothe (17) fungieren.

Tabelle der 2. Bundesliga

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Zweitliga-Meister und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf, ebenso der Zweitplatzierte. Der Drittplatzierte spielt in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.