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Hertha an der Spitze, doch Leitl warnt: „Es darf nicht sein, dass wir so viele Gegentore nach Standards kassieren“

Berlin – Vier Erfolge aus ebenso vielen Partien, 12 Zähler auf dem Konto und die Tabellenführung – einen solchen Saisonstart hat Hertha BSC bislang noch nie hingelegt.

Auch in der Spielzeit 2012/2013, als die Berliner zuletzt eine starke Serie hinlegten, standen sie zu diesem Zeitpunkt nicht besser da.

Dass die Hertha-Profis aktuell ganz oben rangieren, war allerdings nur mit großem Einsatz möglich. Magdeburg war keineswegs die schwächere Mannschaft, forderte den Berlinern alles ab und offenbarte eine altbekannte Schwachstelle: die Verletzlichkeit bei Standardsituationen.

Das 1:1 markierte bereits das dritte Gegentor nach einem ruhenden Ball. Auch Trainer Stefan Leitl (49) machte deutlich, wo der Schuh drückt. „Da müssen wir uns verbessern. Punkt. Es ist nicht akzeptabel, dass wir so viele Treffer nach Standards hinnehmen müssen.“

In den letzten Partien fiel der Ball gleich dreimal nach solchen Situationen. Gegen Heidenheim entstand das Gegentor nach einem Freistoß, in Braunschweig sowie nun gegen Magdeburg nach einer Ecke. In beiden Fällen ließen die Abwehrspieler ihre Gegenspieler viel zu frei, was Leitl scharf kritisierte: „Ich kann ein Standardgegentor verkraften, aber ich muss an meinem Gegenspieler dran sein. So darf das nicht passieren.“

Hertha ist nun gewarnt: Osnabrück, der nächste Gegner am Sonntag, erzielte beim 3:1-Sieg gegen Braunschweig zwei Treffer nach Eckbällen.

Nach der überzeugenden Leistung gegen Heidenheim, dem dominanten Auftritt im Pokal und dem spektakulären Erfolg in Braunschweig präsentierte sich Hertha nun auch von einer anderen Seite: Sie wissen, wie man auch mit Kampf und Einsatz gewinnt.

„Heute konnten wir nicht wirklich Kontrolle ins Spiel bringen. Deshalb war Magdeburg überlegen, das muss man ganz klar anerkennen“, erklärte Leitl, der dennoch sehr zufrieden mit dem Sieg war.

„Dennoch bin ich überzeugt, dass wir langfristig besseren Fußball zeigen müssen, um konstant zu punkten. Das ist die Aufgabe für die kommende Woche: dass wir das wieder mehr in unsere Mannschaft integrieren.“