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Hertha erlebt Wiederauferstehung von Thorsteinsson: „Einer unserer besten Vollstrecker“

Berlin – Vom Hertha-Flop zum entscheidenden Spieler! Jon Dagur Thorsteinsson (27) verkörpert den neuen Geist bei Hertha. Nachdem die großen Stars gegangen sind, zeigt der Isländer plötzlich sein ganzes Potenzial.

In Dresden avancierte Thorsteinsson mit einem Doppelpack zum Held der Partie. Zunächst verwandelte er einen wohlüberlegten Schuss durch die Beine des Torwarts und gegen dessen Laufrichtung, danach traf er mit voller Wucht. Mads Petersen trieb den Ball nach vorne und legte dann perfekt auf den Isländer ab, der viel Raum erhielt. Präzise schoss der 27-Jährige die Kugel aus vollem Lauf ins Eck.

„Diese Schüsse trainiere ich regelmäßig mit Andreas Menger, wir feilen an den Feinheiten, und ich bin froh, dass sich diese Arbeit auszahlt“, erklärte der Doppeltorschütze.

Herthas Torwarttrainer, der bereits Fabian Reese (28) bei Abschlusstechniken unterstützt hat, gibt nun auch Thorsteinsson wertvolle Tipps weiter. Von den speziellen Trainingseinheiten profitiert der Flügelspieler sichtlich.

Seit seiner Rückkehr aus der Leihe zeigt sich Thorsteinsson wie verwandelt. Es scheint, als hätte Hertha einen völlig neuen Spieler bekommen.

In seinen eineinhalb Jahren bei den Berlinern war das Glück nicht immer auf seiner Seite. Häufig verlor der Isländer den Ball, verzettelte sich in Dribblings oder wurde durch den VAR benachteiligt. In seiner Debütsaison wartete er bis zum 30. Spieltag auf seine erste Vorlage. Sein erstes Tor wurde ihm sogar wegen eines vermeintlichen Handspiels aberkannt.

In der vergangenen Spielzeit gelangen ihm lediglich eine Vorlage und immerhin sein erstes Pflichtspieltor – ein Elfmeter im Pokal zum 3:0. Nun steht Thorsteinsson bereits bei drei Treffern und drei Vorlagen.

„Er gehört zu den besten Vollstreckern in unserem Kader. Es freut mich sehr, dass er die Chancen jetzt erkennt und konsequent nutzt“, betonte Stefan Leitl (49).

Schon im Trainingslager hatte der Chefcoach deutlich gemacht, dass er mit einem Verbleib des Isländers plant. Und dieser bedankt sich mit starken Leistungen für das entgegengebrachte Vertrauen. „Vielleicht hat er sich in den vergangenen Wochen und Monaten dieses kleine Quäntchen Glück erarbeitet, das man manchmal braucht“, so Leitl abschließend. „Wir sind sehr zufrieden mit ihm.“