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Leitl von Hertha-Talent Gouram zeigt sich nicht überrascht: „Es war klar, dass er diese Leistung abliefert“

Berlin – Zum ersten Mal seit sechs Jahren gelingt Hertha BSC wieder ein Sieg im Auftaktspiel – dank des genialen Chips von Sebastian Grönning (29). Bereits in der vergangenen Saison erzielte er Herthas erstes Tor, damals noch als Einwechselspieler bei Schalke (1:2), jetzt traf er als Stammspieler in Bochum (1:0).

Etwas überraschend erhielt Grönning den Vorzug gegenüber Luca Schuler (27) und setzte die vielversprechenden Eindrücke aus der Vorbereitung nahtlos fort: Er erzielte ein Tor.

„Ich habe mich gut gefühlt und glaube deshalb, dass ich die Chance wirklich verdient habe. Vor dem Spiel habe ich mir selbst gesagt, dass ich diese Gelegenheit nutzen muss“, so der Torschütze.

In der 39. Minute blieb Grönning vor dem Bochumer Torhüter Timo Horn (33) ruhig und schob den Ball zum 1:0 ins Netz. Mindestens ebenso sehenswert war jedoch die Vorlage. Nach einem gelungenen Doppelpass mit Kevin Sessa (26) konnte Soufian Gouram (20) Tempo aufnehmen und spielte einen exzellenten Pass in die Tiefe auf den Stürmer.

Sein Zweitliga-Debüt beim 1:6-Debakel in Bielefeld geriet fast in Vergessenheit, doch schon im zweiten Spiel stand er in der Anfangsformation. „Es war vorherzusehen, dass er diese Leistung bringt“, lobte Cheftrainer Stefan Leitl (48).

Damit meinte er: Bereits in der Vorbereitung hatte sich der estnische U21-Nationalspieler empfohlen – unter anderem mit einem sehenswerten Ausgleichstreffer zum 2:2 gegen Köln. Testspiele und Ligaspiele unterscheiden sich jedoch deutlich. Doch auch die Bewährungsprobe meisterte Gouram glänzend – nicht zuletzt dank seiner starken Vorbereitung.

„Natürlich ist die Intensität im Ligaspiel höher: Die Drucksituationen vor Publikum und ein Gegner, der dich auf hohem Niveau fordert. Trotzdem hatte er sehr viele gute Aktionen“, so der Trainer weiter.

Im Winter-Trainingslager in Portugal schnupperte Gouram bereits Profi-Luft und kam überwiegend bei den Hertha-Bubis in der Regionalliga zum Einsatz (vier Tore, vier Vorlagen), ehe Mitte Mai der Profivertrag unterschrieben wurde und daraufhin das Zweitliga-Debüt folgte. Nun hinterlässt der 20-jährige Berliner auch bei den Profis seine Spuren. Auf der Zehn-Position machte er besonders kurz vor der Pause eindrucksvoll auf sich aufmerksam.

„Das war ein herausragender erster Kontakt nach vorne, ein exzellenter Pass in die Tiefe und schließlich ein schönes Tor“, zeigte sich Leitl begeistert.