Kein Neuzugang, ein Abgang – dennoch ein gelungener Deadline Day für Hertha
Berlin – Das Transferfenster ist nun geschlossen. Auch am letzten Tag der Wechselperiode zeigte sich Hertha BSC weiterhin so zurückhaltend wie den gesamten Sommer über. Am Dienstag verabschiedete sich die Alte Dame mit Leon Jensen (29) zwar von ihrem insgesamt 16. Spieler, doch darüber hinaus blieb es ruhig – und das kann als positives Signal gewertet werden.
Die wichtigste Personalentscheidung hatten die Berliner bereits einen Tag zuvor getroffen: Mit dem 1,97 Meter großen Gustaf Nilsson (29), um den Hertha schon seit Wochen bemüht war, konnte die neue Offensivhoffnung in Westend verpflichtet werden. Der schwedische WM-Teilnehmer bringt mit seiner Größe und Abschlussstärke eine ähnliche Qualität wie Haris Tabakovic (32) mit.
Zunächst schien es sogar so, als könnten die Blau-Weißen noch zwei Transfers vermelden. Ein Wechsel von Hyun-seok Hong (27) kam jedoch nicht zustande, sodass der Südkoreaner in Mainz blieb.
Schon am Dienstagnachmittag erklärte Benjamin Weber (46) bei Sky das Ende des Deadline Days. Dies bedeutete zugleich, dass keine weiteren Abgänge mehr zu verzeichnen waren.
Das heißt konkret: Linus Gechter (22) bleibt in Berlin, ebenso steht Marton Dardai (24) weiterhin im Kader von Hertha. Beide Spieler wurden immer wieder mit einem Abschied in Verbindung gebracht. Trainer Stefan Leitl (48) verhängte für Gechter sogar ein Wechselverbot.
„Für mich als Trainer ist er unverkäuflich“, betonte der Hertha-Coach noch vor dem eindrucksvollen Sieg gegen Braunschweig. „Wir brauchen diesen Spieler, um unsere Spielweise umzusetzen.“ Dieses Anliegen wurde erfüllt: Gechter wird mindestens bis zur Winterpause in der Hauptstadt bleiben.
Die von Hertha-Geschäftsführer Peter Görlich (59) angekündigte „größte Umstrukturierung im Profi-Fußball“ spiegelt sich vor allem in der Kadergestaltung wider: Insgesamt 16 Spieler haben den Hauptstadtklub verlassen, darunter auch prominente Namen wie Fabian Reese (28) oder Michaël Cuisance (26). Dem gegenüber stehen lediglich vier Neuzugänge.
Vor allem während der Saisonvorbereitung, als die Alte Dame zeitweise der einzige Profiverein ohne neue Verpflichtung war, herrschte in der Hauptstadt große Skepsis. Doch bislang geht der eingeschlagene Weg voll auf: Hertha startet mit neun Punkten aus drei Spielen optimal in die Saison, und auch die Neuen überzeugen. So hat Oluwaseun Adewumi (21) bereits zwei Treffer als Joker erzielt.