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Skurriler Elfmeter in der Schlussminute: Hertha BSC bezwingt Bielefeld

Berlin – Hertha BSC führt auch nach dem 9. Spieltag weiterhin die Tabelle der 2. Bundesliga an, nachdem das Team einen hart erkämpften 1:0-Erfolg (0:0) gegen Arminia Bielefeld errungen hat. Für die Arminia bleibt das Olympiastadion weiterhin ein unglückliches Pflaster – seit 48 Jahren konnte hier kein Sieg mehr eingefahren werden.

Die spielentscheidende Szene fand erst in der Nachspielzeit statt: Nach einer Ecke zeigte Schiedsrichter Cristian Ballweg überraschend auf den Punkt. Den daraus resultierenden Strafstoß verwandelte Josip Brekalo mit etwas Glück und sicherte den Blau-Weißen so den späten Sieg.

Vorher hatte Arminias Verteidiger Maximilian Großer bei einer Ecke reklamiert, festgehalten worden zu sein. Er war mit weit geöffneten Armen zum Ball geeilt, der ihn schließlich am Arm traf – ein Pfiff, der bei den Hertha-Anhängern für großen Jubel sorgte.

Bis zu diesem Zeitpunkt mussten die Berliner sich mühsam durchkämpfen, obwohl sie zum Auftakt mit viel Elan auftraten: Bereits nach zwei Minuten verpasste Sebastian Grönning knapp die frühe Führung. Auch die Gäste kamen später zu zwei Versuchen. Die Berliner hatten zwar deutlich mehr Ballbesitz, doch die Arminia verteidigte tief und lauerte auf Kontergelegenheiten.

Wie aus dem Nichts hätte Grönning in der 16. Minute erneut das erste Tor erzielen können: Nach einer missglückten Kopfballrückgabe spitzelte der Däne den Ball am DSC-Torwart Jonas Kersken vorbei, doch Großer rettete auf der Linie.

In der 39. Minute hätte Oluwaseun Adewumi den Bann brechen müssen, scheiterte jedoch aus kürzester Distanz an Kersken. Kurz darauf ergab sich für Grönning die dritte Großchance, doch sein Kopfball nach einem Freistoß war zu unpräzise.

Hertha dominierte die erste Halbzeit mit fast 70 Prozent Ballbesitz deutlich, scheiterte jedoch erneut an der Verwertung seiner Chancen. Bei konsequenterer Zielstrebigkeit hätten die Berliner mit mindestens einem Treffer in die Pause gehen müssen.

Trainer Stefan Leitl hatte vor dem Spiel im Sky-Interview angekündigt, dass seine Mannschaft gegen den kompakten DSC Geduld haben müsse – eine Einschätzung, die sich nach dem Seitenwechsel bestätigte.

Der Hauptstadtklub suchte immer wieder nach Lücken in der robusten Defensive der Gäste, die jedoch kurz vor der Stunde den Spielverlauf beinahe auf den Kopf gestellt hätten: Großer köpfte einen Freistoß knapp am rechten Pfosten vorbei.

In der 66. Minute gab es einen hörbaren Aufschrei im Stadion, als Kevin Sessa einen Freistoß aus zentraler Position an die Querlatte des Bielefelder Tores schoss. Kurz danach verfehlte der Mittelfeldspieler das Ziel nur knapp am linken Pfosten.

In der 85. Minute ging Hertha schließlich doch in Führung, doch der eingewechselte Luca Schuler lenkte den Schuss seines Teamkollegen Soufian Gouram mit der Hand ins Tor ab, weshalb der Treffer nach Videobeweis zu Recht aberkannt wurde. In der Nachspielzeit verloren die Bielefelder aber noch den Lohn für ihre engagierte Leistung.

2. Bundesliga, 9. Spieltag

Hertha BSC – Arminia Bielefeld 1:0 (0:0)

Aufstellung Hertha BSC: Gersbeck – Zeefuik (64. Eitschberger), Gechter, Kolbe, M. Pedersen – Seguin, K. Sessa (87. Telib) – Adewumi (64. Alfa-Ruprecht), Thorsteinsson (80. Gouram), Brekalo – Grönning (64. Schuler)
Aufstellung Arminia Bielefeld: Kersken – Großer, M. Bauer, Felix (82. L. Schneider) – Hagmann, L. Jensen (76. Schreck), Russo, Sicker – Momuluh (82. Koudossou), Grodowski (89. Handwerker), Wörl (76. Rochelt)

Schiedsrichter: Cristian Ballweg (Mannheim)

Zuschauer: 49.181
Tore: 1:0 Brekalo (90.+3/Handelfmeter)
Gelbe Karten: Seguin (4) / Kersken (1), Felix (2)

2. Bundesliga Tabelle

Die Rangliste in der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Meister der zweiten Liga und steigt direkt in die Bundesliga auf. Dasselbe gilt für den zweiten Platz. Der Drittplatzierte spielt in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.