Hertha BSC: Entscheidung zu Gechter gefällt, Duell im Sturm wieder spannend
Berlin – Positive Nachrichten kurz vor dem Re-Start nach der ausgedehnten Länderspielpause: Stefan Leitl (49) kann am Sonntag im Spiel gegen Fürth (13.30 Uhr/Sky) nahezu aus dem Vollen schöpfen. Einzig Marton Dardai (24) steht nicht zur Verfügung.
Das bedeutet, dass sowohl Linus Gechter (22) als auch Gustaf Nilsson (29) einsatzbereit sind. Der U21-Nationalspieler Gechter begann beim 4:0 gegen Lettland in der Anfangsformation, reiste jedoch vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Georgien (2:0) vorzeitig ab.
Den Krankheitsverlauf scheint das Hertha-Eigengewächs mittlerweile überwunden zu haben. Am Donnerstag nahm der 22-Jährige wieder am Training teil und wird am Sonntag voraussichtlich erneut in der Startelf stehen.
Für Nilsson kommt ein Einsatz hingegen noch zu früh. Der Angreifer verletzte sich nach dem Sieg gegen Dresden am Oberschenkel, ist aber inzwischen wieder einsatzfähig.
„Er macht einen hervorragenden Eindruck, hat für Sonntag grünes Licht bekommen und stellt für uns natürlich eine äußerst wertvolle Option dar“, zeigte sich Leitl auf der Pressekonferenz erfreut.
Fest steht jedoch, dass der Schwede zunächst von der Bank aus ins Spiel eingreifen wird. Diese Entscheidung hat Leitl bereits getroffen. Dennoch könnte es im Sturm eine Veränderung geben, da der Wettbewerb um die vorderste Position wieder offen ist.
Bisher vertraute der Trainer auf Sebastian Grönning (29) als einzige Spitze. Der Däne belohnte dieses Vertrauen mit Toren in den ersten beiden Partien der Saison, wartet nun aber seit vier Spielen auf einen Treffer. Im Gegensatz dazu konnte Luca Schuler (27) mit seinem Doppelpack im Test gegen Augsburg neues Selbstvertrauen tanken.
„Sein erstes Tor war großartig. Er drehte sich stark und hatte vielleicht auch etwas Glück, dass der Schuss abgefälscht wurde. Beim zweiten Treffer zeigte er eine typische Situation von Luca: Wenn er freie Bahn hat und wir die Räume nutzen, ist er kaum zu stoppen“, erklärte Leitl. „Für ihn war es sehr wichtig, wieder zu treffen und sich so weiter zu etablieren.“
Anders als zuletzt wollte sich Leitl noch nicht festlegen, wer am Sonntag in der Startelf im Angriff stehen wird. Das Rennen um den Platz in der Spitze bleibt offen.
Im Duell gegen Fürth peilt Hertha den siebten Sieg in Folge an. Die Berliner stehen bislang als Tabellenführer mit einer makellosen Bilanz da. Man hofft, dass die lange Länderspielpause die Mannschaft nicht aus dem Tritt bringt.
„Wir wollten eine Balance zwischen Belastung und Erholung finden“, erläuterte der Coach. „Grundsätzlich macht meine Mannschaft einen sehr guten Eindruck. Fast der gesamte Kader steht bereit, die Nationalspieler sind zurück. Es hätte schlechter laufen können.“
Die Hertha-Profis möchten an die starken Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen. Ziel ist es, schnell wieder den eigenen Rhythmus zu finden. „Es fühlt sich gut an, aber die Jungs haben sich alles hart erarbeitet, nichts wurde ihnen geschenkt“, so der 49-Jährige. „Wenn wir gut spielen, werden wir auch punkten. Das ist unser klares Ziel.“