Erneute Fan-Ärgernisse: Hertha BSC definiert neue Trikot-Vorgaben
Berlin – Am Donnerstag hat Hertha BSC ein Regelwerk veröffentlicht, das verbindliche Richtlinien für das Design der zukünftigen Trikots festlegt.
In den letzten Jahren sorgte der Hauptstadtklub immer wieder für Diskussionen mit teils – vorsichtig ausgedrückt – ungewöhnlichen Trikotfarben. Man denke nur an das aktuell mintgrüne Ausweichtrikot, das eigenartige Gelb der letzten Saison oder das grellpinkfarbene dritte Trikot aus der Spielzeit 2016/17.
Jedes Jahr im Sommer beginnt für die Fans erneut das Hoffen und Bangen, wobei besonders die traditionellen Anhänger mit ausgefallenen Designs oft wenig Freude haben. Diese Frustration soll nun der Vergangenheit angehören.
Denn die Alte Dame hat gemeinsam mit Vertretern aus der Mitglieder- und Fanbasis sowie Mitarbeitern des Vereins verbindliche Designregeln für die Spielkleidung erarbeitet, wie es in einer offiziellen Mitteilung heißt.
Ein zentraler Grundsatz ist dabei die enge Verbundenheit der Trikots mit den Vereinsfarben sowie der Identität von Hertha BSC und der Stadt Berlin.
Das Heimtrikot wird künftig in seinem klassischen blau-weißen Längsstreifen-Design beibehalten. Auch für Auswärts- und Ausweichtrikots werden definierte Farbkonzepte und gestalterische Vorgaben eingeführt.
Besondere Bedeutung kommt dabei der sogenannten „Fahne pur“ zu, denn sie ist DAS charakteristische Symbol des Berliner Sportvereins.
Im Manifest ist festgeschrieben, dass die Fahne auf der offiziellen Spielkleidung stets in ihrer traditionellen blau-weißen Farbgebung erscheinen muss – einfarbige Varianten sind somit ausgeschlossen.
Die ausschließliche Nutzung der „Fahne pur“ soll außerdem formal in der Satzung des Vereins verankert werden. Ein entsprechender Änderungsantrag wird bei der Mitgliederversammlung im November eingebracht.
Die Vereinbarung sieht jedoch vor, dass die Fahne in anderen Varianten, beispielsweise auf Sondertrikots, Fanartikeln oder zu besonderen Gelegenheiten, weiterhin erlaubt bleibt. Diese Regelung ist in ihrer Art bisher einmalig im deutschen Profi-Fußball.