Hertha BSC dominiert Heidenheim und startet makellos in die Saison
Berlin – Hertha BSC hat den Auftakt in die 2. Bundesliga mit einem deutlichen 4:1 (3:0)-Heimsieg gegen den 1. FC Heidenheim gekrönt und den Bundesliga-Absteiger vor allem in der ersten Halbzeit klar beherrscht.
Die Alte Dame legte im Olympiastadion von Beginn an ein hohes Tempo vor. Bereits nach 91 Sekunden gelang den Berliner der Führungstreffer.
Ähnlich wie beim 1:0 in Bochum war Sebastian Grönning zur Stelle, der eine flache Freistoßflanke von Marten Winkler per Flugkopfball verwertete. Vor etwa 40.000 Fans im großen Rund war das ein vielversprechender Start. Kurz darauf hätte Josip Brekalo sogar den zweiten Treffer nachlegen können.
Die Blau-Weißen blieben das dominierende Team. „Ich erwarte, dass wir intensiv spielen“, hatte Trainer Stefan Leitl vor dem Anpfiff gefordert – und seine Mannschaft setzte dies auf dem Platz überzeugend um.
Nach 26 Minuten erzielte Winkler mit einer starken Einzelaktion das 2:0: Er schnappte sich den Ball im Mittelfeld, ließ zwei Gegenspieler stehen und traf aus rund 25 Metern unhaltbar in die rechte Ecke.
Davon ließen sich die Gastgeber nicht beirren. Wieder eroberten sie den Ball im Mittelfeld, Winkler spielte einen Chip-Pass auf Deyovaisio Zeefuik, der den herausstürmenden Frank Feller mit einem Heber zum 3:0 überwand (35. Minute).
Bis zur Pause blieb es bei diesem Spielstand. Winkler war unangefochten der herausragende Akteur der ersten Hälfte und hatte bei allen drei Hertha-Toren maßgeblichen Anteil.
Heidenheims Trainer Frank Schmidt zeigte sich mit dem ersten Durchgang alles andere als zufrieden und setzte ein deutliches Signal an seine Mannschaft: Gleich vier Spieler blieben in der Kabine!
Diese Maßnahme zeigte schnell Wirkung. Nach einem Freistoß erzielte Jan Schöppner den Anschlusstreffer für die Schwaben. Sollte jetzt doch noch einmal Spannung ins Spiel kommen?
Die Mannschaft von Leitl bemühte sich um Kontrolle, doch die Souveränität der ersten Halbzeit war zunächst verloren. Einen fatalen Ballverlust der Berliner konnte Heidenheim jedoch kaum ausnutzen.
Im weiteren Verlauf fand die Hauptstädter besser ins Spiel zurück, vergaben jedoch einige gute Möglichkeiten. Bei Temperaturen von 35 Grad wurde es zum Ende hin nochmals hitzig: Zeefuik, der eine starke Partie zeigte, ließ sich zu einem Ellbogenschlag hinreißen und sah die Rote Karte – sein Gegenspieler Maximilian Breunig hatte die Situation allerdings sehr ausgeschmückt.
Es deutete sich eine spannende Schlussphase an, doch nach einer gegnerischen Ecke spielte Hertha einen Konter perfekt aus. Brekalo bediente den eingewechselten Oluwaseun Adewumi, der als Joker den 4:1-Endstand markierte.
„Die Woche hat richtig gut geschmeckt“, kommentierte Leitl vor der Partie – nach einem perfekten Saisonstart dürfte dies umso mehr zutreffen, abgesehen von der roten Karte.
Erstmeldung um 13:22 Uhr, zuletzt aktualisiert um 14:58 Uhr.
2. Bundesliga, 2. Spieltag
Hertha BSC – 1. FC Heidenheim 4:1 (3:0)
Aufstellung Hertha BSC: Gersbeck – Eitschberger (83. Marton Dardai), Gechter, Kolbe, Zeefuik – K. Sessa (83. Thorsteinsson), Seguin – Winkler (77. Klemens), Gouram (64. Adewumi), Brekalo – Grönning (64. Schuler)
Aufstellung 1. FC Heidenheim: Feller – Mhamdi (46. Busch), Mainka (46. Gimber), Siersleben, Föhrenbach – Schöppner – Costly, Pieringer, Beck (46. Zrilić), Honsak (46. M. Kaufmann) – Siwsiwadse (78. M. Breunig)
Schiedsrichter: Lukas Benen (Nordhorn)
Zuschauer: 41.459
Tore: 1:0 Grönning (2.), 2:0 Winkler (26.), 3:0 Zeefuik (35.), 3:1 Schöppner (49.), 4:1 Adewumi (90.)
Gelbe Karten: Eitschberger (2) / Mainka (1), Mhamdi (2)
Rote Karten: Zeefuik (88./Tätlichkeit) / –
Tabelle der 2. Bundesliga
Die Platzierung in der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Ende der Saison ist Meister der zweiten Liga und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf – ebenso wie der Zweitplatzierte. Der Drittplatzierte muss in die Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.