Selbst der Gegner zollt Anerkennung: Diese Erkenntnisse zieht der HCE aus der Pokal-Niederlage
Dresden – Der HC Elbflorenz strebt den Aufstieg in die erste Liga an. Dass sie dort durchaus konkurrenzfähig sein können, bewiesen sie im DHB-Pokal gegen den höherklassigen HC Hamburg. Die Dresdner zeigten, dass sie einem etablierten Bundesligisten durchaus zusetzen können – allerdings nur für etwas mehr als 40 Minuten.
„Wenn man Elbflorenz ihre bevorzugte Spielweise ermöglicht, bereiten sie einem enorme Schwierigkeiten“, würdigte Torsten Jansen (49), Trainer der Hamburger, das Team aus Dresden in der Pressekonferenz nach der Partie.
Mit aggressiver Verteidigung, schnellem Umschaltspiel und cleveren Lösungsansätzen gegen die Hamburger Defensive bestimmten die Sachsen das Match. Doch circa 20 Minuten vor dem möglichen Einzug in die dritte Runde verlor der HCE den Faden.
Ob die zweite Niederlage innerhalb kurzer Zeit Spuren bei André Habers (40) Mannschaft hinterlässt? Der Dresdner Coach verneint dies klar: „Nein.“ Vielmehr brachte das Aufeinandertreffen trotz des Ausscheidens wertvolle Erkenntnisse.
„Wir hatten bislang noch keine echte Crunchtime“, erläuterte Haber. Seine Mannschaft dominierte die ersten vier Pflichtspiele, inklusive des Pokalspiels in Aue, deutlich. Gegen Leipzig verkürzten sie in der Schlussphase nur noch, konnten den Rückstand aber nicht mehr entscheidend verringern. Im Duell mit Hamburg war bis zur letzten Sekunde sogar die Verlängerung möglich.
Genau diese entscheidenden Momente – „Ob wir eine Parade mehr schaffen oder der Gegner, ob wir eine Situation clever ausspielen oder der Gegner – darin müssen wir stark sein, wenn es in den letzten fünf Minuten darum geht, das Spiel zu gewinnen“, betonte der 40-Jährige. „Diese Crunchtime-Situationen müssen wir lernen – und ja, wir werden die richtigen Lehren daraus ziehen.“
Auch Timo Löser (26) konnte dem Pokal-Aus etwas Positives abgewinnen: „Jetzt können wir uns voll und ganz auf die Liga fokussieren.“
Am Samstag steht das Auswärtsspiel beim ASV Hamm-Westfalen (18 Uhr) auf dem Programm.