Erstes Sachsenderby in der zweiten Liga: „Alle sind voller Vorfreude!“
Dresden – Das letzte Pflichtspiel zwischen dem HC Elbflorenz und dem SC DHfK Leipzig fand 2010 in der Sachsenliga statt und drehte sich damals um den Titel. Auch wenn der Sieger des Derbys am Sonntag (BallsportARENA, 17 Uhr) nach dem vierten Spieltag noch weit von der Zweitliga-Meisterschaft entfernt sein wird, wird dennoch der inoffizielle Titel „Sachsenmeister“ vergeben.
Für Oliver Seidler (27) ist diese Chance nur bedingt ein zusätzlicher Motivationsfaktor.
Als gebürtiger Leipziger braucht er diesen Anreiz jedoch nicht: „Ich habe meine gesamte Jugendzeit in Leipzig verbracht, bis hin zur Herrenmannschaft.“
Von dort aus führte sein Weg über Dessau und Würzburg schließlich nach Dresden. Dennoch ist klar, für welches Team bei den Seidlers am Sonntag die Daumen gedrückt werden.
„Mit Familie, Freunden und Bekannten werden am Sonntag etwa 30 Personen von meiner Seite zum Spiel kommen“, berichtet Seidler.
Und weiter: „Viele von ihnen besuchen jedes DHfK-Heimspiel. Dieses Mal kommen sie aber extra nach Dresden, um mich hier siegen zu sehen. Das ist für alle spannend und die Stimmung ist richtig aufgeheizt!“
Auch Trainer André Haber (40) ist eng mit dem SC DHfK verbunden. Nach mehr als 1700 Tagen als Cheftrainer in Leipzig und nun in seiner vierten Saison bei den Tigern bezeichnet er das bevorstehende Spiel zurecht als „wahrscheinlich das bedeutendste seiner Karriere“.
Was ihn jedoch stört, ist die Tatsache, „dass dieses Derby überhaupt erst in der zweiten Liga stattfindet – das wirkt fast surreal.“ Offen hat er nie gelassen, dass er sich das Aufeinandertreffen der sächsischen Teams lieber in der ersten Liga gewünscht hätte.
Die Realität ist jedoch die zweite Liga, aus der beide Mannschaften am Saisonende gerne aufsteigen möchten. Von den bisher drei Spielen mit jeweils drei Siegen und 6:0 Punkten kann am Sonntag nur eine Seite ihre makellose Bilanz bewahren.
Haber macht deutlich: „Unser klares Ziel ist es, das Sachsenderby am Sonntag für uns zu entscheiden!“