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Vor dem Spiel gegen Ludwigshafen: Für Haber ist die Tabellenführung ein besonderer Wert

Dresden – Sollten am kommenden Samstag beim Heimauftritt gegen die Eulen Ludwigshafen (16 Uhr) erneut über 1000 Plätze in der BallsportARENA unbesetzt bleiben – wie schon vor zwei Wochen im Duell mit Hüttenberg –, liegt das kaum an der Leistung der Mannschaft des HC Elbflorenz. Denn die spielen nicht nur ansprechenden Handball, sondern auch äußerst erfolgreich.

Das Resultat: Ein vollkommen verdienter Spitzenplatz nach sieben absolvierten Partien.

„Ich finde es richtig klasse, dass wir als Anerkennung für die vergangenen Wochen am achten Spieltag zum ersten Mal als Tabellenführer auflaufen dürfen“, betonte André Haber (40) während der Pressekonferenz vor der Begegnung mit den Rheinstädtern.

„Allerdings hat das nach 20 Sekunden Spielzeit nur noch begrenzten Wert. Es ist keine Garantie für den weiteren Erfolg, aber dennoch ein gutes Gefühl“, fügte der Trainer hinzu.

Ähnlich sieht es Rückraumspieler Ivar Stavast (28): „Das ist schön, aber im letzten Jahr waren wir schon Herbstmeister. Damals habe ich mich sehr darüber gefreut – und natürlich freue ich mich auch jetzt, dass wir ganz oben stehen.“

„Das zeigt auch, dass bisher alles gut läuft und wir auf dem richtigen Weg sind.“

Für Haber und Stavast ist dies jedoch nur eine Zwischenstation, wie der Niederländer hervorhob: „Das dient uns vor allem als Bestätigung. Mein Ziel ist erst erreicht, wenn wir nach den 34 Spieltagen ganz oben stehen dürfen.“

Und: „Ich glaube, so denken alle im Team. Wir wissen, dass das derzeit noch nicht viel bedeutet.“

Die Situation beim Gegner sieht dagegen ganz anders aus: Lediglich vier Punkte und nur durch die Tordifferenz auf einem Nichtabstiegsplatz.

Auf dem Papier entspricht der Kader der Eulen laut Stavast jedoch nicht dieser schwachen Bilanz: „Ich halte ihre Mannschaft gar nicht für so schlecht. Sie haben nur noch nicht die Ergebnisse eingefahren, die sie sich wünschen. Zudem hatten sie bisher kaum ein Spiel, in dem alle Spieler fit und einsatzbereit waren.“

Im Gegensatz zu den Dresdnern, die bislang fast immer auf den kompletten Kader zurückgreifen konnten, ist das Team aus Rheinland-Pfalz noch nicht richtig in Schwung gekommen.

Der Unterschied scheint aber keine entscheidende Rolle zu spielen.

„Inzwischen kommen alle Teams nach Dresden mit der Einstellung, dass sie nichts zu verlieren haben. Wir gehen immer mit vollem Einsatz ins Spiel und schauen, was passiert. Gerade deswegen kann eine Mannschaft wie die Eulen richtig unangenehm werden“, vermutet Stavast über die Herangehensweise der Gastmannschaften in der eigenen Halle.

Dem Trainer ist das egal. Haber meint: „Wenn wir unser Spiel mit Tempo, Abwehr und allem, was dazugehört, durchziehen, haben wir gute Chancen, die zwei Punkte in Dresden zu behalten.“