42:26! Tiger dominieren beim "Ausflug" durch den Pott in Essen
Essen – Beeindruckend! Der HC Elbflorenz absolvierte einen regelrechten „Spaziergang“ durch Essen. Mit voller Konzentration, hohem Tempo wie ein ICE in der Anfangsphase sowie viel Kraft und Spielintelligenz meisterten die Dresdner ihre Auswärtsaufgabe im Ruhrgebiet souverän und gewannen deutlich mit 42:26 (20:11).
Nach nur 6:36 Minuten ballte Trainer André Haber die Faust und marschierte mit schnellen, kurzen Schritten an seiner Bank entlang.
Nils Fuhrmann hatte gerade das 5:0 erzielt, Sebastian Greß traf bereits zum dritten Mal, und auch Timo Löser legte nach – 7:0 nach neun Minuten.
Dresden fegte so dynamisch durchs Spiel, dass sich die Gastgeber aus Essen kaum noch als TuSEM erkannten. Im Abwehrzentrum stand der 2,12 Meter große Riese Daniel Blaha, an dem die Essener immer wieder scheiterten.
Außerdem nutzten die Tiger jede einzige Unachtsamkeit der Heimmannschaft eiskalt aus. Das Gesamtpaket war brutal stark und zu viel für den Gegner. Zur Halbzeit stand es bereits 20:11 – allerdings ein Tor weniger als sonst. In den ersten drei Spielen hatte Dresden mindestens 21 Tore zur Pause erzielt. Ein leichter Leistungsabfall zeichnete sich ab.
Aber genug der Vorsicht: Was der HCE zeigte, war einfach stark und verdient größte Anerkennung. Auch im zweiten Durchgang ließen sie nichts mehr anbrennen.
Noch vor Ablauf der 40. Minute stand die 30 auf der Anzeigetafel für Dresden, erzielt von Dominik Skopar. Essen hatte zu diesem Zeitpunkt erst 14 eigene Treffer. Beim Stand von 36:21 (50. Minute) nahm TuSEM eine Auszeit. „Weiter so! Wir bleiben dran bis zum Schluss“, gab Haber seiner Mannschaft die Marschroute mit – und die Tigers hielten die Schlagkraft konsequent hoch.