Neues tschechisches Duo beim HCE startet nahezu reibungslos
Dresden – Kurz vor Beginn des Trainings bezogen Daniel Bláha und Dominik Skopár eine gemeinsame WG in der Nähe der BallsportArena. Die beiden 20-jährigen Tschechen, die zuvor bereits gemeinsam für Pilsen gespielt hatten, besuchen auch zusammen Deutschkurse. Was bislang noch fehlt? Passende Badelatschen – zumindest für einen der Neuzugänge.
Auf der Webseite des Sportartikel-Partners des HC Elbflorenz endet die Größenwahl bei 49. Für Bláha, der mit 2,12 Metern Schuhgröße 53 trägt, stellt das ein Problem dar. Noch wartet er daher auf die passenden Duschschuhe.
Ein größeres Hindernis beim Start in Deutschland ist das jedoch nicht für die beiden tschechischen Nationalspieler.
Die Deutschstunden zeigen Wirkung – bereits bei der Teamvorstellung richteten sie ihre ersten deutschen Worte an die Fans. „In der Schule hatten wir Deutsch, aber das ist schon fünf, sechs Jahre her“, gibt Skopár zu: „Besonders gut war ich damals aber nicht.“
Ihr erster Eindruck von der neuen Heimat fällt durchweg positiv aus. „Die Bedingungen hier in Dresden sind optimal. Und die Jungs helfen uns sehr“, unterstreicht der Rechtsaußen.
Unterstützung erhalten sie beispielsweise durch zusätzliche Deutschstunden. Besonders beliebt sind dabei „natürlich die Schimpfwörter“, wie beide zeitgleich mit einem breiten Lächeln verraten.
Mit Anton Preußner (21) gibt es zudem eine weitere tägliche Lektion – das „Wort des Tages“. Am Tag unseres Gesprächs mit TAG24 war es „malochen“.
Sehr passend, kurz nach dem Pokalspiel gegen Aue, aber auch für die beiden 20-Jährigen, die ihre Stärken vor allem in der Defensive sehen – genau dort, wo richtig „malocht“ wird.
Bisher überzeugte Bláha im Innenblock und als starker Ballfänger, Skopár beeindruckte als aufmerksamer Außenbahnspieler durch sein enormes Tempo.
„Man muss schneller sein, es ist anstrengender und jeder ist etwas größer und kräftiger als in Tschechien“, beschreibt Bláha seine ersten Eindrücke vom deutschen Handball.
Die Entscheidung, ins Nachbarland zu wechseln, trafen beide bewusst, wie der Rechtshänder betont: „Für mich stand von Anfang an fest, dass ich früher oder später nach Deutschland gehen möchte.“
Ein gemeinsames Ziel haben die beiden ebenfalls: „Definitiv der Aufstieg in die erste Liga.“ Bis dahin wollen sie „im Training Vollgas geben, Spielpraxis sammeln und auch im Angriff besser werden.“
Redaktioneller Hinweis: In der Donnerstags-Ausgabe der MOPO widmen wir den Dresdner Handballern ein umfangreiches „HC Elbflorenz Spezial“ auf 12 Seiten. Dort erfahren Sie alles Wissenswerte über das Team.