HCE feiert beeindruckenden Sieg – doch der wahre Schwerpunkt liegt woanders
Hamm (Westfalen) – Falls nach den beiden Niederlagen zuvor überhaupt eine Reaktion notwendig war, dann war es genau diese: eine eindrucksvolle Antwort. Mit einem überzeugenden 43:28-Erfolg bei ASV Hamm-Westfalen meldeten sich die Handballer des HC Elbflorenz zurück und sorgten mit ihrem vierten Saisonsieg für strahlende Gesichter bei ihrem Trainer.
Nach dem Ausscheiden im Pokal gegen den HC Hamburg sprach André Haber (40) unter anderem über die verloren gegangene Crunchtime – die erste der noch jungen Spielzeit.
Im Spiel gegen Leipzig reichte der Endspurt nicht mehr aus, um noch entscheidend aufzuschließen. Bei den vorangegangenen Siegen hatten die Dresdner ihre Gegner jedoch so deutlich dominiert, dass in der Schlussphase keine Gefahr mehr bestand.
Auch der Auftritt in Hamm fällt genau in diese Kategorie – sehr zur Freude von Haber.
„Ich traue uns zu, die nächste Crunchtime zu gewinnen“, hatte der Trainer bereits vor der Begegnung mit den Westfalen betont.
Er fügte hinzu: „Deutliche Handballspiele gewinne ich aber auch gerne. Am liebsten ist es mir, wenn wir gewinnen – und am allerliebsten, wenn wir die Crunchtime gar nicht erst erzwingen müssen.“
Dass sein Team ihm an diesem Abend viel Stress ersparte und einen souveränen Auftritt zeigte, bereitete Haber natürlich große Freude. Ebenso positiv stimmte ihn jedoch auch die Art und Weise des Spiels.
„Wir haben das hohe Tempo konstant gehalten, obwohl wir bereits zwei Spiele in der Woche hatten. Die Bereitschaft, schnell zu spielen, war wirklich hervorragend. Wir sind das ganze Spiel über aufs Gas gegangen und haben zudem viel Unterstützung von der Bank erhalten, was sehr wichtig war“, erklärte der Coach.
Wie stark der HCE derzeit aufspielt, unterstreichen die Zahlen: Nach fünf Partien stehen 195 erzielte Tore zu Buche – ein Schnitt von 39 Treffern. Am Samstag knackten sie zum zweiten Mal die 40-Tore-Marke!
Dennoch liegt der Fokus auf anderen Aspekten, wie der ehemalige Hammer Julius Meyer-Siebert (26) nach dem Erfolg erläuterte: „Wir haben ein großes Ziel vor Augen. Die Abwehr soll ein entscheidender Schlüssel zu unserem noch größeren Ziel – dem Aufstieg – sein.“
„Bei all den vielen Toren, die wir erzielen, dürfen wir die Defensive nicht vernachlässigen, sondern müssen bis zum Ende konsequent dagegenhalten.“
Die 28 Gegentore in Hamm sind dabei ein vielversprechender Schritt in die richtige Richtung.