Harald Schmidt spricht Klartext zur Olympia-Bewerbung: „Das Münsterland ist nicht Versailles, aber …“
Köln – Am Samstag wird entschieden, welche Stadt in Deutschland den Zuschlag für die Olympischen Spiele erhält. Für Harald Schmidt steht der Gewinner jedoch schon fest.
Der 69-jährige Late-Night-Star würde sich freuen, wenn seine Wahlheimat Köln den Zuschlag für die Sommerspiele bekommt. „Ich fände es großartig. Ich bin völlig dafür“, erklärte er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Seine eindeutige Haltung begründet Schmidt, der sich zuletzt auch klar zur Kanzlerkrise um Friedrich Merz (70) geäußert hat, ganz pragmatisch: „Weil es immer einen positiven Impuls für die Stadt und die Region bringt, in der die Spiele stattfinden.“
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (70) wird am 26. September die Entscheidung bekannt geben und den deutschen Bewerber für die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 präsentieren. Neben der Rhein-Ruhr-Region mit Köln als Zentrum ist nur noch München im Rennen.
Obwohl Schmidt ursprünglich aus Schwaben stammt, schlägt sein Herz in diesem Fall klar für den Westen. Die Rhein-Ruhr-Region müsse sich keinesfalls verstecken. „Man sollte auch etwas Selbstvertrauen zeigen“, betont der bekannte Zyniker.
Im Münsterland gebe es beispielsweise „hervorragende Austragungsorte für die Reitwettbewerbe, und ich muss Reiten nicht erst erklären.“ Natürlich könne man das nicht mit Versailles vergleichen.
„Aber ich bin mir sicher: So eine Veranstaltung gibt immer einen Schub, und ich fände es großartig, wenn es klappt“, sagt Schmidt.
Kritische Stimmen hinsichtlich Köln bewirken bei dem Fernsehstar sogar das Gegenteil: Er schwärmt nur noch mehr für seine Heimatstadt. „Seitdem es modern geworden ist, auf Köln einzuschlagen, fühle ich mich fast wie ein echter Kölner“, betont er.
Er fügt vielsagend hinzu: „Ich könnte jederzeit woanders leben, aber ich finde Köln wirklich klasse.“
Im Unterschied zu München fehlt Köln-Rhein-Ruhr allerdings ein Leichtathletikstadion, also das Herzstück der Olympischen Spiele.
Dieses soll gemeinsam mit dem Olympischen und Paralympischen Dorf im Norden Kölns entstehen – auf einem Acker, der seit rund zehn Jahren für das neue Stadtviertel Kreuzfeld vorgesehen ist.