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Vorerst kein neuer Vertrag: Hansa lässt zwei Profis vorerst warten

Rostock – Mit einem 25-köpfigen Kader startete Hansa Rostock am Sonntag in die Vorbereitung auf die kommende Saison. Cedric Harenbrock und Lukas Kunze (beide 28 Jahre) fehlen jedoch dabei.

Der Verein hat beide Spieler vorerst auf Eis gelegt und hält ihre Zukunft offen. Nach fünf Wochen Sommerpause bedeutet das allerdings auch, dass sie momentan nicht die oberste Priorität genießen.

Spielmacher Harenbrock zeigte seinen Wert stets, wenn er fit war (in der vergangenen Saison 21 Einsätze und neun Torbeteiligungen). Allerdings musste der gebürtige Wuppertaler in zwei Jahren bei Hansa aufgrund verschiedener Verletzungen 22 Spiele aussetzen.

Deshalb sucht Rostock nach verlässlicheren Alternativen: „Im Moment sind wir auf der Zehnerposition aktiv auf der Suche“, erklärt Sportdirektor Amir Shapourzadeh (43).

Auch Harenbrock selbst sondiert derzeit den Markt und wird mit mehreren Drittligisten in Verbindung gebracht. Shapourzadeh kommentiert: „Bisher existiert von beiden Seiten noch keine endgültige Entscheidung.“

Eine vergleichbare Lage herrscht bei Mittelfeldspieler Kunze, der in der Rückrunde an Arminia Bielefeld ausgeliehen war, dort aber eher eine Nebenrolle einnahm (zwölf Einsätze, ein Tor). Auch er wurde von Shapourzadeh vorerst zurückgestellt:

„Derzeit liegt unser Fokus auf der Zehn. Ob das Thema Achter beziehungsweise Box-to-Box-Mittelfeld noch einmal relevant für uns wird, kann ich aktuell nicht sagen. Wir stehen jedoch in einem guten und offenen Dialog.“

Mit anderen Worten: Kunze könnte nur dann interessant werden, wenn einer der aktuellen Spieler auf seiner Position den Verein verlässt. Besonders bei Benno Dietze (22) gibt es immer wieder lose Anfragen.

Außerdem deutet bei Hansa vieles auf eine langfristige taktische Umstellung hin, die die Anzahl der Achter reduziert. Stattdessen soll ein offensiver Flügelspieler sowie Verstärkung für die Außenverteidigerpositionen auf links und rechts verpflichtet werden.

Die Tür für Rechtsverteidiger Jan Mejdr (31), der sich am Kreuzband verletzt hat, bleibt dennoch offen: „Wir sind optimistisch, dass wir auch für Jan eine vertragliche Lösung finden, da wir den Jungen nicht im Stich lassen wollen“, versichert Shapourzadeh dem Tschechen.

Der Klub hat dem robusten Spieler angeboten, einen Teil seiner Reha in Rostock durchzuführen und sich dabei von den Vereinsärzten betreuen zu lassen.