Der derzeit größte Herausforderer der SGD heißt Dynamo Dresden: „Das ist eindeutig mein Bereich“
Dresden – Dynamo Dresden stellt aktuell den größten Gegner für die SGD dar. Es ist kaum zu fassen, wie sich die Mannschaft immer wieder durch gravierende eigene Fehler um den verdienten Lohn bringt. Beim 1:2 gegen Bochum waren es weder Konter noch Standardsituationen, die zum Gegentor führten, sondern schwere Fehler im Spielaufbau – einmal begangen von Nicolai Rapp (29), einmal von Alex Rossipal (30).
Bislang waren diese Fehler kein großes Problem, denn die ruhenden Bälle und die Absicherung bei schnellen Gegenstößen funktionierten gut. Diese Bereiche wurden gezielt trainiert und verbessert. Doch all das nützt wenig, wenn andere Fehler ins Spiel kommen.
Auch wenn Trainer Thomas Stamm (43) vor dem Spiel ausdrücklich vor Bochum gewarnt hatte, die „aggressiv, mit Power und Tempo auftreten“, zeigte sich das Team nicht ausreichend vorbereitet. Nach zwei energischen Vorstößen lag Bochum bereits mit 2:0 in Führung.
„Zwei Gegentore, zwei Ballverluste. Den ersten Ballverlust muss ich klar auf meine Kappe nehmen. Ich habe das Spiel dadurch in eine unerwünschte Richtung gelenkt. Das war eindeutig mein Fehler“, gab Rapp offen zu, ohne Ausflüchte zu suchen.
Wer Tim Schreiber (24) eine Mitschuld geben möchte, liegt falsch: Er soll aktiv ins Spiel eingreifen und Spielzüge eröffnen. Rapp hatte bei seinem Pass ausreichend Raum gegenüber den zwei Bochumer Pressingspielern – doch die von Stamm geforderte Aufmerksamkeit fehlte ihm in diesem Moment.
Das zweite Gegentor entstand auf ähnliche Weise. „Wir hatten viele einfache Ballverluste, auch nach gewonnenen Bällen. Bochum sammelte viele Gelbe Karten, doch wir schafften es nicht, eine Gelb-Rote Karte zu provozieren – auch nicht in der zweiten Halbzeit. Aber ja, dann müssen wir uns selbstkritisch hinterfragen“, erläuterte Rapp.
Die Fehler im Spielaufbau waren nur ein Problem, das andere war die mangelnde Chancenverwertung. Tobias Raschl (26) hatte Pech mit einem Schuss, der am Innenpfosten landete (64.), andere Chancen wurden leichtfertig vergeben oder der letzte Pass kam nicht an.
Dennoch konnte Dresden keinen dauerhaften Druck aufbauen, da sich Bochum immer wieder befreien konnte. „Das stimmt. Wir müssen einfach die Chancen, die wir bekommen, besser nutzen. Ich bin überzeugt, dass man aus der einen oder anderen Gelegenheit ein Tor machen kann“, so Rapp.
Für Dynamo heißt es jetzt, sich aufzurappeln. „Es nützt nichts, den Kopf in den Sand zu stecken. Noch 30 Spieltage liegen vor uns. Nächste Woche wollen wir auswärts die drei Punkte holen“, motivierte Rapp seine Mannschaft.
Das wird allerdings nur funktionieren, wenn bei Standards alles passt, die Abwehr bei Kontern stabil bleibt und im Spielaufbau keine Fehler mehr passieren. Und natürlich muss Dynamo auch öfter treffen.
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Tabelle der 2. Bundesliga
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Meister der Zweiten Liga und steigt in die Bundesliga auf. Dasselbe gilt für den zweiten Rang. Die Mannschaft auf Platz drei spielt gegen den Drittletzten der Bundesliga in der Relegation um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.