„Das tut richtig weh“ – Großer Frust beim CFC nach der ersten Saisonniederlage
Chemnitz – „Niederlagen gehören nun mal zu einer Spielzeit dazu“, zeigte sich CFC-Coach Benjamin Duda (38) nach der ersten Pleite der Chemnitzer gefasst.
Am Mittwochabend unterlagen die Himmelblauen vor 5444 Zuschauern im heimischen Stadion mit 0:1 (0:0) gegen den SV Babelsberg 03.
Im vorherigen Heimspiel gegen Carl Zeiss Jena (1:1) hatte die Duda-Elf in der Nachspielzeit noch den Ausgleich erzielt. Gegen die Filmstädter fiel der entscheidende Treffer dagegen erst in der 86. Minute, als Joshua Okpalaike (19) einen Fehler von Tom Baumgart (28) bestrafte.
„Das tut wirklich sehr weh“, gab der erfahrene Spieler offen zu. Mitte August war Baumgart beim 3:1-Heimsieg gegen den Drittliga-Absteiger Aue mit seinem Doppelpack der gefeierte Held. Am Mittwochabend dagegen erlebte er die Schattenseite: „Freude und Leid liegen eben oft sehr nah beieinander.“
In der zweiten Halbzeit fehlte dem CFC die Durchschlagskraft, die man aus den vorangegangenen Partien gewohnt war. Die gefährlichste Aktion war der kraftvolle Schuss aus 16 Metern von Jonas Marx in der Nachspielzeit, den SVB-Keeper Niclas Müller jedoch glänzend entschärfte.
Duda kommentierte: „Wir haben nicht so präzise und zielstrebig gespielt wie in den vergangenen Wochen. Trotzdem sollte es ein Lernprozess sein, auch mal nicht überragend aufzutreten und dennoch die Chancen zu nutzen, um in Führung zu gehen und dem Spiel eine andere Richtung zu geben.“
Dem Team fehlte es laut dem Fußballlehrer keineswegs an Einsatzbereitschaft und Energie: „Die Jungs haben alles gegeben, was sie konnten. Leider waren wir zu nachlässig und unkonzentriert im Umgang mit dem Ball. Das Gegentor ist irgendwo symptomatisch für diese Fehler.“
Am Sonntag steht für den Zweitplatzierten das Gastspiel bei der BSG Chemie Leipzig an. In den vergangenen sechs Jahren war dies für den CFC eine schwierige Begegnung: vier Niederlagen und zwei Unentschieden.
„Das wird jetzt ein wichtiger Moment für die Mannschaft. Zum ersten Mal müssen wir eine Niederlage verarbeiten. Wir werden sie genau analysieren und hoffen, am Sonntag in Leutzsch besser aufzutreten“, so Duda mit Blick auf das kommende Duell.