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Torwartwechsel bei Dynamo als „Neuer Impuls“ – Schreiber nimmt die Situation gefasst hin

Dresden – „Für ihn ist das natürlich auch nicht einfach. Das verstehe ich gut, ich kenne solche Situationen selbst“, erklärte Lennart Grill (27), als er auf Tim Schreiber (24) angesprochen wurde. Am Samstag in Osnabrück überraschte die Entscheidung, dass Grill im Dynamo-Dress Schreiber im Tor ersetzte.

„Wir haben uns am Morgen darüber unterhalten, da die Nachricht erst am Abend kam und somit recht spät war. Doch ich denke, Tim hat die Entscheidung genau so angenommen, wie man es sich nur wünschen kann – fast perfekt“, schilderte die neue Nummer eins von Dynamo die Haltung seines Vorgängers.

„Er sagte einfach: ‚Genieß es, hab Spaß und nimm alles mit. Es ist schön, nach längerer Zeit wieder auf dem Platz zu stehen.‘ Trotzdem glaube ich, dass er sich heute lieber einen Sieg gewünscht hätte.“

Nach dem 1:1 an der Bremer Brücke stellte sich die Frage, warum Trainer Thomas Stamm (43) so früh in der Saison einen Torwartwechsel vornahm.

„Grundsätzlich wollten wir einen neuen Impuls setzen“, erläuterte der Dynamo-Coach und fügte hinzu: „Auch die Fragen auf der Innenverteidiger-Position oder im defensiven Mittelfeld hätten sich gestellt, aber letztlich wurde die Torwartfrage am stärksten diskutiert.“

Vor der langen Länderspielpause hatte der Schweizer nach der Heimniederlage gegen Hertha BSC gleich vier Veränderungen im Team vorgenommen, insbesondere in der Abwehr. Mit Friedrich Müller (20) und Nicolai Rapp (29) rückten zwei neue Innenverteidiger in die Startelf, auf der linken Seite vertrat Simon Straudi (27) – wegen Krankheit – einen anderen Spieler, und Tobias Raschl (26) begann als Sechser.

„Das Ziel ist es, nach durchschnittlich zwei Gegentoren in den ersten sechs Partien mehr Stabilität reinzubringen. Manchmal helfen neue Impulse durch taktische Wechsel – sei es in der Grundformation oder personell –, um diese Stabilität zu finden. Und genau das habe ich heute gesehen“, begründete Stamm seine Umstellungen.

Ob diese Maßnahmen bereits Wirkung zeigten, lässt sich nach nur einer Begegnung schwer beurteilen. Denn die Probleme – etwa fehlende Abwehrstabilität und mangelnde Kaltschnäuzigkeit nach eigener Führung – waren auch in Osnabrück klar sichtbar.

Immerhin kassierte das Team nur ein Gegentor, jedoch hapert es weiterhin im Offensivspiel erheblich. „Das bedeutet nicht, dass die Entscheidung falsch war, aber grundsätzlich war es eine schwierige Wahl, wie auf anderen Positionen auch“, kommentierte Stamm den Torwartwechsel.

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Am Sonntag wartet im Ost-Derby gegen den 1. FC Magdeburg die nächste Bewährungsprobe. Grill sagte: „Wie stelle ich mich darauf ein, wie agieren wir als Mannschaft? Alles Weitere wird sich zeigen. Natürlich hoffe ich, dass diese Situation keine Einmaligkeit bleibt.“

2. Bundesliga Tabelle

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Erstplatzierte am Saisonende wird Zweitliga-Meister und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Dies gilt ebenso für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte muss in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga antreten, um den Aufstieg oder den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.