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Vom Perspektiv-Team in die Bundesliga: Wie Tajuelo das NLZ beim HCE revolutionierte

Dresden – Ob in der C-Jugend oder im Perspektiv-Team – sobald ein Ball in der Halle unterwegs ist, behält Gonzalo Tajuelo (32) alles im Blick. Seit 2022 ist der Spanier Nachwuchskoordinator beim HC Elbflorenz und maßgeblich dafür verantwortlich, dass Talente wie Erik Schmelzer (20), Oliver Sandin (21) oder Ediz Aktas (21) den Sprung vom Nachwuchsleistungszentrum in die Profimannschaft schafften.

„Als ich hier anfing, hatte der HC Elbflorenz mit seinem NLZ bereits eine solide Grundlage geschaffen. Meine Aufgabe war es, die Akademie neu zu strukturieren und ein schlüssiges Spielkonzept zu entwickeln“, erklärt der 32-Jährige, der nun in seine fünfte Saison bei den Sachsen geht.

Seine handballerischen Wurzeln liegen im iberischen Stil aus Spanien und Portugal. Gleichzeitig hat er das mutige und moderne Abwehrspiel der Skandinavier in die Nachwuchsmannschaften des HCE integriert, sodass es heute zu einem Markenzeichen des Vereins gehört.

„Ich kam mit einer klaren Vision“, berichtet der Inhaber der EHF-Master-Lizenz, der seit Sommer 2023 zudem Cheftrainer des Perspektiv-Teams in der Regionalliga ist.

„Der Weg zum heutigen Konzept des HC Elbflorenz verlief jedoch nicht geradlinig. Ich lerne gern von anderen Trainern und bin offen dafür, mich auszutauschen, zuzuhören und zu diskutieren“, erklärt er und bezieht dabei sowohl ehemalige als auch aktuelle Trainer in Dresden in den Entwicklungsprozess mit ein.

Das Ergebnis ist nicht nur eine unverkennbare handballerische Ausrichtung, von der schließlich auch André Haber (40) und die Profimannschaft profitieren, sondern auch Erfolge in sämtlichen Nachwuchsklassen.

So belegte die C-Jugend vor zwei Jahren den dritten Platz im Nordosten, die B-Jugend startet bereits in ihre zweite Saison in der Junioren-Bundesliga, und die A-Jugend wird in der kommenden Spielzeit erstmals dank einer Wildcard in der höchsten Nachwuchsliga antreten. Außerdem besuchen nach fast 20 Jahren Pause wieder 24 junge Handballerinnen und Handballer das Sportschulzentrum.

Aus diesem Grund steht nach drei Jahren ohne Auszeichnung nun das HBL-Jugendzertifikat vor der Tür – ein Gütesiegel der Handball-Bundesliga, das hervorragende Bedingungen in der Nachwuchsarbeit bestätigt. Der HCE erfüllt wieder alle formalen Anforderungen, darunter hauptamtliche Trainer mit entsprechenden Lizenzen.

Was sich der gebürtige Spanier aus Ciudad Real für die Zukunft wünscht? Dass die Arbeit weiterhin so großartig bleibt wie bisher.

„Wir haben unglaublich hart dafür gearbeitet, um an den Punkt zu kommen, wo wir jetzt stehen“, sagt der 32-Jährige über die Erfolge im Nachwuchsbereich. „Dort wollen wir bleiben – und außerdem den einen oder anderen Spieler aus dem Perspektiv-Team in die Bundesliga bringen.“