Neu zusammengestelltes RB Leipzig erhält zunächst Pfiffe, doch dann überzeugen Gomis und Babybauch-Romulo
Leipzig – Die 41.129 Zuschauer in der Red Bull Arena mussten in der ersten Halbzeit starke Nerven bewahren, um die eher schwachen ersten 45 Minuten des Spiels zwischen RB Leipzig und der SV Elversberg zu ertragen. Nach dem Seitenwechsel wurden die Anhänger der Sachsen jedoch belohnt: Sie erlebten unter anderem zwei sehenswerte Treffer von Tidiam Gomis und Romulo mit Babybauch und feierten am Ende einen klaren 4:0-Sieg (0:0) in der Bundesliga.
Mit satten acht(!) Änderungen im Vergleich zur 1:4-Niederlage bei Real Madrid ging das Leipziger Team ins Spiel. Die neu formierten Bullen hatten deutlich Schwierigkeiten, richtig ins Match zu finden.
Die ersten zwanzig Minuten waren von wenig Tempo geprägt, da auch die Gäste aus Elversberg das Spiel vorsichtig angingen. Erst danach erkannten die Saarländer, dass hier durchaus etwas möglich war. Maurice Krattenmacher vergab eine frühe Möglichkeit jedoch deutlich (21.).
Die Fans, die sich in der feuchten Red Bull Arena bereits kalt fühlten, mussten sich selbst irgendwie aufwärmen, denn die Leipziger Spieler boten auf dem Rasen kaum Anlass zur Begeisterung.
Das Geschehen war stellenweise wirklich zäh. Die Rasenballer waren in der neu zusammengestellten Formation sichtlich noch nicht eingespielt. Zudem fehlte es an Bewegung nach vorne, und viele haarsträubende Fehlpässe prägten das Spiel.
Fast aus dem Nichts hätten die Gäste kurz vor der Pause fast das 1:0 erzielt. David Mokwa zog aus 25 Metern direkt ab und feuerte aufs Leipziger Tor. Torhüter Orjan Nyland verhinderte mit einer starken Parade den Einschlag (37.). Anschließend wurde Elversberg immer stärker, doch ein Treffer fiel bis zur Pause nicht. Zur Halbzeit wurden die Sachsen von Pfiffen begleitet.
Offenbar sprach Trainer Martin Demichelis in der Kabine deutliche Worte, denn sein Team kam mit deutlich mehr Schwung zurück auf den Rasen.
Die Gastgeber suchten sofort den Weg nach vorne und wurden bereits früh belohnt. Antonio Nusa setzte sich auf der linken Seite stark durch und spielte dann mustergültig auf Gomis, der vor SV-Keeper Nicolas Kristof keine Mühe hatte (48.).
Die Leipziger wurden im weiteren Verlauf immer wieder punktuell gefährlich. Nach 57 Minuten gelang Nyland ein bärenstarker Abschlag über die Mittellinie, den Gomis aufnahm und bis zum Tor durchlief. Kristof verhinderte mit dem Fuß das 2:0.
Nur neun Minuten später zappelte der Ball aber im Netz. Romulo wurde von Nusa hervorragend freigespielt und schob den Ball anschließend flach durch die Beine des Elversberger Schlussmanns – 2:0. Den Jubel mit dem Ball unter dem Trikot zur Andeutung eines Babybauchs zeigte der Brasilianer ebenfalls.
Die wenigen Chancen, die Elversberg als Aufsteiger hatte, wurden meist leichtfertig vergeben.
So erzielten die Gastgeber schließlich noch das 3:0 durch Rückkehrer Christoph Baumgartner, der nach einer Flanke direkt vor dem Tor nur den Kopf hinhalten musste (84.). In der Nachspielzeit bereitete der eingewechselte Abdoul Kone mit einer herrlichen Hackenablage einen weiteren Treffer vor – Romulo verwandelte zum 4:0-Endstand (90.+4)!
7. Spieltag
RB Leipzig - SV Elversberg 4:0 (0:0)
RB Leipzig: Nyland – Henrichs, W. Orban, Esteve, Finkgräfe – Reitz (62. Gruda), El Aynaoui, Banzuzi (72. Seiwald) – A. Maksimovic (46. Romulo), Nusa (72. Baumgartner) – Gomis (87. Koné)
SV Elversberg: Kristof – Gyamerah (59. Sirch), Pinckert, Rohr, La. Günther (81. Campbell) – Keidel, Poreba – Petkow, Schmahl (71. Francis Onyeka), Krattenmacher (59. Adam) – Mokwa (71. Futkeu)
Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock)
Zuschauer: 41.129
Tore: 1:0 Gomis (48.), 2:0 Romulo (66.), 3:0 Baumgartner (84.), 4:0 Romulo (90.+4)
Gelbe Karten: Reitz (1) / La. Günther (1)
Tabelle der 1. Bundesliga
Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Teams auf den letzten beiden Rängen (Platz 17 und 18) steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Position 16) nimmt an der Relegation teil, in der er gegen den Drittplatzierten der 2. Liga um den Klassenerhalt kämpft.