Gerd Osenberg verstorben: Er führte drei deutsche Olympia-Siegerinnen zum Triumph
Von Patrick Reichardt
Leverkusen – Die deutsche Leichtathletik trauert um Gerd Osenberg. Der erfahrene Trainer verstarb am Montagvormittag im Alter von 89 Jahren.
Diese Nachricht bestätigte seine einstige Schülerin Heide Ecker-Rosendahl der Deutschen Presse-Agentur.
Die 79-Jährige war am Montag selbst bei ihrem langjährigen Coach, um gemeinsam mit seiner Familie Abschied am Sterbebett zu nehmen.
Zuvor hatte Osenbergs Heimatverein, der TSV Bayer 04 Leverkusen, den Tod des Trainers bekanntgegeben. Osenberg war über viele Jahrzehnte als Betreuer beim Klub im Rheinland tätig und arbeitete zudem für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV).
Zu den herausragenden Athletinnen, die Osenberg auf ihrem Weg zum Erfolg begleitete, zählen neben Ecker-Rosendahl auch Ulrike Nasse-Meyfarth und Heike Henkel.
Ecker-Rosendahl (Weitsprung und Sprint-Staffel) sowie Nasse-Meyfarth (Hochsprung) errangen jeweils zweimal olympisches Gold. Hochspringerin Henkel wurde 1992 bei den Spielen in Barcelona Olympiasiegerin.
„Mit Gerd Osenberg verliert der TSV Bayer 04 Leverkusen nicht nur einen der erfolgreichsten Trainer seiner Vereinsgeschichte, sondern auch einen Menschen, der viele Generationen geprägt und den Klub nachhaltig gestaltet hat“, hieß es in einer Stellungnahme des Vereins.
Sein Name werde „für immer untrennbar mit den größten Erfolgen der Leverkusener Leichtathletik“ verbunden bleiben, so die Erklärung weiter.