HSV-Blog: Yussuf Poulsen verpasst beinahe den Wiederanpfiff – überraschender Grund
Hamburg – Nach einem enttäuschenden Start in die Saison gelang dem HSV am Samstagnachmittag gegen den 1. FC Köln der erste Sieg der laufenden Spielzeit.
Mit diesem Erfolg können die Rothosen zumindest etwas erleichtert in die anstehende Länderspielpause gehen.
In unserem HSV-Blog erfahrt Ihr alle aktuellen Informationen zum Team, mögliche Transfergerüchte und weitere Neuigkeiten aus dem Volksparkstadion.
Fast hätte Yussuf Poulsen beim Spiel gegen den 1. FC Köln (2:1) den Wiederanpfiff verpasst. Trainer Merlin Polzin brachte den dänischen Stürmer zur zweiten Halbzeit ins Spiel, doch Poulsen suchte vergeblich nach seinen Schienbeinschonern.
„Ich bin nochmal schnell zurück in die Kabine gerannt – das war schon etwas hektisch“, berichtete der 32-Jährige lachend nach dem Spiel. Kurz vor der zweiten Spielhälfte wollte er noch einmal in der Kabine nachsehen, konnte in dem Trubel jedoch nichts finden.
Um doch rechtzeitig am Mittelkreis zu sein, lieh er sich schließlich die Schoner eines Mitspielers. „Am Ende lagen sie aber tatsächlich noch in der Kabine“, gab er schmunzelnd zu.
Nach der dritten Niederlage in Folge, einem 0:5 gegen RB Leipzig am Sonntag, rangiert der HSV mit null Punkten und zwölf Gegentoren aktuell am Tabellenende der Bundesliga. Welche Konsequenzen hat das für Trainer Merlin Polzin?
Bislang offenbar keine, wie sich zeigt. Sportvorständin Kathleen Krüger (41) betonte bereits vor dem Spiel am Sonntag und nach der 0:5-Pleite gegen Mainz 05, dass der Verein weiterhin hinter Polzin steht und gemeinsam den eingeschlagenen Weg fortsetzen möchte. Laut „Bild“ sollen die Verträge des Trainerteams sogar bis 2029 verlängert werden.
Die Clubführung gibt dem Aufstiegstrainer trotz des schlechten Saisonstarts Rückhalt. Einige Fans in den sozialen Medien sehen das allerdings anders: Zwar bedanken sie sich bei Polzin für seine bisherigen Leistungen, wünschen sich aber teilweise frischen Wind auf der Trainerbank.
Diese Niederlage schmerzt gleich doppelt: Die HSV-Frauen unterlagen am Freitag im Nordderby bei Werder Bremen mit 0:1.
Das einzige Tor vor 26.814 Zuschauern im Weserstadion erzielte Isabella Jaron (24) per Kopf nach einer Ecke in der 49. Minute.
Wichtige Info für alle HSV-Anhänger: Am Donnerstag wurden die Spieltage 5 bis 11 der Bundesliga mit genauen Anstoßzeiten festgelegt. Das Nordderby bei Werder Bremen findet an einem Sonntag um 17:30 Uhr statt.
Die anstehenden Partien im Überblick:
Positive Nachrichten für die Fans: Der HSV hat die offizielle Genehmigung erhalten, die Kapazität des Stadions auf über 60.000 Plätze zu erhöhen.
Die ersten Umbauarbeiten sollen laut Vereinsangaben bereits im Oktober beginnen. Diese finden in den spielfreien Zeiträumen zwischen den Heimspielen der Bundesliga-Mannschaften (Herren und Damen) statt, um den Spielbetrieb nicht zu beeinträchtigen.
Die Finanzierung des Ausbaus übernimmt der HSV Supporters Trust. Dieser bündelt die Mittel, die durch die Beteiligung der Fans am Klub generiert werden, und nutzt sie insbesondere, um neue Anteile an der HSV Fußball AG & Co. KGaA zu erwerben, wodurch die benötigten finanziellen Ressourcen bereitgestellt werden.
Ein besonderes Datum steht bevor: Am 15. September darf Mario Vuskovic (24) nach seiner Dopingsperre endlich wieder mit der Mannschaft trainieren.
Fest steht schon, dass der HSV an diesem Tag eine öffentliche Trainingseinheit um 15 Uhr abhalten wird – die Anhänger wollen das Comeback des Kroaten unbedingt miterleben.
Wo das Training genau stattfinden wird, ist noch unklar. Medienberichten zufolge erwägt der Verein, die Einheit im Volksparkstadion abzuhalten, um dem großen Andrang der Fans gerecht zu werden. Die Entscheidung soll in den nächsten Tagen fallen.
Er bekommt die Chance, Champions-League-Luft zu schnuppern: Daniel Elfadli (29) wechselt bis Saisonende auf Leihbasis zum österreichischen Meister Linzer ASK. Dort wird der vielseitige Defensivspieler unter anderem auf Real Madrid und den FC Liverpool treffen.
„Aufgrund der starken Konkurrenz bei uns war seine Einsatzzeit zuletzt begrenzt. Die Leihe zum LASK bietet ihm nun eine großartige Möglichkeit, die wir ihm nicht verbauen wollten. Wir sind überzeugt, dass Fadli mit seiner Vielseitigkeit und Persönlichkeit auch beim neuen Klub eine Bereicherung sein wird“, erläuterte Sportdirektor Claus Costa (42).
Elfadli war im Sommer 2024 vom 1. FC Magdeburg zum HSV gewechselt und hatte maßgeblichen Anteil am Aufstieg. In der Bundesliga verlor er jedoch seinen Stammplatz, weshalb der Verein ihm nun einen Wechsel nahelegte.
Das Personal-Karussell dreht sich weiter: Emir Sahiti (27) verlässt den HSV und schließt sich dem Zweitligisten Hannover 96 an. Dies bestätigten beide Vereine am Deadline-Day.
„Nach seiner Rückkehr aus der Leihe in Israel führten wir offene und ehrliche Gespräche mit Emir, in denen wir gemeinsam feststellten, dass seine Chancen auf regelmäßige Spielzeit begrenzt sind“, erklärte Costa die Gründe für den Transfer.
Sahiti selbst äußerte sich dankbar: „Die Zeit beim HSV war großartig. Es war mir eine Ehre, für diesen traditionsreichen Klub aufzulaufen. Ich freue mich, dass wir zusammen den Aufstieg geschafft haben und ich Teil dieser Mannschaft war.“
Der Kosovare bestritt seit Sommer 2024 insgesamt 26 Pflichtspiele für die Rothosen und steuerte dabei drei Tore sowie zwei Vorlagen bei. In der vergangenen Saison war er an Maccabi Tel Aviv ausgeliehen.
Wie bereits vermutet: Der HSV verleiht Offensivspieler Rayan Philippe (25) für eine Saison an den Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn 07.
„Durch Veränderungen im Kader hat sich seine Situation kurzfristig verändert. Er äußerte den Wunsch nach mehr Spielpraxis. Mit Paderborn hat sich eine passende Lösung für alle gefunden“, erklärte Sportdirektor Claus Costa.
Der Franzose war im vergangenen Sommer aus Braunschweig zum HSV gekommen und erzielte in 33 Pflichtspielen fünf Tore. Bereits am 7. Spieltag trifft Philippe mit seinem neuen Verein auf den HSV.
Auf die Fans wartet ein Highlight: Fábio Vieira (26) steht kurz vor seiner Rückkehr zum HSV! Der Portugiese soll bereits in Hamburg angekommen sein und noch am Sonntag den Medizincheck absolvieren, bevor er einen langfristigen Vertrag unterschreibt.
Nach monatelangen Verhandlungen gab es in den letzten Stunden den Durchbruch. Wie mehrere Medien berichten, überweisen die Rothosen rund neun Millionen Euro Ablöse an den FC Arsenal. Die „Gunners“ hatten zu Beginn deutlich mehr verlangt.
Vieira hatte in der vergangenen Saison als Leihspieler herausragende Leistungen gezeigt und signalisiert, dass er langfristig zum HSV wechseln möchte. Nun geht für den Technikspieler und viele Fans ein Wunsch in Erfüllung.
Während die HSV-Anhänger der Verpflichtung von Fábio Vieira entgegenfiebern, arbeiten die Rothosen bereits an weiteren Transfers. Nach diversen Medienberichten haben sich die Hanseaten mit zwei Rechtsverteidigern geeinigt.
Wunschkandidat ist Zakaria El Ouahdi vom KRC Genk. Der Marokkaner möchte offenbar unbedingt nach Hamburg und soll sich bereits mit dem Verein einig sein. Schwierigkeiten gibt es allerdings noch in den Verhandlungen zwischen den Clubs bezüglich der Ablöse.
Als Alternative hat der HSV offenbar Arthur (23) von Bayer 04 Leverkusen ins Visier genommen. Auch mit dem Brasilianer gibt es angeblich eine Einigung, offiziell ist dies aber noch nicht bestätigt.
Die Hoffnung bleibt bestehen: Bis Dienstag hat der HSV noch Zeit, die Rückkehr von Fábio Vieira endgültig unter Dach und Fach zu bringen. Sportdirektor Claus Costa reiste eigens nach London, um den Portugiesen persönlich zu treffen.
Trainer Merlin Polzin bezeichnete den Besuch bei der Pressekonferenz am Dienstag als „riesiges Zeichen der Wertschätzung“. Der Verein sei verpflichtet, alles zu tun, um den Transfer trotz der hohen Ablöseforderungen des FC Arsenal zu realisieren.
„Fábio hat uns in der vergangenen Saison viele großartige Momente beschert. Er ist ein herausragender Spieler und zugleich ein Typ, der perfekt in die Mannschaft passt und etwas ganz Besonderes mitbringt“, betonte der Coach.
HSV-Coach Merlin Polzin zeigt sich nach eigener Aussage nicht nervös, obwohl kurz vor dem Bundesliga-Start noch keine Klarheit über seinen neuen Vertrag beim Traditionsverein besteht.
„Die Frage ist immer, wie man Klarheit definiert. Ich glaube, sowohl wir als Trainerteam wissen genau, was wir am Verein haben, als auch der Klub, was er an uns hat“, erklärte der 35-Jährige in der Pressekonferenz vor dem ersten Spieltag bei Borussia Dortmund.
Wichtig sei, und das habe er schon mehrfach betont, „dass wir uns in offenen und klaren Gesprächen befinden“. Das sei nach wie vor der Fall. Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2027.
Ein Stichtag für Entscheidungen werde es nicht geben. Man spreche über alles, was für beide Seiten relevant sei. „Es ist kein Geheimnis, dass wir voll engagiert sind, aber niemand muss sich Sorgen machen, dass ich oder wir nervös sind oder dass es dem Verein so geht.“
Das „Enfant terrible“ hat einen neuen Klub gefunden: Nach übereinstimmenden Medienberichten steht Jean-Luc Dompé (30) kurz vor einem Wechsel zum türkischen Erstligisten Konyaspor.
Der Franzose war Anfang August beim HSV aus sportlichen Gründen aussortiert worden. In die Entscheidung dürften auch wiederholte Disziplinlosigkeiten des Flügelspielers eingeflossen sein.
Dompé war im Sommer 2022 zum HSV gekommen, absolvierte 113 Pflichtspiele (18 Tore, 33 Assists) und gehörte als Leistungsträger zum langersehnten Aufstieg 2025.
Im ersten Saisonspiel haben die HSV-Frauen gegen den SC Freiburg den ersten Punkt geholt.
Erst in der 73. Minute gelang Nikola Karczewska der Ausgleich. Für die 26-Jährige war es das erste Pflichtspiel für die Rothosen. Die Partie im Volksparkstadion endete 1:1.
Warmed Omari (26) erlebt bewegte Tage: Der HSV-Verteidiger ist zum zweiten Mal Vater geworden. Am vergangenen Sonntag wurde seine Tochter geboren.
Gleichzeitig muss Omari wegen einer Schulterverletzung, die nach einem Testspiel gegen OSC Lille mit einer MRT-Untersuchung diagnostiziert wurde, vorerst kürzertreten.
Wie der Verein am Mittwoch mitteilte, wird die Verletzung konservativ behandelt. Omari steht den Rothosen daher vorerst nicht zur Verfügung und verpasst den Saisonstart.
Der erste Pokalgegner der HSV-Frauen steht fest: In der ersten Runde treffen die Bundesliga-Spielerinnen auf den Zweitligisten SV Meppen.
Das ergab die Auslosung am Montag. Das Spiel wird zwischen dem 27. und 28. September stattfinden, der genaue Termin steht noch aus.
Der Verein gab am Freitag offiziell bekannt: Eigengewächs Fabio Baldé wechselt zum französischen Erstligisten Racing Straßburg.
In sechs Jahren am Volkspark entwickelte sich der 21-Jährige vom Nachwuchsspieler zum Profi. Der Transfer hatte sich bereits seit mehreren Wochen angekündigt. Laut Klub verlässt Baldé die Rothosen auf eigenen Wunsch, um sportlich den nächsten Schritt zu machen.
Zum Abschied fand die Vereinsführung warme Worte für den Flügelspieler und zeigte Verständnis für seine Entscheidung. „Diese Chance wollten wir ihm nicht verwehren. Fabio hat sich persönlich bei mir bedankt – für die Freigabe und die gemeinsamen Jahre. Das war ein sehr emotionaler Moment für uns beide“, sagte Sportdirektor Claus Costa.
Baldé selbst zeigte sich dankbar: „Als Hamburger Junge träumt man davon, irgendwann im Volksparkstadion und für den HSV zu spielen. Ich bin stolz und dankbar, dass ich mir diesen Traum erfüllen konnte. Ich bedanke mich bei allen, die mich auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben. Ich blicke auf eine prägende und schöne Zeit zurück und werde Hamburg und dem HSV immer verbunden bleiben.“
Bereits länger absehbar: Der Transfer von Fabio Baldé nach Frankreich steht kurz vor dem Abschluss. Medienberichten zufolge wechselt der gebürtige Hamburger zu Racing Straßburg.
Dem Vernehmen nach erhält der HSV sieben Millionen Euro Ablöse plus Boni – eine beachtliche Summe für einen Ergänzungsspieler.
Vor einigen Tagen hatte Baldé bereits alle HSV-Fotos auf Instagram gelöscht – spätestens da war klar, dass seine Zeit bei den Rothosen zu Ende geht.
In rund einem Monat soll der wegen Dopings gesperrte Mario Vuskovic wieder ins Training beim HSV zurückkehren. Vorab überraschte der Verein den 24-Jährigen.
„Wir haben ihm ein Trikot mit einer persönlichen Botschaft vom Trainerteam, dem Staff und der Mannschaft in Form eines Videos geschickt. Das hat ihn sehr bewegt und ihm gezeigt, dass er Teil unserer Mannschaft ist“, erklärte Cheftrainer Merlin Polzin.
Bis zur Rückkehr an den Volkspark stehen die Verantwortlichen zudem im Austausch mit Vuskovics Personaltrainer. „Wir hatten Ende der Woche einen ausführlichen Videocall, um seinen aktuellen Stand zu besprechen“, so Polzin. „Es geht um Anforderungen für seine Position als zentraler oder halb linker Innenverteidiger, damit er in den nächsten vier Wochen gezielt daran arbeiten kann.“
Der Bruder von Abwehrchef Luca Vuskovic (19, Brighton and Hove Albion) war 2022 wegen Epo-Dopings für vier Jahre gesperrt worden. Er bestreitet seine Schuld weiterhin.
Fabio Baldé soll laut der BILD kurz vor einem Wechsel in die französische Ligue 1 stehen. Derzeit laufen Gespräche mit einem Erstligisten aus Frankreich.
Eigentlich ist Baldé noch bis 2029 an den HSV gebunden. Aufgrund zahlreicher Verletzungen kam er jedoch nie regelmäßig zum Einsatz und fiel immer wieder aus – so auch in diesem Sommer, wo er bislang kein Testspiel bestritt.
Nun hat der 21-Jährige auf Instagram sämtliche Beiträge und Fotos, die den HSV zeigen, gelöscht. Ist das ein klares Zeichen für seinen Abschied und den Wechsel nach Frankreich? Ein letzter Post mit HSV-Bezug trug die Überschrift: „The Last Dance. Danke für den unfassbaren Support.“
Obwohl dieser Beitrag bereits nach dem letzten Heimspiel der vergangenen Saison gegen den SC Freiburg (3:2) veröffentlicht wurde – in dem Baldé 25 Minuten spielte und sein einziges Bundesliga-Tor erzielte – wirkt die Aktion dennoch etwas symbolträchtig.
Bundesliga-Tabelle
Die Tabelle der 1. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Am Saisonende wird der Tabellenführer Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 bedeuten den Abstieg in die 2. Bundesliga. Der Drittletzte (Platz 16) nimmt an der Relegation teil, um den Klassenerhalt zu sichern. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.