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Felix Klaus erneut im Mittelpunkt! Fürth-Kapitän verhindert St. Paulis Auftaktsieg am Millerntor

Hamburg – Gefahr durch „Voll“! Am Sonntagnachmittag zeigte sich dies gleich mehrfach beim Saisonauftakt des FC St. Pauli gegen Greuther Fürth. Besonders im Mittelpunkt stand dabei Kapitän Felix Klaus von der SpVgg. Mit seinem Ausgleichstreffer vermieste er den Hamburgern den erhofften Sieg. Die Kiezkicker trennten sich 1:1 (0:0) von den Gästen aus Mittelfranken und können mit dem Remis am Ende noch zufrieden sein.

Auch Musiker Johannes Oerding ließ sich das erste Ligaspiel seines Lieblingsvereins zum Saisonstart nicht entgehen. Gemeinsam mit einem nahezu ausverkauften und lautstarken Millerntor unterstützte er die „Boys in Brown“ von der Haupttribüne aus.

Die Freude der Kiezkicker-Fans war direkt zum Anpfiff spürbar, die neue Spielzeit hatte begonnen.

Mit viel Einsatz begann auch die Mannschaft die Partie gegen die Mittelfranken. Durch aggressives Pressing und Offensivdrang setzten die Hamburger die Spielvereinigung schnell unter Druck.

Das beinahe verdiente 1:0 fiel in der 13. Minute. Nach einem sehenswerten Steckpass von Branimir Hrgota lief Martijn Kaars alleine auf den Fürther Torwart zu und hätte nur noch einschieben müssen – doch sein schwacher Schuss landete sicher in den Armen von Florian Hellstern.

Danach wurde es erstmals richtig brenzlig für die Gastgeber. St.-Pauli-Keeper Ben Voll verhinderte in letzter Sekunde einen Konter von Felix Klaus und bewahrte seine Mannschaft vor einem Rückstand (19.). Nach einem starken Beginn der Rapp-Elf übernahm das Team von Heiko Vogel allmählich mehr Kontrolle im Spiel.

Immer wieder sorgte Klaus für Gefahr auf Seiten der Fürther. Gleich zwei weitere Male musste Voll gegen den Kleeblatt-Kapitän eingreifen, um seinen Kasten bis zur Pause sauber zu halten (36., 43.). Mit diesen Paraden war der Torwart bisher der herausragende Akteur auf dem Feld.

Der Auftakt der zweiten Halbzeit ging schnell: Bereits 57 Sekunden nach dem Wiederanpfiff durch Schiedsrichter Harm Osmars brachte St. Pauli das hart erkämpfte 1:0 auf das Spielfeld. Nach einer Ecke von links, getreten von Ex-Fürther Hrgota, köpfte Neuzugang Marcus Mathisen die Führung für die Hamburger ein.

Doch die Fürther ließen sich nicht lange entmutigen. In der 52. Minute erzielte ausgerechnet Felix Klaus den Ausgleich. Damit belohnte sich der Kapitän nicht nur für seine zahlreichen Chancen in der ersten Hälfte, sondern verlieh seiner Mannschaft auch neuen Schwung.

Weniger als zehn Minuten später war Klaus erneut auf und davon. Mit viel Tempo setzte sich der Mittelfeldspieler in der 60. Minute auf einem Konter gegen Voll durch, wurde jedoch rechtzeitig von Arkadiuz Pyrka gestoppt.

Mit der Einwechslung von Ricky-Jade Jones (73.) brachte Trainer Rapp frischen Wind ins Spiel. Doch bis auf eine gute Freistoßmöglichkeit in der 80. Minute, bei der Hrgota an der Strafraumgrenze zum Abschluss kam, sicherte Hellstern den Fürthern das Remis.

Auf der Gegenseite hätte es kurz vor Schluss beinahe nochmal für Fürth geklingelt, doch Ben Voll bewies erneut seine Klasse und rettete seinem Team knapp vor einer Niederlage.

Auch Neuzugang Hrgota lobte nach dem Spiel den starken Torhüter seines Ex-Klubs: „Das ist überragend für uns, er soll so weitermachen.“ Dass die Leistung keine Überraschung sei, wisse er, „weil er im Training solche Bälle hält“. Auch Trainer Rapp schloss sich dem Lob an: „Ich freue mich sehr für ihn, er ist ein sicherer Rückhalt.“

Am Ende mussten beide Mannschaften mit einem Punkt zufrieden sein. Nach einem durchaus vielversprechenden Start ließ St. Pauli etwas nach und kann mit dem Unentschieden dennoch leben.

FC St. Pauli – Greuther Fürth 1:1 (0:0)

St. Pauli: Voll – Nemeth (C), Mathisen, Ando – Pyrka (78. Jansson), Rasmussen (85. Smith), Fujita, Oppie (85. Ahlstrand), Hrgota – Hara (73. Jones), Kaars

Greuther Fürth: Hellstern – Dehm (87. Reich), Heuer, Keresztes, Itter – Bansé (76. Arifi), Will, Klaus (C, 76. Sillah), Appelkamp (87. Wallentowitz), Pohlmann (70. Keller) – Srbeny

Schiedsrichter: Harm Osmars (Hannover)

Zuschauer: 29.218

Tore: 1:0 Mathisen (46.), 1:1 Klaus (52.)

Gelbe Karten: Pyrka (1)

Besonderheiten: Erstmals wurde die neue Sechs-Sekunden-Regel angewandt. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit verzögerte Jannik Dehm den Einwurf zu lange, woraufhin der Schiedsrichter auf Uhr zeigte und den Einwurf an St. Pauli gab.

Erstmeldung 15:36 Uhr, Update 16:32 Uhr.