Vandalismus im Gästeblock: Fünftligist enthüllt entstandene Schäden
Von Rico Maurer
Bremen – Nur wenige sorgen für Probleme, doch letztlich leiden alle darunter. Anhänger des Zweitligisten Hannover 96 sollen beim DFB-Pokal-Spiel in der ersten Runde gegen den SV Hemelingen im Gästeblock randaliert haben.
Nach der deutlichen 1:9-Klatsche am Samstag veröffentlichte der Fünftligist auf Instagram Bilder von den Beschädigungen in den Sanitäranlagen des Bremer Weserstadions. Die Begegnung fand aufgrund der Kapazität in dieser Spielstätte statt.
Die Fotos zeigen Beschmierungen an Wänden und Spiegeln, überflutete Toiletten und aus der Verankerung gerissene Waschbecken.
Der Amateurverein macht jedoch die überwiegende Anzahl der 96-Fans nicht für die Vorfälle verantwortlich. „Umso bedauerlicher“ sei es für den Sportverein, dass sich dennoch einige Zuschauer derart danebenbenommen hätten.
„Wir sind ein Klub aus der fünften Liga, ohne eine gewachsene Rivalität oder Feindseligkeit gegenüber Hannover. Nur weil wir aus Bremen stammen, entsteht daraus keine Fehde“, betonte der Verein in seiner ausführlichen Stellungnahme.
„Ohne gesicherte Beweise wollen wir niemandem die Schuld an den Zerstörungen zuschreiben. Klar ist jedoch: Wer Fußball als Vorwand für Gewalt und Vandalismus missbraucht, hat nichts mit echter Fankultur zu tun.“
Für Hemelingen sind nicht nur die Ausmaße der Beschädigungen ärgerlich, sondern auch die damit verbundenen Kosten. Der Klub muss die Reparaturen nämlich selbst finanzieren.
Da die entstehenden Aufwendungen den SVH nach eigener Aussage stark belasten, wurde auf der Plattform „GoFundMe“ eine Spendenaktion ins Leben gerufen. „Wir sind auf Unterstützung angewiesen“, heißt es dort.