Hart umkämpftes Sachsenderby – Die Eislöwen bewahren am Ende die Ruhe
Weißwasser – Ein schwacher Start, doch am Ende ein klarer Sieg: Im Sachsenderby setzten sich die Dresdner Eislöwen auswärts bei den Lausitzer Füchsen mit 6:2 (0:1, 3:1, 3:0) durch und konnten damit die zuvor deutliche Niederlage in Düsseldorf (1:6) wieder wettmachen. Ein leichter Erfolg war das jedoch keineswegs in Ostsachsen!
„Es ist wichtig, keine unnötigen Strafen zu bekommen“, hatte der ehemalige Fuchs Tomas Andres vor dem Spiel betont. Dies klappte nahezu perfekt – zunächst genau 2:29 Minuten. Dann musste allerdings Bruno Riedl wegen Beinstellens auf die Strafbank.
Lane Scheidl verpasste kurz danach die Möglichkeit, für die Füchse am rechten Netz in Führung zu gehen. Doch 27 Sekunden vor Ablauf der Strafe lud das Team aus Dresden die Gastgeber erneut ein: Bryan Lemos (4.) nutzte die Chance frei vor dem Tor und erzielte das 1:0 für Weißwasser.
Doch auch die Hausherren leisteten sich vor 2975 Zuschauern in der heimischen Arena mehrere Fehler. Das Team von Christof Kreutzer zeigte sich als guter Gastgeber – bis zur ersten Pause übertrafen die Gäste die Füchse deutlich mit 18:7 Torschüssen.
Ryan Mackinnon (4.), Jan Nijenhuis (13.) und Adam Helewka (19.) scheiterten jedoch immer wieder am Torhüter Anthony Morrone. Auch die einzige Überzahlsituation blieb ungenutzt. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Puck ins Tor geht“, stellte Andres im Gespräch mit SporteuropeTV fest und fügte hinzu: „Wir müssen körperlich aggressiver spielen. Weißwasser wird irgendwann ermüden, wir sind besser in Form.“
Zumindest in dem ersten Punkt sollte der Tscheche recht behalten: Den 19. Torschuss verwandelte er selbst und traf nach 1:31 Minuten im zweiten Drittel zum Ausgleich.
Das dürfte auch Bo Subr etwas beruhigt haben, denn der Coach der Eislöwen hatte in der Kabine offenbar lautstark reagiert. Kurz nach dem Ausgleich musste Weißwassers Samuel Schindler auf die Strafbank, und nur elf Sekunden später brachte Alec Alroth die Dresdner mit 2:1 in Führung.
Auch das 3:2 für Dresden fiel innerhalb weniger Sekunden. Gerade erst waren die Eislöwen nach ihrer dritten Unterzahl wieder komplett, da traf Tom Knobloch (39.) zur erneuten Führung, nachdem Jacob Schmidt-Svejstrup (33.) zuvor noch ausgeglichen hatte.
„Nach der Pause haben wir etwas schlampig gespielt, das muss im letzten Drittel besser werden“, meinte Füchse-Spieler Lane Scheidl. Die 26:13 Torschüsse der Gäste belegten das eindrucksvoll.
Eine ähnliche Situation wie beim Tor von Knobloch machte den Lausitzern jedoch einen Strich durch die Rechnung. Kaum hatten die Eislöwen ihre vierte Unterzahl überstanden, erzielte Tomas Sykora (47.) 21 Sekunden nach Beendigung der Strafzeit das 4:2.
Als Adam Helewka (50.) dann auch noch zum 5:2 traf und die Füchse selbst in einer sechs-gegen-drei Überzahlsituation (ab der 57. Minute) keine Chancen mehr nutzten, war klar: Der Plan der Eislöwen ging voll auf. Zum Schluss erhöhte Jan Nijenhuis (60.) sogar noch auf 6:2. Bereits am Sonntag (16 Uhr) steht für Dresden das nächste Spiel gegen Regensburg an, während Weißwasser um 17 Uhr in Rosenheim gefordert ist.