FSV-Spieler Sezer von Null zum Held: „Habe mich bereits bei meinen Mitspielern entschuldigt“
Zwickau – „Bereits in der Halbzeitpause habe ich mich bei meinen Jungs entschuldigt. Normalerweise spiele ich den Ball zehn von zehn Mal blind zum Gegenspieler. Doch beim Konter dachte ich nur: ‚Oh je, das sieht gar nicht gut aus‘“, berichtete Cemal Sezer (30) nach dem 2:1-Sieg gegen Jena und gab zu, wie kurz ihm der Mut vergangen war.
Sein Fehler im Spielaufbau führte zum 0:1-Rückstand. Doch er konnte den Fauxpas wettmachen und half dem FSV Zwickau, den Rückstand in den ersten Sieg der Saison zu verwandeln.
„Ich bin froh, dass ich zum entscheidenden Zeitpunkt den Ausgleich erzielen konnte“, erklärte der Stürmer, der eine Ecke von Sandro Sengersdorf (27) per Kopf im Tor unterbrachte – obwohl er ursprünglich gar nicht als Torschütze eingeplant war.
„Eigentlich war ich dazu da, den Gegner zu blocken, aber dann haben wir gesehen, dass ich völlig frei war. Wenn ich so frei zum Kopfball komme, kann ich auch mal treffen“, zeigte sich der 30-Jährige selbstbewusst.
Dank einer gesteigerten Leistung in der zweiten Halbzeit drehte Zwickau das Spiel gegen den letztjährigen Vizemeister.
Sezer meinte dazu: „In der ersten Hälfte waren wir zu tief und zu passiv. In der zweiten Halbzeit waren wir aggressiv und bissig. Nur so kannst du hier gewinnen!“
Erstmals seit dem Abstieg aus der 3. Liga im Jahr 2023 gelingt den Schwänen ein Auftaktsieg. Sezer sagte: „Ich hatte von der Negativserie gehört. Jetzt erwischen wir einen perfekten Start, darauf können wir aufbauen. Gleichzeitig dürfen wir nicht übermütig werden. Der Sieg in Jena ist ein deutliches Zeichen, aber wir sind ein Verein, der auf dem Boden bleibt und hart arbeitet.“ „Die ganzen anderen Sprüche, die jetzt in der Liga kursieren, beobachten wir ganz entspannt. Es ist ja nicht nur Altglienicke, die sich klar positioniert hat“, erklärte Sezer im Einklang mit den sportlichen Verantwortlichen in der Stadionallee: Lasst die anderen Klubs viel Wirbel machen.
Die Schwäne ziehen im Windschatten dieser Aufregung ihre Bahn.