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Wie schon gegen Chemie: FSV Zwickau schläft auch im Spiel gegen Altglienicke

Zwickau – Altglienicke bleibt weiterhin ein echter Angstgegner für Zwickau! Im siebten Aufeinandertreffen unterlagen die Rot-Weißen am Dienstagabend mit 1:2 (0:1) bereits zum fünften Mal. Dabei machten sich die Zwickauer wie schon gegen Chemie Leipzig durch eine späte Unachtsamkeit das Leben selbst schwer.

Zu Beginn stellte sich Zwickau defensiv auf, doch das konnte die frühe kalte Dusche nicht verhindern. Jonas Nietfeld scheiterte zunächst an Lucas Hiemann, bereitete damit jedoch unbeabsichtigt den Treffer von Sydney Sylla (6.) vor, der den schon geschlagenen Zwickauer Torhüter mühelos überwand.

Ein denkbar schlechter Start, der zudem durch die Verletzung von Sandro Sengersdorf (9.) zusätzlich erschwert wurde, was einen frühen Wechsel erzwang. Josua von Baer ersetzte ihn und rückte in der Viererkette auf die linke Seite.

Vor der Saison galt die Volkssport Gemeinschaft aufgrund zahlreicher prominenter Verstärkungen wie John Anthony Brooks, Lennart Czyborra und Sven Sonnenberg als Favorit auf die Meisterschaft. Dass diese Ambitionen berechtigt sind, zeigten die Berliner mit ihrer spielerischen Überlegenheit. Zwickau hatte in der ersten Halbzeit kaum eine Chance.

Der Spielaufbau der Gäste wirkte deutlich strukturierter, während bei der Schmitt-Elf viele Aktionen Stückwerk blieben, geprägt von ungenauen Flanken und Fehlpässen.

Hinzu kam der Eindruck, als seien die Gastgeber mental immer wieder einen Schritt zu langsam. Ein Sinnbild dafür lieferte eine Szene kurz vor der Pause: VSG-Torhüter Luis Klatte schlug einen langen Ball in letzter Sekunde ins Seitenaus. Ben-Luca Moritz wollte schnell einwerfen, um den zurückeilenden Keeper unter Druck zu setzen, doch keiner seiner Mitspieler reagierte darauf. Stattdessen ordnete sich das Team gemächlich neu, sodass die Gelegenheit vertan war.

Zwickau musste sich steigern – und das taten sie nach dem Seitenwechsel. Philipp Harant (52.) und Paul-Philipp Besong (54.) brachten mehr Gefahr ins Spiel als in der kompletten ersten Halbzeit. Auf der Gegenseite verpasste Nietfeld (59.) knapp das 0:2.

Danach beruhigte sich das Geschehen etwas und das Spiel folgte kurzzeitig dem bekannten Muster: Altglienicke suchte die spielerische Lösung, doch mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Schwäne wieder das Kommando. Fynn Seidel scheiterte innerhalb kurzer Zeit zweimal (76.), bevor er fünf Minuten später den längst verdienten Ausgleich erzielte. Theo Martens (86.) hatte sogar die Möglichkeit zum Sieg, doch sein Distanzschuss aus etwa 25 Metern strich knapp am langen Pfosten vorbei.

Zwickau war dem 2:1 zwar näher, zeigte aber auch weiterhin Unachtsamkeiten, die Biyan Kizildemir (89.) nutzte, indem er halblinks durchbrach und so den Gastgebern den letztlichen Sieg sicherte. Ein enttäuschendes Ende für Zwickau.

Regionalliga Nordost Tabelle

Der aktuelle Meister der Regionalliga Nordost steigt in dieser Saison direkt in die 3. Liga auf.