FSV nach Rückschlag erneut gefordert: Zwickau empfängt ungeliebten Gegner aus Berlin
Zwickau – „Ich bin wirklich enttäuscht und kann mir nicht erklären, warum wir so eingebrochen sind. Mir fehlen die Worte“, äußerte sich Paul-Philipp Besong (25) nach dem 2:2-Unentschieden bei Chemie Leipzig im FSV-TV. Mit einem vierten Sieg in Folge hätte der FSV Zwickau dem Spitzenduo dicht auf den Fersen bleiben können. Kein Wunder, dass der Torschütze seinem Frust freien Lauf ließ.
Er war nicht der Einzige, der die vergebene 2:0-Führung beim Tabellenletzten bedauerte. „Mit einer 2:0-Führung ging es in die Pause, das ist eine hervorragende Ausgangslage. So stellt man sich vor, wie man die zweite Halbzeit angehen möchte. Doch dann kam der Bruch. [...] Was soll ich dazu noch sagen?“, fragte sich Theo Martens.
Mit Blick auf das Heimspiel am Dienstag gegen Altglienicke (19 Uhr) fügte er hinzu: „Ein Sieg wäre sicherlich angenehmer gewesen, aber wir dürfen uns nicht lange damit aufhalten, denn jetzt steht ein ganz anderes Spiel vor uns.“
Ein Blick auf die Tabelle zeigt vor allem beim Torverhältnis, wo die Schwächen liegen. Mit zehn zu elf Toren in acht Begegnungen ist sowohl die Chancenverwertung als auch die Defensivarbeit verbesserungswürdig. Man trifft zu selten und lässt zu viele Gegentore zu.
Das bedeutet: Trainer Rico Schmitt (57) muss mit seinem Team an beiden Seiten des Spielfelds arbeiten, um am Dienstag gegen die VSG bestehen zu können.
Die Berliner haben sich in den bisherigen sechs Aufeinandertreffen seit Zwickaus Abstieg in die 3. Liga im Jahr 2023 als echter Angstgegner erwiesen.
Vier Niederlagen, ein Sieg und ein Unentschieden sowie ein Torverhältnis von 6:18 sprechen eine klare Sprache.
Was nehmen die Schwäne aus dem aus ihrer Sicht unglücklichen 2:2 mit? Schmitt erklärt: „In der zweiten Halbzeit müssen wir deutlich offensiver auftreten. So war unser Spiel nach vorne nicht geplant und entspricht nicht unserem Konzept.“
„Dennoch wollen wir nicht zu gierig sein. Wir sind seit fünf Partien ungeschlagen und freuen uns jetzt auf Altglienicke“, ergänzte er.