Fußball-Experte kritisiert RB-Leipzig-Entscheidung scharf: „Das war kompletter Unsinn, was sie da gemacht haben!“
Leipzig – Die Lage bei RB Leipzig hat sich innerhalb kürzester Zeit drastisch verändert. Nach einem vielversprechenden Bundesliga-Start mit einem 3:0-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach folgte nur sieben Tage später die Ernüchterung beim 1:3 gegen Werder Bremen. Vor dem Debüt in der Champions League am Donnerstagabend in Como (21 Uhr/DAZN) steht Trainer Martin Demichelis (45) bereits enorm unter Druck.
Der ehemalige Verteidiger trägt die schwere Verantwortung, zu beweisen, dass die Entlassung seines Vorgängers Ole Werner (38) die richtige Entscheidung war.
Werner hatte die Mannschaft erst wieder in die Königsklasse geführt, wurde im Sommer jedoch ohne zwingenden Grund und ohne die Chance, sich auf höchstem Niveau zu beweisen, durch Demichelis ersetzt.
„Das, was in Leipzig passiert ist, ist einfach völliger Unsinn, um es auf den Punkt zu bringen. Absoluter Schwachsinn“, kommentierte Fußball-Experte Frank Buschmann (61) in der Sendung „Glanzparade – die Show mit Buschmann, Fuss & Wagner“ die Entscheidung der Roten Bullen.
„Sie haben keineswegs schlechten Fußball gespielt, sind in die Champions League eingezogen, und Ole Werner hat definitiv eine klare Spielidee. Ehrlich gesagt verstehe ich diese Trainerentlassung überhaupt nicht“, fügte der Kommentator hinzu.
Auch sein Kollege Wolff-Christoph Fuss (50) äußerte sich ähnlich kritisch und bezeichnete die Entscheidung der Leipziger als „kaum nachvollziehbar“. „Ich war völlig überrascht, als ich hörte, dass Ole Werner infrage gestellt wird. Für mich ergibt das keinen Sinn. Offenbar wurde in Leipzig so argumentiert: Für die Bundesliga reicht er, aber eine Champions-League-Saison ist zu viel für ihn“, erklärte Fuss.
Natürlich waren sich die Verantwortlichen in Leipzig des Risikos bewusst, das diese Personalentscheidung mit sich bringt. Gelingt Demichelis der Start, wird niemand mehr über Werner sprechen. Doch nach dem enttäuschenden Auftritt gegen Bremen steigen die Zweifel bereits deutlich an.
Ein Erfolg am Donnerstag in Como könnte jedoch dabei helfen, die Situation zu entspannen.