Torflut, Platzverweis und Strafstoß: Katastrophaler Start für den FCM
Magdeburg – Ein mehr als enttäuschender Beginn der Saison für den 1. FC Magdeburg: Die Mannschaft aus der Elbestadt unterlag Braunschweig deutlich mit 1:6. Vor allem in der Defensive präsentierte sich der FCM viel zu anfällig und lud die Löwen immer wieder zu schnellen Gegenstößen ein.
Obwohl der FCM mit einer mitreißenden Stimmung im Rücken ins Spiel startete, setzte es nach etwa 15 Minuten den ersten Rückschlag. Max Marie eroberte im Zentrum den Ball und spielte einen glänzenden Pass auf Opoku, der aus halbrechter Position trocken zum 1:0 einschoss.
Dieser Treffer verlieh den Gästen Auftrieb. Nur sechs Minuten später tauchte Urbich nach einem Konter plötzlich allein vor Torhüter Reimann auf und erhöhte auf 2:0.
Für den FCM wurde die Lage daraufhin immer schlimmer: Nach dem Doppelschlag wirkte Magdeburg völlig verunsichert und zeigte in der Abwehr große Schwächen. In der 26. Minute brachte ein einfacher langer Pass erneut Urbich in eine aussichtsreiche Position, der erneut frei vor Reimann zum 3:0 traf.
Doch das war noch nicht alles in dieser aus FCM-Sicht katastrophalen ersten Halbzeit. Nach rund 30 Minuten ging Bockhorn im Mittelfeld mit vollem Einsatz in einen Zweikampf, traf zwar zunächst den Ball, danach aber auch den Gegenspieler, sodass Schiedsrichter Felix Prigan ihm die rote Karte zeigte. Damit musste Magdeburg die restlichen mindestens 60 Minuten in Unterzahl bestreiten.
Kurz vor der Pause unterlief den Gastgebern ein weiterer schwerer Fehler: Hyryläinen zog seinen Gegenspieler im Strafraum deutlich am Trikot. Nach Prüfung durch den VAR entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß, den Aydin sicher zum 4:0 verwandelte. Für die Magdeburger ein Halbzeitresultat zum Vergessen.
Kaum fünf Minuten nach Wiederanpfiff setzte der FCM wenigstens ein kleines Lebenszeichen. Nach Ballgewinn spielte Atik schnell nach innen zu Zukowski, der als bester Torschütze der Vorsaison eiskalt zum 1:4 einschoss.
Doch Braunschweig antwortete umgehend: Ein bemerkenswerter Schuss von di Benedetto aus halbrechter Position erhöhte nur eine Minute später wieder auf 5:1 und traf mitten ins Herz der Magdeburger.
Die Löwen hatten trotz des komfortablen Vorsprungs keineswegs genug. Unter Trainer Lars Kornetka kontrollierten sie weiter das Geschehen und nutzten in der 60. Minute eine Ecke zum 6:1. Zu diesem frühen Zeitpunkt verließen bereits viele FCM-Anhänger enttäuscht das Stadion.
In der Folge beruhigte sich die Partie merklich, was vor allem an Braunschweig lag. Die Gäste schalteten einen Gang zurück und verwalteten den komfortablen Vorsprung, während beim FCM die Niederlage zunehmend akzeptiert wurde.
Aus Magdeburger Sicht blieb es somit bei der ernüchternden 1:6-Pleite. Einen besseren Start in die Saison hatte man sich sicher anders vorgestellt. Das deutliche Resultat bedeutete zunächst das Schlusslicht der Tabelle.
1. FC Magdeburg – Eintracht Braunschweig 1:6 (0:4)
1. FC Magdeburg: Reimann – Bockhorn, Garcia MacNulty, Jaeckel (66. Müller), Nollenberger – Kwarteng (46. Nadjombe), Hyryläinen, F. Michel (66. Mergner) – Iyoha (81. Baars), Zukowski (81. Tachie), Atik
Eintracht Braunschweig: R.-T. Hoffmann – Aydin, Ehlers, Frenkert, Di Michele Sanchez (78. Katterbach) – di Benedetto (65. Gómez), Flick (86. Wagner), Marie – Opoku (78. S. Sané), Urbich, Sturm (65. Junior Zé)
Schiedsrichter: Felix Prigan (Deizisau)
Tore: 0:1 Opoku (15.), 0:2 Urbich (21.), 0:3 Urbich (26.), 0:4 Aydin (44./Elfmeter), 1:4 Zukowski (49.), 1:5 di Benedetto (50.), 1:6 Flick (61.)
Gelbe Karten: F. Michel, Zukowski, Hyryläinen, Mergner / Flick je 1
Rote Karte: Bockhorn (31./grobes Foul)