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Festnahme während der Halbzeit! Amateurfußballer läuft der Polizei direkt in die Hände

Hamburg – Ein außergewöhnlicher Vorfall im Hamburger Amateurfußball sorgte am vergangenen Wochenende für Aufsehen: Während der Halbzeitpause des Bezirksliga-Spiels zwischen dem DSC Hanseat und der dritten Mannschaft des HSV wurde ein Spieler von der Polizei festgenommen.

Schon während der ersten Halbzeit soll die Polizei am Spielfeldrand eingetroffen sein und sich unmittelbar hinter der Auswechselbank des DSC Hanseat positioniert haben, wie das Abendblatt berichtet. Nach dem Treffer zum 4:1 kurz vor der Pause näherte sich der betreffende Spieler den Beamten und verließ unter Tränen gemeinsam mit ihnen das Spielfeldgelände.

Gegen den Spieler besteht der Verdacht, in einem EU-Mitgliedsstaat eine Sexualstraftat begangen zu haben. Diese soll inzwischen in eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung umgewandelt worden sein.

Die Polizei stellte jedoch klar, dass dieser Vorfall nicht der Grund für die Festnahme gewesen sei und der Spieler mittlerweile wieder auf freiem Fuß ist.

Vereinspräsident Ulrich Bunsmann äußerte sich gegenüber dem Abendblatt: „Wir waren darüber informiert, dass gegen unseren Spieler in einem EU-Land ein Verfahren wegen einer Sexualstraftat läuft. Er bestreitet jedoch, dass die Anschuldigungen in dieser Form zutreffend sind.“

Nach Rücksprache mit den Anwälten beider Parteien entschied der Vorstand, den Spieler weiterhin am Spielbetrieb teilnehmen zu lassen, bis das juristische Verfahren abgeschlossen ist.

„Sollte unser Spieler endgültig rechtskräftig wegen einer Sexualstraftat verurteilt werden, werden wir uns unverzüglich von ihm trennen“, kündigte der Verein mögliche Konsequenzen an.

Bunsmann bestätigte zudem, dass der Club erst einen Tag vor Bekanntwerden der Umwandlung der Strafe informiert wurde. Der Betroffene hat allerdings das Recht, innerhalb von 60 Tagen beim obersten Gericht Berufung einzulegen.

Abschließend richtete der DSC-Präsident einen Appell an die Öffentlichkeit: „Der DSC Hanseat lehnt eine Vorverurteilung unseres Spielers ab und wartet die endgültigen Entscheidungen der rechtsstaatlichen Gremien ab.“

Aktuell ist davon auszugehen, dass der Spieler bereits am kommenden Wochenende wieder auf dem Platz stehen könnte. Wie die öffentliche Reaktion darauf ausfallen wird, bleibt offen.