zurück

Spieltagssieger? Er beeindruckt beim FCM als Ersatz für Nollenberger

Magdeburg – Da Alexander Nollenberger ausfiel, vertraute Petrik Sander im Spiel gegen Hannover auf Pierre Nadjombe, der mit einer starken Leistung überzeugte. Auf der linken Abwehrseite sorgte der 23-Jährige für viel Dynamik und lieferte womöglich sein bestes Spiel im Trikot des 1. FC Magdeburg ab.

Mit einer Laufleistung von über elf Kilometern war Nadjombe am vergangenen Samstag einer der aktivsten Spieler auf dem Platz. Sein Offensivspiel erinnerte stark an das von Nollenberger, und auch defensiv agierte er fehlerfrei. Zuvor hatte der 23-Jährige Anfangszeit gegen Kiel erhalten, danach folgten drei Einwechslungen. Nun scheint er endgültig den Durchbruch geschafft zu haben.

Dies war nicht nur aus Sicht der Medien, sondern auch für Nadjombe selbst das bislang stärkste Spiel im Magdeburger Trikot: „Ich hoffe, jetzt bin ich angekommen. Es hat ein wenig gedauert, aber das war mein erstes richtig gutes Spiel hier“, erklärte der gebürtige Kölner nach der Begegnung.

Auch FCM-Trainer Petrik Sander zeigte sich äußerst zufrieden und lobte besonders die Einstellung seines Schützlings: „Er ist ein sehr positiver Typ mit enormem Willen. In der 57. Minute meinte er, dass ihn Krämpfe plagen, hat aber durchgebissen und durchgehalten – das ist ein echtes Symbol“, sagte Sander.

Einen Grund für Nadjombes nun erfolgreiche Integration sieht der Coach auch in dessen Leihe nach Aachen: „Man sieht, was eine Ausleihe bewirken kann. Anfangs hat er in Magdeburg noch nicht richtig Fuß gefasst, deshalb entschied man sich, ihn nach Aachen zu schicken, wo er regelmäßig Spielpraxis bekam.“

Diese Erfahrung lässt den 23-Jährigen nun auf mehr Einsätze in der Startelf hoffen, denn seine Chance gegen Hannover nutzte er eindrucksvoll. Sollte die Mannschaft von Verletzungen verschont bleiben, wird Sander aus einer Vielzahl an Optionen wählen können – ein Luxusproblem, wie er mehrfach betonte.

Obwohl Nadjombe bei den Magdeburgern überwiegend als Rechtsverteidiger spielte, bereitete ihm die Umstellung gegen Hannover keine Schwierigkeiten. „In der Nationalmannschaft spiele ich ebenfalls als Linksverteidiger“, erklärte der 23-Jährige nach der Partie – für ihn keine große Umstellung.

Welche Seite ihm besser liegt, wollte man wissen. Zwar hat er eine Präferenz, fühlt sich aber grundsätzlich auf beiden Positionen wohl, solange er Einsatzzeiten bekommt: „Eigentlich ist es mir egal. Offensiv ist es links etwas einfacher, um auch mal selbst zum Abschluss zu kommen. Deshalb fühle ich mich auf der linken Seite schon recht wohl.“

Ob Nollenberger für das Elb-Clásico gegen Dresden rechtzeitig fit wird, bleibt noch abzuwarten.

Beim FCM blickt man jedoch erleichtert auf Nadjombe, der den Ausfall des Leistungsträgers nahezu vollständig ausgleichen konnte.

Nadjombe selbst hofft auf eine baldige Rückkehr seines Kollegen: „Ich wünsche mir, dass er so schnell wie möglich zurückkommt. Solange werde ich seine Rolle übernehmen“, schmunzelte der 23-Jährige.