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Nach holprigem Auftakt die Wende geschafft: Analyse zum Saisonbeginn des FCM

Magdeburg – Die ersten sechs Partien in der 2. Bundesliga sind gespielt, bevor nun eine dreiwöchige Länderspielpause ansteht. Obwohl der 1. FC Magdeburg denkbar schlecht in die Spielzeit gestartet war, gelang den Elbestädtern noch eine beeindruckende Trendwende. TAG24 wirft einen Blick auf die Anfangsphase der Saison.

Die Stimmung vor dem ersten Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig war bestens, und alles schien für einen gelungenen Start im eigenen Stadion vorbereitet. Doch was dann folgte, stellte Spieler, Trainer und Fans des 1. FC Magdeburg vor einen herben Schock.

Nicht nur, dass die Magdeburger ihr Auftaktspiel zuhause verloren, der Start ging komplett daneben. Bereits nach 26 Minuten stand es aus FCM-Sicht 0:3, und als wäre das nicht schlimm genug, musste die Mannschaft nach dem Platzverweis für Bockhorn in der 31. Minute in Unterzahl weiterspielen. Am Ende setzte es eine bittere 1:6-Niederlage.

„Das hatte sich in keinster Weise angedeutet“, waren sich Spieler und Trainerteam nach diesem ernüchternden Ergebnis einig. Rückkehrer Moritz-Broni Kwarteng (28) fühlte sich regelrecht „wie in einem falschen Film“.

Der Kader wurde im Sommer mit 16 neuen Spielern verstärkt, wobei Šimić (23) und Chávez (19) erst nach dem Braunschweig-Spiel verpflichtet wurden. Bereits in den Vorbereitungspartien hatte der FCM einen sehr guten Eindruck hinterlassen.

Die 1:6-Klatsche sorgte auch über Magdeburg hinaus für Überraschung. Umso beeindruckender war die Reaktion der Mannschaft in den darauffolgenden Wochen.

Nur eine Woche später zeigte das Team von Trainer Petrik Sander gegen den Aufsteiger aus Osnabrück eine ganz andere Leistung und feierte mit einem überzeugenden 3:0-Auswärtserfolg eine erste Rehabilitierung. Dieser Sieg glättete die Wogen nach dem katastrophalen Start.

Am dritten Spieltag folgte dann mit einem 2:0-Heimsieg gegen Holstein Kiel der erste Dreier vor heimischem Publikum. Zwischenzeitlich kletterte der FCM sogar auf Tabellenplatz fünf, sodass die anfänglichen Probleme allmählich in Vergessenheit gerieten. Ein wesentlicher Faktor für diese Kehrtwende war sicherlich die intensive Kommunikation innerhalb des Teams, wie die Verantwortlichen betonten.

Die 1:2-Niederlage gegen Hertha BSC tat zwar weh, doch die Leistung stimmte. Die Magdeburger agierten im Berliner Olympiastadion gegen einen Gegner, der die ersten sechs Partien allesamt gewonnen hatte, phasenweise sogar dominant und waren nahe an einem Punktgewinn.

In den letzten beiden Spielen vor der Pause demonstrierten die Blau-Weißen zunächst gegen die Roten Teufel aus Kaiserslautern ihre Überlegenheit und gewannen zuhause mit 3:0, bevor sie sich bei Greuther Fürth mit einem 1:1-Unentschieden zufrieden geben mussten. Beim Auswärtsspiel gegen das Kleeblatt fehlte mit Baris Atik (31) ein wichtiger Spieler, weshalb dieser Punktgewinn als durchaus akzeptabel gilt.

Am Ende der ersten Saisonphase steht der 1. FC Magdeburg mit drei Siegen, zwei Niederlagen und einem Unentschieden da, was zehn Punkte und Rang sechs in der Tabelle bedeutet. Im Vergleich zum Vorjahr kann dieser Saisonstart als sehr positiv bewertet werden – insbesondere nach einem Auftaktspiel, das durchaus langfristige Auswirkungen auf den Verlauf einer Spielzeit haben kann.

Ein wesentlicher Grund für den bisher erfolgreichen Punkteschnitt des FCM ist die vielseitige Offensive. Während in der vergangenen Saison vor allem Top-Torjäger Mateusz Zukowski (24) und Spielmacher Baris Atik für Gefahr sorgten, war die Mannschaft offensiv stark von den beiden abhängig.

Hatten Zukowski und Atik einen guten Tag, war ein Sieg für Magdeburg meist vorprogrammiert. War einer von beiden jedoch nicht im Spiel, gestaltete sich die Offensive deutlich schwieriger. In dieser Saison präsentiert sich das anders.

Neben dem Duo Zukowski/Atik zeigen sich diesmal vermehrt weitere Spieler wirkungsvoll: Neuzugang Emmanuel Iyoha beeindruckt mit vier Treffern, und auch Nollenberger sowie Michel (jeweils drei Tore) unterstreichen ihre Qualität.

Zum Vergleich: In der Rückrunde der vergangenen Saison (17 Spiele) konnten zehn verschiedene Spieler für den FCM Tore erzielen (darunter Zukowski, Atik, Breunig, Ghrieb, Nollenberger, Stalmach, Tachie, Musonda, Ulrich und Hugonet). In den ersten sechs Spielen der aktuellen Saison trafen bereits fünf unterschiedliche Akteure (Zukowski, Iyoha, Nollenberger, Michel, Hyryläinen).

Der 1. FC Magdeburg kann sich somit neben den bekannten Leistungsträgern Zukowski und Atik auch auf weitere offensive Kräfte verlassen. Besonders Neuzugang Iyoha überzeugte zuletzt mit vier Toren, ebenso wie Nollenberger und Michel, die jeweils dreimal erfolgreich waren.

Die nun folgende dreiwöchige Pause sorgt jedoch für gemischte Gefühle beim Team.

„Eigentlich hätten wir gern weitergespielt“, erklärte Tobias Müller (32) nach dem Spiel in Fürth, auch wenn die Mannschaft jetzt ein paar Tage zur Erholung nutzen kann.