„Sind nicht auf unserem Niveau angekommen“: FCM nach Niederlage im Elb-Clásico enttäuscht
Magdeburg – Im ersten Elb-Clásico dieser Saison musste der 1. FC Magdeburg eine 0:2-Heimniederlage gegen Dynamo Dresden hinnehmen und verließ ohne Punkte das Spielfeld. FCM-Trainer Petrik Sander (65) hatte nach dem Spiel das Gefühl, dass seine Mannschaft nicht wie gewohnt an ihr Leistungsniveau herankam.
Bereits bei der Pressekonferenz vor diesem besonderen Duell hatte der 65-Jährige die Taktik der Dresdner vorausgesagt – und sollte Recht behalten: „Es war offensichtlich, dass Dynamo alles investieren würde, und genau das haben sie getan. Sie liefen viel, setzten uns früh unter Druck und gingen aggressiv zu Werke.“
Seiner Ansicht nach fanden die Elbestädter jedoch zu wenig passende Lösungen auf das Anlaufen des Gegners. „Es gelang uns nicht, die erste Verteidigungslinie zu überspielen und sofort in den Umschaltmodus zu wechseln. Wir versuchten, das Spiel zu verlagern, waren dabei aber zu unentschlossen und zu langsam. Dadurch konnte Dynamo immer wieder ihre Formation stabilisieren und die Seiten absichern“, erklärte Sander.
In der Bilanz hatte der erfahrene Coach deutliche Kritik an der Leistung seiner Mannschaft: „Alles in allem muss man sagen, dass wir nicht zu 100 Prozent unser Niveau erreicht haben. Die Niederlage war verdient.“
Für den FCM hat die Pleite in der Tabelle keine gravierenden Folgen – abgesehen von einem ärgerlichen Punkteverlust. Die Blau-Weißen liegen mit lediglich zwei Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz auf dem sechsten Rang.
Unglücklicher Protagonist war Tobias Müller, der früh im Spiel einen Elfmeter verschuldete und nach dem Derby verständlicherweise enttäuscht war: „Unsere Positionierungen waren heute nicht klar genug“, resümierte der 31-Jährige und sprach damit eine ähnliche Einschätzung wie sein Trainer aus.
„Wir sind momentan sehr enttäuscht und werden das Spiel bis ins kleinste Detail analysieren“, kündigte Müller an. Dennoch soll die kommende Woche genutzt werden, um gegen den KSC eine starke Reaktion zu zeigen: „Unser Fokus liegt jetzt voll und ganz auf Karlsruhe.“
Auch Kapitän Dominik Reimann fand nach der Niederlage klare Worte und stellte fest, dass „es insgesamt keine überzeugende Leistung der Magdeburger war.“