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„Das war wirklich großartiger Fußball“: Magdeburg im siebten Himmel nach Kantersieg

Magdeburg – Für den 1. FC Magdeburg war der Fußballnachmittag kaum besser vorstellbar. Mit dem deutlichen 6:1-Erfolg gegen den Karlsruher SC katapultieren sich die Elbestädter nicht nur auf den vierten Platz der 2. Bundesliga, sondern tanken auch gehörig Selbstvertrauen für das bevorstehende Duell beim FC Bayern.

„Was soll ich nach einem 6:1 sagen? Mir fehlen fast die Worte. Es war einfach großartiger Fußball“, fasste Trainer Petrik Sander die Begegnung zusammen. Zwar taten sich die Magdeburger zu Beginn etwas schwer, ins Spiel zu finden, doch mit fortschreitender Zeit übernahmen sie immer mehr die Kontrolle.

Insbesondere der Start der zweiten Halbzeit hinterließ bei vielen FCM-Fans einen staunenden Eindruck. Drei Treffer innerhalb von nur acht Minuten sorgten frühzeitig für die Vorentscheidung. „Wir wollten beim 0:3 offensiver agieren, doch das ist uns nicht gelungen“, erklärte Karlsruhes Coach Maximilian Senft.

Die Blau-Weißen legten danach jedoch nicht nachlassend weiter nach. Sowohl Einwechselspieler Roko Simic als auch Leon Mergner trugen sich in die Torschützenliste ein. Besonders der beeindruckende Treffer von Mergner, der bereits in den U17- und U19-Mannschaften Magdeburgs aktiv war, wird in Erinnerung bleiben: „Ich glaube, Leon wird drei Tage lang nicht schlafen können. So etwas vergisst man nie“, freute sich auch Petrik Sander über das erste Profi-Tor seines Schützlings.

In der Tabelle können sich die Magdeburger nun wieder als Teil der Spitzengruppe sehen. Mit den drei gewonnenen Punkten rückten die Elbestädter auf Platz vier vor und liegen punktgleich mit dem VfL Wolfsburg, der Rang drei belegt.

Vor dem Aufeinandertreffen mit dem KSC waren sich Spieler und Verantwortliche des FCM einig, dass das Pokalhighlight gegen Bayern noch keine Rolle spiele und die Konzentration auf jedes einzelne Spiel gerichtet sein müsse. Nach dem deutlichen Sieg hat sich diese Einstellung jedoch geändert: „Jetzt können wir auch über Bayern sprechen“, erklärte Trainer Petrik Sander nach dem Spiel.

Nach dem 6:1-Erfolg skandierten die FCM-Fans selbstbewusst „Zieht den Bayern die Lederhosen aus“ und auch „Auswärtssieg“ hallte durch das Stadion. Bei den Spielern ist dieses Selbstvertrauen zwar etwas zurückhaltender ausgeprägt, dennoch glaubt man an der Elbe an eine Überraschung:

„Es ist ein Pokalspiel, und da ist alles möglich“, blickte Einwechselspieler Roko Simic auf die bevorstehende Partie. Er selbst hatte bereits einmal das Vergnügen, die Bayern als Gegner zu erleben: In der Saison 21/22 stand er mit RB Salzburg im Achtelfinale der Champions League gegen die Münchner zwar in der Startelf, musste aber beim 1:1 zuhause 90 Minuten nur von der Bank aus zusehen. Im Rückspiel in der Allianz Arena setzte es eine deutliche 1:7-Niederlage. Diesmal soll es für ihn und den FCM anders laufen.

„Wenn wir daran glauben, können wir es schaffen“, zeigte sich auch Bayern-Leihgabe Felipe Chávez optimistisch. Der 19-Jährige feierte gegen den KSC sein Startelfdebüt für Magdeburg und träumt davon, auch gegen den Rekordmeister in der Anfangsformation zu stehen.