Gemeinsam stark auf dem Rasen: FCM sichert sich gegen Osnabrück den ersten Saisonsieg
Magdeburg – Trotz eines holprigen Starts in die Saison bewahrte der 1. FC Magdeburg gegen den Aufsteiger aus Osnabrück einen kühlen Kopf und präsentierte sich mit dem 3:0-Auswärtserfolg überzeugend. Nach dem Spiel machte sich bei den Spielern große Erleichterung breit.
„Wir haben die Partie sehr fokussiert vorbereitet, viele Gespräche geführt, doch wie es letztlich läuft, weiß man vorher nie genau“, erklärte FCM-Trainer Petrik Sander (65) nach dem Spiel. Bereits im Vorfeld hatte der 65-Jährige betont, wie wichtig die offene Kommunikation war, um den missglückten Saisonstart zu verarbeiten.
Sein Team dominierte insbesondere in der ersten Halbzeit das Geschehen auf dem Platz, so Sander. Die Statistiken bestätigen diese Einschätzung, denn der FCM hielt nach 45 Minuten fast 80 Prozent Ballbesitz und hatte sich bereits eine komfortable Zwei-Tore-Führung erarbeitet.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Spielgeschehen, doch die Elbestädter blieben konzentriert: „In der zweiten Halbzeit gerieten wir phasenweise unter Druck, schafften es aber immer wieder, uns zu befreien und mit dem dritten Treffer für klare Verhältnisse zu sorgen“, erklärte der Coach.
Schon in der Pressekonferenz vor dem Duell war Sander wichtig, dass seine Mannschaft als geschlossene Einheit auftritt. Diesen Aspekt hob er auch nach dem Spiel nochmals hervor: „Insgesamt war das ein sehr souveräner Auftritt. Eine kompakte und geschlossene Mannschaftsleistung.“
Im Vergleich zum Saisonstart nahm das Trainerteam drei personelle Veränderungen vor. Für den wegen Magen-Darm-Erkrankung fehlenden Kwarteng rückte Mergner in die Anfangsformation, Nadjombe ersetzte den rotgesperrten Bockhorn und Müller erhielt anstelle von Jaeckel den Vorzug.
Während Kwarteng und Bockhorn zwangsläufig ausfielen, fiel die Wahl auf Tobias Müller bewusst aus: „Wir haben analysiert, dass er uns im vergangenen Jahr Stabilität gebracht hat – durch seine Kompaktheit und seine Führung auf dem Feld“, erläuterte Sander.
„Wir wussten, dass Tobi [Anm. d. Red.: Tobias Müller] stressresistent ist, stets seine Leistung abrufen kann und zusätzlich Impulse für die Kommunikation auf dem Platz setzt“, begründete der FCM-Trainer seine bewährte Entscheidung, die sich gegen Osnabrück bezahlt machte.
Herausragend war zudem die Leistung von Leon Mergner (20), den Sander nach dessen Zweitligadebüt in den höchsten Tönen lobte: „Er hat im Mittelfeld unglaublich viele Wege gemacht. Normalerweise hebe ich selten einzelne Spieler hervor, aber diesmal ist es notwendig und gerechtfertigt.“