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Baby-Schritte: St. Pauli will nach dem Remis gegen Fürth "kleine Details" verbessern

Hamburg – Mit dem 1:1-Unentschieden zum Saisonstart gegen Greuther Fürth hat der FC St. Pauli zumindest einen kleinen Fortschritt gemacht. Trainer Marcel Rapp (47) möchte die Fehler genau unter die Lupe nehmen und sich nicht zu sehr mit den Schiedsrichterentscheidungen beschäftigen.

Nach dem Spiel am Sonntag betonte Rapp, dass es nun darum gehe, "kleine Dinge" zu optimieren. Grundsätzlich sei er aber zufrieden mit seiner Mannschaft und seinem Debüt als Trainer am Millerntor.

Obwohl die größten Schwierigkeiten am Sonntag sicherlich bei den defensiven Umschaltmomenten zu finden waren, sieht Rapp dort keine gravierende Schwachstelle. Vielmehr sprach er von einzelnen Fehlern und lobte das mutige Auftreten seines Teams.

„Fürths Chancen entstanden alle nach Umschaltspielen. Da müssen wir besser absichern“, gab Rapp zu, fügte aber auch hinzu: „Wir haben dann aber auch Kopfballduelle verloren oder den Ball leichtfertig in die Mitte geklärt. Da müssen wir konsequenter agieren.“

Gerade letzteres sei etwas, das sich durch Training verbessern lasse, so der Kiez-Trainer. „Aber es ist jetzt nicht so, dass wir deshalb drei, vier oder fünf Konter kassiert haben. Ich denke, es gab unterschiedliche Ursachen.“

Jetzt gelte es, diese Punkte genau zu analysieren, um beim kommenden Spiel am Freitag gegen seinen früheren Verein Holstein Kiel (18.30 Uhr) besser aufzutreten.

Auch die Chancenverwertung, so betonte Mathias Rasmussen (28) nach dem Spiel, wäre ein Bereich, den man hätte verbessern können.

„Es ist enttäuschend, in einem ersten Spiel nur einen Punkt zu holen, aber insgesamt war es eine ordentliche Leistung bei großer Hitze“, sagte Rasmussen.

Wer kaum etwas hätte besser machen können, war Torhüter Ben Voll. Der 25-Jährige hatte großen Anteil daran, dass St. Pauli gegen das Kleeblatt nicht in Rückstand geriet oder sogar verlor. Voll entschärfte gleich vier hochkarätige Chancen der Gäste.

Für seine starke Leistung bekam Voll neben dem Trainer auch von seinen Mannschaftskameraden viel Anerkennung. Martijn Kaars (27) – der selbst eine große Möglichkeit zur Führung in der ersten Halbzeit vergab – lobte seinen Torwartkollegen nach dem Spiel fast schon überschwänglich: „Überragend“, sagte er fast euphorisch. „Er ist der beste Torwart der Liga. Nur Dominic Reimann ist besser“, scherzte der Niederländer.

Abgesehen vom Gegentor durch Felix Klaus (33) gab es an Volls Auftritt kaum Kritik. Anders sieht es bei einer umstrittenen Szene in der Nachspielzeit aus.

In Fürths Strafraum kam es zu einem Kopfballduell zwischen Jannis Heuer (27) und Ricky-Jade Jones (23). Jones köpfte den Ball an Heuer vorbei, wurde dann aber von Heuer am Kopf getroffen. Strafstoß? Für Schiedsrichter Harm Osmers nicht – er entschied sofort auf Weiterspielen, was bei einigen für Unverständnis sorgte.

Rasmussen äußerte sich dazu klar: „Für mich ist das ein klarer Elfmeter – das ist meine Meinung.“ Rapp hingegen blieb diplomatisch: „Ich habe es so gesehen, dass Ricky zuerst am Ball war und dann am Boden lag und eine Nasenblutung hatte. Der Schiedsrichter erklärte es als Unfall. Wenn das Foul am Bein gewesen wäre, wäre es wahrscheinlich ein Strafstoß. Am Kopf ist das anders. Schiri und VAR waren vor Ort, da gehe ich davon aus, dass sie die richtige Entscheidung getroffen haben.“