FC St. Pauli: Neue Spieler tun sich schwer, richtig Fuß zu fassen
Hamburg – Es muss mehr passieren! Nach dem Abstieg aus der Bundesliga durchläuft der FC St. Pauli einen umfassenden Neuanfang. Die Neuzugänge konnten jedoch bislang nur eingeschränkt überzeugen – meist aus ein und demselben Grund.
In der Defensive ruhen große Erwartungen auf Marcus Mathisen (30). Der Däne wechselte vom 1. FC Magdeburg zum Kiezklub und sollte nach dem Weggang von Hauke Wahl (32, VfL Wolfsburg) die neue Führungspersönlichkeit in der Abwehr werden. Bislang konnte der 30-Jährige diese Rolle aber nicht voll erfüllen, da er immer wieder mit kleineren Unsicherheiten kämpft.
Seit der Umstellung auf eine Viererkette rangiert Mathisen derzeit sogar nur auf dem zweiten Platz der Innenverteidiger. Positiv zu vermerken ist immerhin sein erstes Saisontor, das ihm am ersten Spieltag gegen Greuther Fürth gelang.
Auch auf Branimir Hrgota (33) ruhen hohe Erwartungen. Er sollte die Offensive verstärken, agierte jedoch häufig glücklos, vor allem vor dem Tor. Bislang steht lediglich eine Vorlage auf seinem Konto. Die letzten beiden Spiele musste er zudem verletzungsbedingt pausieren.
Kurz vor Ende der Transferperiode wurde Youssoupha Niang (20) aus Köln ausgeliehen und steht seitdem in jeder Partie auf dem Platz. Ein Scorerpunkt blieb ihm jedoch bislang verwehrt. Besonders ärgerlich: Nach einer Gelb-Roten Karte gegen Tomoya Ando (27) musste er beim Spiel gegen Energie Cottbus nach nur einer halben Stunde aus taktischen Gründen vom Feld.
Dimitar Mitov (29), der bulgarische Nationaltorhüter, wurde als Ersatzmann hinter Stammtorwart Ben Voll (25) verpflichtet. Der 29-Jährige muss sich mit seiner Rolle als Backup begnügen und soll durch Konkurrenzdruck Voll zu Höchstleistungen antreiben.
Für einige Neuzugänge verlief die Anfangszeit weniger erfreulich. Rony Jansson (22) debütierte zwar gegen Fürth und wurde als Ersatz für Saliakas eingeplant, verletzte sich jedoch früh. Nach der Länderspielpause soll er laut Trainer Marcel Rapp (47) wieder einsatzfähig sein.
Sam Klein (22) war der erste Sommertransfer, zog sich aber gleich zu Beginn der Vorbereitung eine Verletzung zu und verpasste unter anderem das Trainingslager. Mittlerweile kehrt der Australier langsam zurück und kam bisher zu drei kurzen Einsätzen (insgesamt sieben Minuten). In der zweiten Mannschaft sammelte er zudem in zwei Spielen Spielpraxis.
Gísli Thórdarson (21) wartet hingegen noch auf seinen ersten Einsatz. Der Isländer zog sich im Aufwärmtraining vor dem Saisonauftakt eine schwere muskuläre Oberschenkelverletzung zu und musste operiert werden. Sein Comeback-Termin ist noch ungewiss.