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„Ich werde stets versuchen, das entgegengebrachte Vertrauen zurückzugeben“ – Aues Torwart Uhlig darf Fehler machen!

Aue – Die Frage nach dem Stammtorhüter beim FC Erzgebirge Aue ist seit dem vergangenen Wochenende endgültig geklärt. Max Uhlig (19) wurde als neue Nummer eins bestätigt und wird in dieser Rolle weiter gefördert. Zwar ist er nominell bereits gesetzt, doch was seine Leistung angeht, hat der junge Keeper mit seinen 19 Jahren und begrenzter Spielpraxis noch einiges vor sich – ein ganz normaler Prozess in diesem Alter.

„Man hat gesehen, dass er noch jugendlich ist und ihm insbesondere bei Standards und dem Spiel mit dem Ball noch Erfahrung fehlt. Er macht aber Hoffnung. Deshalb steht er im Tor und darf auch Fehler machen. Das gehört dazu. Das Spiel war solide, aber nicht vollkommen zufriedenstellend“, fasste Cheftrainer Khvicha Shubitidze (51) sein Resümee zusammen, das weder schwarz noch weiß ausfiel.

Ähnliche Einschätzungen gab es bereits nach dem letzten Testspiel gegen Schalke 04 (2:4): „Es gab einige gute Ansätze, aber auch Bereiche, gerade im Spielaufbau, in denen wir uns verbessern können.“

Besonders in der ersten Halbzeit bewies Uhlig mit starken Paraden, welches Potenzial in ihm steckt. Ein Schwachpunkt war allerdings die Strafraumbeherrschung bei Standardsituationen – ein Thema, das den Torwart selbst am meisten beschäftigte.

„Das zweite Gegentor nach einer Ecke nehme ich mir etwas zu Herzen“, zeigte sich Uhlig kritisch.

Am Donnerstag erhielt er die Nachricht, dass er künftig als erste Wahl im Tor steht. Uhlig dazu: „Martin und ich hatten jeweils intensive Gespräche mit dem Trainer über den weiteren Weg und meine Rolle als Nummer eins. Ich werde stets versuchen, das Vertrauen zurückzuzahlen und bin stolz, jetzt hier spielen zu dürfen.“

Der Club hat sich im Sommer bewusst für einen Neuanfang entschieden und den erfahrenen Martin Männel (38) auf die Bank verbannt – ein Schritt, der früher oder später ohnehin notwendig geworden wäre.

In einer Saison, in der die Regionalliga Nordost direkt einen Aufsteiger stellt, ist das ein mutiger Schritt gewesen. Dieser darf jedoch nicht zu Enttäuschungen führen, wenn der junge Nachfolger aufgrund seiner (noch) fehlenden Routine den einen oder anderen Fehler macht. Uhlig soll die Zukunft im Tor von Aue prägen – und dafür muss man ihm auch Fehler zugestehen.

Wie sich das mit den möglichen Ambitionen, in der Liga ganz oben mitzumischen, verträgt, ist eine andere Frage. Denn große Erfolge kommen nicht von heute auf morgen.