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Virus legt Kompany lahm – Co-Trainer Danks rückt nach: „Von Führungspersönlichkeiten gelernt“

Von Klaus Bergmann

München – Am Mittwochabend um 21 Uhr (DAZN) in der Allianz Arena könnte Aaron Danks (43), Bayerns Co-Trainer, besonders im Mittelpunkt stehen. Sollte Vincent Kompany (40) aufgrund einer Erkrankung beim Champions-League-Topspiel gegen den FC Arsenal ausfallen, müsste Danks womöglich die Verantwortung als Cheftrainer übernehmen. Für den Engländer wäre das keine neue Herausforderung.

„Für mich ändert sich nicht allzu viel“, zeigte sich der 43-Jährige entspannt.

Schließlich hat Danks Kompany bereits in einem bedeutenden Königsklassen-Spiel an der Seitenlinie vertreten – ein denkwürdiger Abend.

Beim dramatischen 4:5 im Hinspiel des Halbfinals gegen Paris Saint-Germain war Kompany aufgrund einer Gelbsperre gezwungen, das Spiel von der Tribüne aus zu verfolgen. An seiner Stelle stand Danks an der Coaching-Zone.

„Man fokussiert sich komplett auf die Mannschaft und ihre Leistung. Man taucht ins Spiel ein und vertraut seinem Bauchgefühl“, erläuterte Danks, der Kompany bereits beim Abschlusstraining und der Pressekonferenz vor dem Arsenal-Duell vertreten hat.

Die Rolle als Cheftrainer scheut er keineswegs. „Ich habe viel von verschiedenen Führungspersönlichkeiten gelernt.“ Vor allem Kompany sei für ihn eine große Inspirationsquelle.

Der 40-jährige Belgier kämpft aktuell mit einer Virusinfektion, die ihn schon während des Bundesliga-Topspiels gegen RB Leipzig (6:1-Heimsieg für Bayern) sichtbar schwächte. „Das Virus hat seine Beine beeinträchtigt, er hatte Schmerzen“, berichtete Danks über die Symptome.

Er unterstrich: „Das Wichtigste ist, dass er sich ausruht und sich die nötige Zeit nimmt.“

Falls Kompany wirklich nicht im Stadion anwesend sein kann, bleibt er dennoch eng eingebunden. „Wir stehen in ständigem Austausch. Er gibt weiterhin seine Impulse“, so Danks, ohne ins Detail zu gehen.

Auch für die Münchner Profis, darunter Torjäger Harry Kane, stellt ein Spiel unter der Leitung von Danks keine völlig neue Situation dar. „Am Ablauf ändert sich nichts“, erklärte Serge Gnabry zur Vorbereitung ohne Kompany.

Der Nationalspieler ergänzte: „Wir haben ein erstklassiges Trainerteam. In Paris lief es auch hervorragend, als der Chefcoach gesperrt war. Alle im Team machen einen großartigen Job.“ Letztlich werde das Spiel sowieso auf dem Spielfeld entschieden.

UEFA Champions League Tabelle

Die acht besten Mannschaften nach der Ligaphase qualifizieren sich direkt für das Achtelfinale. Die Teams auf den Plätzen neun bis 16 treten in K.-o.-Playoffs – zunächst auswärts – gegen die Mannschaften auf den Rängen 17 bis 24 an, um die restlichen acht Achtelfinalplätze zu ermitteln. Mannschaften auf den Plätzen 25 bis 36 sind ausgeschieden und steigen auch nicht in einen anderen europäischen Pokalwettbewerb ab.