München beeindruckt und demütigt Leipzig: Warum RB keine ernsthafte Konkurrenz für den FC Bayern darstellt
München – Eine heftige Niederlage für RB Leipzig am Samstagabend: Im Bundesliga-Topspiel wurden die Sachsen vom FC Bayern regelrecht überfahren. Nach zwei sieglosen Spielen in Folge entluden die Münchner ihren angesammelten Frust und spielten sich gegen die chancenlosen Gäste in einen wahren Rausch. Das deutliche Endergebnis von 6:1 (3:0) war aus Leipziger Sicht noch das geringste Übel, denn das Resultat hätte noch deutlich höher ausfallen können.
Schon zu Beginn war zu erkennen, dass die Bayern richtig heiß auf das Match waren. Die entscheidende Frage lautete: Wer gelingt der perfekte Pass hinter die letzte Verteidigungslinie?
Nachdem Michael Olise seine Versuche mehrfach nicht verwerten konnte, übernahm Joshua Kimmich Verantwortung und legte eine präzise Flanke auf Luis Diaz, der links an Torwart Maarten Vandevoordt vorbeizog und zum 1:0 einschob (12.).
Der deutsche Meister hatte auch im weiteren Verlauf die Kontrolle. Die Roten Bullen leisteten sich teilweise haarsträubende Fehler, die die Gastgeber meist umgehend bestraften. Dank Vandevoordt blieb der Rückstand für RB aber zunächst noch knapp.
Die Bayern spielten jedoch mit einer solchen Leichtigkeit, dass alles mühelos wirkte. Aleksandar Pavlovic erhöhte nach 26 Minuten auf 2:0, nachdem die linke Abwehrseite von Leipzig erneut komplett ausgespielt worden war. Olise verpasste kurz darauf das 3:0, als sein Schuss nur den linken Pfosten traf (28.).
Man kann es nicht anders sagen: Bayern war in absoluter Spiellaune, während Leipzig keinerlei Gegenwehr leisten konnte. Nach einer Traumkombination durchs Zentrum erzielte Olise das 3:0 (34.). Für den Gast ging es zu diesem Zeitpunkt nur noch um Schadensbegrenzung. Mit drei Gegentoren zur Pause konnten sich die Rasenballer noch glücklich schätzen.
RB-Trainer Martin Demichelis reagierte in der Halbzeit und brachte Nicolas Seiwald sowie Tidiam Gomis für Ezechiel Banzuzi und Christopher Nkunku.
Das bewirkte jedoch keinerlei Wendung. Nur knapp 100 Sekunden nach Wiederanpfiff markierte Diaz das 4:0, nachdem er Lukas Klostermann erneut mühelos ausgespielt hatte.
Fünf Minuten später gelang den Gastgebern erneut ein traumhafter Angriff durch die gegnerische Abwehr, sodass Harry Kane nur noch zum 5:0 einschieben musste. Für Leipzig wurde der Auftritt immer peinlicher, und die Bullen sehnten den Schlusspfiff herbei.
Die einzige Frage war nun noch, wann die Bayern genug haben würden, um Kräfte für das Champions-League-Duell am Mittwoch gegen Arsenal zu sparen.
Doch in der 69. Minute zeigte der beste Spieler des Abends, Diaz, nach einer Ecke erneut seine Klasse und erzielte das 6:0, indem er ungestört durch die Leipziger Defensive lief und den Ball unten rechts versenkte.
Eine klare Machtdemonstration des deutschen Rekordmeisters. Leipzig blickte nur noch auf das baldige Ende der Partie. Trotz sechs Gegentoren war Vandevoordt der herausragende Akteur bei RB und verhinderte mit mehreren Paraden eine noch höhere Niederlage. Immerhin gelang in der zweiten Nachspielminute durch Andrija Maksimović noch der Ehrentreffer zum 1:6.
Bundesliga-Tabelle
Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Verein auf Platz 1 am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Rängen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) nimmt an der Relegation teil, um den Verbleib in der Liga zu sichern. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.